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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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Maritime Wirtschaft: Tiefseebergbau
Tief unter der Wasseroberfläche liegt eine bizarre Welt. Der größte Lebensraum unseres Planeten, interessant nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die Wirtschaft. Denn im Keller der Meere ruhen Kostbarkeiten wie zum Beispiel Manganknollen.
In Neptuns Schatztruhe
Die unscheinbaren Klumpen sind begehrt. Mangan wird primär für die Stahlproduktion benötigt. Wirklich wertvoll machen die Knollen aber erst die darin enthaltenen Buntmetalle. Weltweit rechnet man mit einem Vorkommen von 10 Milliarden Tonnen Manganknollen - ein Fünftel davon allein zwischen Hawaii und Mexiko. Hier hat sich auch Deutschland schon einen Claim in der Größe Bayerns abgesteckt, auf dem in den nächsten 15 Jahren geforscht werden darf.

Doch die Jagd nach den Trüffeln der Tiefsee ist schwierig. In 4000 – 5000 Metern Tiefe ernten Tauchroboter den Meeresboden wie einen Kartoffelacker ab - ökologisch höchst bedenklich und ökonomisch nur sinnvoll, wenn die Metallpreise wieder steigen.

Der Eingang zur Unterwelt
Bis dahin richten Tiefsee-Pioniere ihre Aufmerksamkeit auf Schwarze Raucher. Meterhohe Schlote aus denen siedend heißes Wasser schießt und als trübschwarze Brühe auf den Meeresgrund sinkt. Spektakuläre Heimat für Tiefsee-Lebenskünstler und wahre Goldgruben. Denn die Schwarzen Raucher spucken von Indium über Kupfer bis Zink so ziemlich alles aus. Einige der bizarren Unterseeberge enthalten sogar Gold in einer Konzentration, die man über Wasser kaum noch findet.

Vor Papua-Neuguinea will das kanadische Unternehmen Nautilus Minerals erstmals erloschene Schwarze Raucher kommerziell abbauen. Das teure Spezialgerät hat der Tiefseepionier bereits geordert: Maschinen zum Abbau auf dem Meeresboden, ein Liftsystem zum Transport der Erze an die Oberfläche und ein Spezialschiff zur weiteren Verarbeitung. Finanzieren möchte Nautilus das Projekt aus seinem üppigen Cashbestand von rund 270 Mio Dollar. Das Kapital haben die Großaktionäre bereitgestellt: Das russische Konsortium Gazmetall hält 22,4%, der kanadische Rohstoffkonzern Teck Cominco 7,2% und Anglo American hat sein Engagement zum Ende Oktober 2008 von 5,7% auf 11,1% ausgebaut.




Methanhydrat – Energiequelle der Zukunft?
Technisch setzen die Tiefsee-Explorateure dabei auf Erfahrungen der Öl-und Gasförderung unter Wasser. Die Energiebranche selbst hat auf dem Meeresgrund längst einen neuen Stoff für ihre Zukunftsträume entdeckt: Methanhydrat. Forscher vermuten, dass es in riesigen Mengen auf dem Meeresboden vorkommt und suchen intensiv danach. Als Energielieferant könnte Methanhydrat alle bekannten Vorkommen von Öl und Gas zusammen in den Schatten stellen. Schon ein winziges Stück könnte ein Auto dreieinhalb Kilometer antreiben. Doch der Abbau ist nicht nur technische kompliziert, sondern birgt für die Umwelt massive Risiken.

Seit Jahrhunderten träumt der Mensch davon, die Geheimnisse der Tiefsee zu lüften. Bislang ist Neptuns Schatztruhe erst einen Spalt weit geöffnet. Im Keller der Meere lagern noch jede Menge Kostbarkeiten - doch viele könnten bei der Bewirtschaftung der Ozeane auf der Strecke bleiben.

Sendedaten
3satbörse 14. November 2008 um 21.30 Uhr
Thema der Sendung
Geschäfte auf hoher See
Schwerpunkt
Rohstoffe
Schwerpunkt
Unterwasser
Aktie
Nautilus Minerals
ISIN: CA6390971043
Kürzel: NUS