Freitag 21.00 Uhr
Kalender
Oktober 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
25
26
27
28
29
30
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
1213
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
01
02
03
04
05
Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
Navigationselement
Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
Navigationselement
Walfang statt Whalewatching
Islands Zwergwale begeistern nicht mehr nur Touristen, sondern auch Fischer: Diese dürfen seit zwei Jahren wieder Jagd auf die Tiere machen. Die Isländer freut's, aber die internationale Öffentlichkeit reagierte mit Protesten. Andere maritime Kostbarkeiten hingegen finden reißenden Absatz.

Fischaktie mit gutem Fang
Andere Fisch-Produkte von der Insel kommen in Europa aber richtig gut an. Isländische Fischereikonzerne wie Alfesca kaufen sich immer größere Flotten und Marktanteile zusammen. Sie profitieren von den weltweit gestiegenen Lebensmittelpreisen. Alfesca liefert vor allem ins überfischte Europa. Dort betreibt der Konzern mittlerweile elf Produktionsstätten.

Die Isländer sind auch an der Börse erfolgreich. Binnen drei Jahren stieg die Aktie aus dem Eis um 50 Prozent. Der Gewinn vor Steuern verdoppelte sich sogar. Zwar sind Fischereiprodukte nach wie vor das wichtigste Exportgut Islands. Doch in der Verarbeitung gibt es immer weniger Jobs. Allein in den letzten fünf Jahren gingen durch Automatisierung viele Arbeitsplätze verloren. Deshalb suchen sich findige Unternehmer neue Marktnischen.

Ein Stück Japan im hohen Norden
In den Westfjorden Islands gibt es besonders viel Kabeljau und Heilbutt – bestens geeignet für Islands neuesten Exportschlager: Sushi! Arnulfur Petturson und sein Vater verkaufen ein Fünftel ihres Fangs an die nahe Sushifabrik in Isarfjördur. Damit ihr Heilbutt auch besonders frisch ist, fischen sie mit Leinen statt mit Netzen.Isarfjördur ist mit nur 3000 Einwohnern die Sushi-Hauptstadt Islands.

Armeen von Reishäppchen laufen hier jeden Tag vom Band, mit allem, was das Nordmeer hergibt: Heilbutt, Lachs, Dorch und Shrimps. Ivar Pallson guckte sich die Idee vor fünf Jahren in Japan ab. Der Shrimps-Großhändler investierte mit 30 anderen Sushifreunden - ausgerechnet hier, im kargen, menschenleeren Norden. Vom Reis bis zur Meerrettichpaste muss alles aus Japan importiert werden. Nur den Fisch gibt es reichlich und gleich vor der Haustür.

Island im Sushi-Rausch
Die Isländer produzieren jedes Jahr dreieinhalb Millionen Stück Sushi, vor allem für den deutschen Markt. 90 Prozent der Reishäppchen gehen in die Bundesrepublik. Zwar schreibt das Unternehmen noch keine schwarzen Zahlen, für Sushi-Liebhaber Pallson waren die geschaffenen Arbeitsplätze aber immer wichtiger als Geld.

Trotz der hohen Anlaufkosten ist er zufrieden: „Nein, ich bereue nichts. Hier gibt es so viele Menschen, die mit der Arbeit ihr Geld verdienen. Und ich bin froh zu erleben, wie wir hier ein ganz neues Produkt auf dem Markt etablieren.“ In diesem Jahr sollen die Sushi erstmals Gewinne bringen. Eine kleine Erfolgsgeschichte. Islands Fischer bedauern nur eins: Dass auf ein Sushi so wenig Fisch passt.

Sendedaten
3satbörse 22. August 2008 um 21.30 Uhr
Thema der Sendung
Island
Schwerpunkt
Fischfang
Schwerpunkt
Island
Aktie
Alfesca