Freitag 21.00 Uhr
Kalender
Dezember 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
27
28
29
30
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
Navigationselement
Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
Navigationselement
Im Fangquotendschungel
Riesige Fabrikschiffe mit kilometerlangen Fangnetzen haben die Weltmeere weitgehend leergefischt. Die großen Fischarten wie Kabeljau, Lachs und Thunfisch sind auf ein Zehntel ihres Bestandes dezimiert. Fisch wird immer rarer und gleichzeitig immer gefragter. Die Nachfrage übersteigt heute bei Weitem das Angebot des natürlichen Fischfangs. Mit industriellen Fischfarmen wollen die Lebensmittelmultis in Zukunft die Nachfragelücke schließen.

EU-Fischerei-Flotte vor Afrika
100.000 Tonnen Kabeljau landen so jedes Jahr tot im Meer - zur Freude der Möwen. Die EU-Minister setzen weiter auf neue Fangquoten. Ein Rückwurfverbot für Fischer hat Agrarminister Seehofer ins Spiel gebracht. Ein ernstgemeinter Vorschlag! Die EU richtet aber nicht nur in eigenen Gewässern großen Schaden an, sondern auch im armen Afrika. Dort wird den einheimischen Fischern die Lebensgrundlage geraubt von Fabrikschiffen, ausgestattet mit Fangrechten, von der EU afrikanischen Staaten abgekauft.

„Wegen der Größe unserer Netze können unsere Boote meist nur Fische ab einer gewissen Größe fangen. Das ist auf den großen Schiffen anders. Die ziehen alles hoch“, klagt José Manuel Antonio Filipe, ein Fischer in Angola. „Auch die kleinen Fische, zu klein zum Verzehr. Die nehmen doch alles mit. Auch den Fischnachwuchs da draußen, der für den Bestand so wichtig ist."

Piratenfischer geben dem Meer den Rest
Fisch ist an Afrikas Küsten, wie zum Beispiel in Nigeria, die wichtigste Nahrungsquelle. Neben der EU-Fangflotte kreuzen immer mehr chinesische Piratenschiffe vor Afrikas Westküste. Mit ihren viel zu engmaschigen Netzen beuten die Fischer aus China das Meer gnadenlos aus. Ein Großteil des Lebens auf dem Meeresboden wird vernichtet.

Fatou Sene, eine Fischräucherin aus Guinea Bissau, ist empört: „Von der Fischerei hängt unser Leben ab. Wenn die Fangmengen weiter zurückgehen, hat das fatale Folgen. Wir leben ausschließlich von der Fischerei."

An Afrikas Küsten herrscht ein ungleicher Kampf. Die Fischer in Guinea Bissau sind machtlos gegen die Raubzüge der Piratenfischer. Immer öfter kehren sie mit leeren Netzen heim. „Wenn wir nichts gegen die Piraten machen, wird es hier in 5 Jahren keinen einzigen Fisch mehr geben", stellt Oury Diallo von der Küstenwache Guinea Bissaus, fest. Dann sind nicht nur in Europa, Amerika und Asien die Meere weitgehend leergefischt, sondern auch vor Afrikas Küsten.

Sendedaten
3satbörse 30. Mai 2008 um 21.30 Uhr
Thema der Sendung
Fisch
Schwerpunkt
Fischfang