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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Im Fangquotendschungel
Riesige Fabrikschiffe mit kilometerlangen Fangnetzen haben die Weltmeere weitgehend leergefischt. Die großen Fischarten wie Kabeljau, Lachs und Thunfisch sind auf ein Zehntel ihres Bestandes dezimiert. Fisch wird immer rarer und gleichzeitig immer gefragter. Die Nachfrage übersteigt heute bei Weitem das Angebot des natürlichen Fischfangs. Mit industriellen Fischfarmen wollen die Lebensmittelmultis in Zukunft die Nachfragelücke schließen.

EU-Fischerei-Flotte vor Afrika
100.000 Tonnen Kabeljau landen so jedes Jahr tot im Meer - zur Freude der Möwen. Die EU-Minister setzen weiter auf neue Fangquoten. Ein Rückwurfverbot für Fischer hat Agrarminister Seehofer ins Spiel gebracht. Ein ernstgemeinter Vorschlag! Die EU richtet aber nicht nur in eigenen Gewässern großen Schaden an, sondern auch im armen Afrika. Dort wird den einheimischen Fischern die Lebensgrundlage geraubt von Fabrikschiffen, ausgestattet mit Fangrechten, von der EU afrikanischen Staaten abgekauft.

„Wegen der Größe unserer Netze können unsere Boote meist nur Fische ab einer gewissen Größe fangen. Das ist auf den großen Schiffen anders. Die ziehen alles hoch“, klagt José Manuel Antonio Filipe, ein Fischer in Angola. „Auch die kleinen Fische, zu klein zum Verzehr. Die nehmen doch alles mit. Auch den Fischnachwuchs da draußen, der für den Bestand so wichtig ist."

Piratenfischer geben dem Meer den Rest
Fisch ist an Afrikas Küsten, wie zum Beispiel in Nigeria, die wichtigste Nahrungsquelle. Neben der EU-Fangflotte kreuzen immer mehr chinesische Piratenschiffe vor Afrikas Westküste. Mit ihren viel zu engmaschigen Netzen beuten die Fischer aus China das Meer gnadenlos aus. Ein Großteil des Lebens auf dem Meeresboden wird vernichtet.

Fatou Sene, eine Fischräucherin aus Guinea Bissau, ist empört: „Von der Fischerei hängt unser Leben ab. Wenn die Fangmengen weiter zurückgehen, hat das fatale Folgen. Wir leben ausschließlich von der Fischerei."

An Afrikas Küsten herrscht ein ungleicher Kampf. Die Fischer in Guinea Bissau sind machtlos gegen die Raubzüge der Piratenfischer. Immer öfter kehren sie mit leeren Netzen heim. „Wenn wir nichts gegen die Piraten machen, wird es hier in 5 Jahren keinen einzigen Fisch mehr geben", stellt Oury Diallo von der Küstenwache Guinea Bissaus, fest. Dann sind nicht nur in Europa, Amerika und Asien die Meere weitgehend leergefischt, sondern auch vor Afrikas Küsten.

Sendedaten
3satbörse 30. Mai 2008 um 21.30 Uhr
Thema der Sendung
Fisch
Schwerpunkt
Fischfang