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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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PharmaMar
Nicht nur auf der Suche nach neuen Energie– und Trinkwasserquellen liegt die Zukunft unter der Meeresoberfläche. Auch Pharmaforscher entdecken den Reichtum der Meere. Denn um sich vor Feinden zu schützen, verfügen Korallen, Schwämme und Schnecken über raffinierte Gifte, die auch dem Menschen nützen können.
Medizin aus dem Meer
So hat die unscheinbare Kegelschnecke eine sichere Strategie entwickelt, um ihre viel flinkere Beute zu erlegen. Im Labor lüften Forscher ihr Jagd-Geheimnis: Nervengift. Die Meeresschnecke produziert einen wahren Cocktail davon. Und jeder einzelne Wirkstoff darin könnte der Schlüssel zu neuen Medikamenten sein - zum Beispiel gegen Epilepsie oder Rheuma. Dafür versuchen Mediziner die Wirkungsweise des Kegelschnecken-Gifts zu entschlüsseln und zu kopieren. Wenn der Meereswinzling bei der Jagd zuschlägt, vergiftet er sein Opfer nicht. Er lähmt es lediglich indem er die Reizweiterleitung an das Gehirn der Beute unterbindet.

Die US-Pharmafirma Elan nutzt dieses Wissen bereits für ihr Schmerz-mittel Prialt. Prialt ahmt die Wirkung des Kegelschnecken-Gifts nach und ist für Mediziner eine der stärksten Waffen, wenn Schmerzen für Patienten unerträglich werden. Denn Prialt ist 1000 mal wirksamer als Morphium, ohne süchtig zu machen.

Tausende maritime Wirkstoffe
Das Meer als Apotheke der Zukunft ist vielversprechend. Denn obwohl Ozeane die Erde zu 70% bedecken, sind ihre Bewohner so unerforscht wie ihre Überlebensstrategien. Und was gegen Fressfeinde und Algenbewuchs wirkt, könnte auch entartete Zellen oder Viren beim Menschen besiegen, hoffen Meereswissenschaftler.


Meerscheiden gegen Krebs
Yondelis wird aus Meerscheiden gewonnen. Kleine Tierchen, die vor der Küste Ibizas wie Perlen auf der Schnur in großen Aquakulturen gezüchtet werden. Meerscheiden entwickeln gegen ihre Fressfeinde einen Wirkstoff, der beim Menschen Krebszellen absterben lässt. Der Weg vom Riff in die Apothekenschublade ist jedoch lang und kostspielig.

Die Aktie der PharmaMar-Konzernmutter Zeltia spiegelt das Wohl und Weh in der Entwicklung entsprechend wieder. Yondelis ist nicht das einzige Medikament in der Pipeline von PharmaMar. Die Spanier haben sich über 200 weitere maritime Wirkstoffe patentieren lassen.


Sendedaten
3satbörse am 15. Juni 2007 um 21.30 Uhr
Schwerpunkt
Unterwasser-Wirtschaft
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Aktie
Zeltia S.A.
ISIN ES0184940817
WKN 868849