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© ap Lupe
Idi Amin ist bei uns bis heute der Inbegriff des blutrünstigen afrikanischen Diktators. Während seiner achtjährigen Herrschaft hatte er Hunderttausende Menschen in Uganda umbringen lassen. Am 11. April 1979 wurde er gestürzt.
Die grausamsten Diktaturen in Afrika
Korruption, Menschenverachtung, Terror
Die Begriffe Demokratie und Frieden treten nur selten in Verbindung mit Afrika auf. Das mag daran liegen, dass fast jedes Land auf dem schwarzen Kontinent unter machtgierigen, korrupten Herrschern zu leiden hat.
Doch wer sind diese grausamen Diktatoren, die ihr Land in den Ruin treiben? Menschen, die mit Gewalt an die Macht kamen, mit Terror ihr Land regieren und sich nicht stoppen lassen.

Robert Mugabe – Simbabwe
© dpa Lupe
Das mittlerweile älteste Staatsoberhaupt der Welt treibt sein Land nun schon seit 1980 in den Ruin. Hunger, Armut und Gewalt stehen ganz oben auf der Tagesordnung. Wer seine Stimme erhebt, muss mit dem Gefängnis, Folter, auch dem Tod rechnen. Vom einstigen Helden, der gegen die britische Kolonialherrschaft kämpfte, bleibt ein Mann zurück, der sich mit Terror, Unterdrückung und Korruption an die Macht klammert.

König Mswati III. – Swasiland
© reuters Lupe
1986 wurde Mswati III. mit 18 Jahren zum König von Swasiland gekrönt. Damit ist er der letzte absolutistische Monarch Afrikas. Parteien sind in Swasiland verboten, es herrscht strikte Monarchie. Die Bewohner verdienen weniger als einen Dollar pro Tag, die HIV-Rate gehört zu den höchsten der Welt, doch der König lebt in Saus und Braus. Er hat 15 Frauen geehelicht, und sein Privatvermögen wird auf über 80 Mio. Euro geschätzt, das meiste wohl aus der Staatskasse.

Teodoro Obiang Nguema Mbasogo –
Äquatorial-Guinea
© reuters Lupe
Nachdem er seinen Onkel, den ersten grausamen Präsidenten von Äquatorial-Guinea, gestürzt und hingerichtet hatte, wurde Teodoro Obiang 1979 zum Nachfolger gewählt. Unter seiner Führung werden Oppositionsverteidiger gefoltert und misshandelt. Auch wird die ethnische Minderheit Bubi stark verfolgt. Der Präsident gab selbst 1997 zu, dass in seinem Land die Menschenrechte systematisch verletzt und ignoriert werden. Sein Sohn und geplanter Nachfolger Teodoro Obiang Nguema Mangue lebt derweil in 280 Millionen Euro Yachten oder in seiner Villa in Malibu. Alles möglich durch Epressung, Unterschlagung und Geldwäsche.

Omar al-Baschir – Sudan
© reuters Lupe
Omar al-Baschir wurde 1993 zum Staatspräsidenten gewählt. Nach der Auflösung des Parlaments stand seiner Herrschaft nichts mehr im Wege. Er beherbergte in seiner Amtszeit unter anderem Osama bin Laden im Sudan, führte einen blutigen Krieg in Darfur und wird seit 2008 vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen gesucht.

Yahya Jammeh – Gambia
© ap Lupe
Auch dieser Herrscher gelangte durch einen Putsch an die Macht. 1994 wurde der mittlerweile 50-Jährige zum Präsidenten gewählt. Seine Regierung zeichnet sich vor allem durch einen unglaublich starken Homosexuellenhass, Korruption und einen exzessiven Lebensstil aus. Nach eigenen Aussagen könne er Aids nur durch Handauflegen heilen, Hellsehen und den Todeszeitpunkt anderer in den Augen vorhersagen. Auch ist er der festen Überzeugung, Gambia würde sich bis Ende 2015 zur einzigen Welt-Supermacht entwickeln.

Isayas Afewerki – Eritrea
© reuters Lupe
Die Eritreer flüchten - nicht vor Krieg, sondern vor der Regierung. Der Ein-Mann-Staat verbietet vehement Meinungs-, Reise- und Religionsfreiheit, die NGO "Reporter ohne Grenzen" stufte Eritreas Präsidenten Afewerki als den größten Feind der Pressefreiheit ein. Der Wehrdienst ist verpflichtend und kann lebenslang sein. Willkürliche Festnahmen und Folter sind alles andere als selten. Freie Wahlen sind Fremdwörter, in einer Diktatur, die die Politik der gezielten Todesschüsse bei Fluchtversuchen aus dem Land unterstützt.

Sendungstipp
© reutersAfrika - Wege aus der Armutsfalle
Halbierung der extremen Armut und des Hungers lautete das wohl wichtigste Milleniumsziel, das die Vereinten Nationen im Jahr 2000 verabschiedeten. Doch viele Länder Afrikas haben es verfehlt. (makro: Freitag, 25.09.2015, 21 Uhr)
Schwerpunkt
Afrika
Gold in Südafrika, unfairer Welthandel, Rückzugsraum für Despoten wie Mugabe in Simbabwe. Der letzte verkannte Binnenmarkt, Aufbruch, Tourismus und Armut: Afrika steckt voller Gegensätze.