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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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© ap Lupe
Nichts geht mehr - Die griechischen Banken bleiben eine Woche lang geschlossen.
Jetzt wird es ernst
Griechenlands Krise spitzt sich zu
Am heutigen Montag bleiben die Banken in ganz Griechenland geschlossen. Bürger können an den Geldautomaten maximal noch 60 Euro pro Karte abheben. Sofern es überhaupt noch Bargeld an den Automaten gibt.
Am Morgen bildeten sich lange Schlangen vor den Geldinstituten. Rentner hofften an ihre Pensionen zu kommen, die am Montag ausbezahlt werden sollten. Die Banken sollen noch die ganze Woche geschlossen bleiben. Der Handel an der Athener Börse ist ebenfalls ausgesetzt. Die griechische Regierung hat zudem Kapitalverkehrskontrollen eingeführt. Das soll den massiven Abzug von Kapital ins Ausland stoppen.

Schuldengespräche gescheitert
Die Schuldengespräche der Euro-Gruppe mit Griechenland waren am Wochenende gescheitert, nachdem der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras in einer Fernsehansprache eine Volksabstimmung angekündigt hatte. Am 5. Juli sollen die Griechen nun selbst darüber entscheiden, ob die das Reformpaket der Gläubiger annehmen wollen oder nicht. Die Euro-Gruppe zog daraufhin die in Aussicht gestellte Verlängerung des Hilfsprogramms bis November zurück.

IWF-Chefin Lagarde und der griechische Finanzminister Varoufakis © dpa Lupe
Immer wieder forderte IWF Chefin Lagarde von Griechenland konkrete Reform-Ideen. Nun ist ihre Geduld am Ende.
Damit läuft am 30. Juni das zweite EU-Hilfsprogramm definitiv aus. Die noch ausstehenden Hilfen können dann erst einmal nicht ausbezahlt werden. Gleichzeitig müssen die Griechen 1,6 Mrd. Euro an den Internationalen Währungsfonds IWF zurückzahlen. Dass die Regierung das Geld noch auftreiben kann, gilt als unwahrscheinlich. IWF-Chefin Christine Lagarde hat bereits angekündigt, keinen weiteren Aufschub zu gewähren. Griechenland gerät damit in Zahlungsverzug. Der IWF wird zunächst ein abgestuftes Verfahren aus Mahnungen, offizieller Beschwerde und Sanktionen einleiten.

Das bedeutet aber nicht automatisch die Staatspleite. Per Definition ist ein Land dann pleite, wenn es Zinsen oder Tilgungen von Krediten nicht mehr bedienen will oder kann. Formal gilt ein Staat aber erst dann als zahlungsunfähig, wenn dies das betroffene Land selbst erklärt oder wenn die großen Ratingagenturen dies feststellen.

Pleite oder nicht?
Früher oder später wird den griechischen Banken jedoch das Geld ausgehen. Zwar hat die Europäische Zentralbank angekündigt, weitere Notkredite auszuzahlen, aber nur bis zu einer Summe von maximal 90 Mrd. Euro. Wie viel davon bereits ausgezahlt wurde, veröffentlicht die EZB nicht. Der Kreditrahmen dürfte aber weitgehend ausgeschöpft sein. Dann bleibt der griechischen Regierung nur die Einführung einer Parallelwährung. Übergangsweise könnten auch Schuldscheine ausgegeben werden, um den Handel weiter aufrecht zu erhalten. Auch Löhne und Gehälter könnten mit diesen Schuldscheinen bezahlt werden. Damit wäre Griechenland faktisch aus dem Euro ausgetreten.

Die Verantwortung für die Zukunft des Landes liegt jetzt bei der griechischen Bevölkerung. Sollte eine Mehrheit der Bürger für das Reformpaket stimmen, könnten die Verhandlungen mit der Euro-Gruppe wieder aufgenommen werden. Das haben bereits zahlreiche Mitglieder bekräftigt. Fragt sich nur mit wem die EU dann verhandelt. Schließlich lehnt die griechische Regierung um Alexis Tsipras das Reformpaket entschieden ab.

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© dpaheute.de berichtet über die aktuellen Entwicklungen in Griechenland.
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© ReutersSisyphusarbeit in Griechenland
Die Zeit drängt im Schuldenstreit mit Griechenland: Am 30. Juni muss Athen 1,6 Milliarden Euro an den IWF zurückzahlen.
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