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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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Was Brasilien bleibt, sind moderne Arenen, die kaum noch genutzt werden. © ap
Was Brasilien bleibt, sind moderne Arenen, die kaum noch genutzt werden.
Ein Jahr danach
Brasilien nach der WM: Leere Stadien, treue Fans
Ein Jahr nach der Fußball-WM in Brasilien werden die teuren Fußballstadien kaum genutzt. Dafür hat sich das Image der Deutschen durch den Sieg der Nationalelf deutlich gebessert. ZDF-Korrespondent Andreas Wunn zieht ein Résumé.
Sie waren Brasiliens Stolz während der Fußball-WM. 12 Stadien, im ganzen Land verteilt, sogar in der Amazonasmetropole Manaus fanden WM-Spiele statt. Doch schon vor dem WM-Anpfiff warnten Kritiker, dass manche der WM-Arenen nach der WM zu sogenannten "Weißen Elefanten" werden würden.

Verlassene WM-Stadien
Und genauso kam es: das WM-Stadion in Manaus, dessen Fußballmannschaft in der dritten Liga spielt, ist nicht ausgelastet. Spiele finden vor ein paar Tausend Zuschauern statt, nur eine Handvoll Großevents gab es bisher.
Ähnlich sieht es in Brasília aus. In Cuiaba droht das Stadion gar zu verwahrlosen. Müll, kaputte Parkplätze, Obdachlose verbringen ihre Nächte im Stadionbereich. Fast ein Jahr nach der Fußball-WM ist das Stadion nicht nur nicht ausgelastet, sondern in einem katastrophalen Zustand. Andere Stadien behelfen sich mit kreativen Nutzungsideen: auch Massenhochzeiten und Abiturfeiern haben schon in ehemaligen WM-Stadien stattgefunden.

Hier schlief der Weltmeister
© dpa Lupe
Mit seinen prominenten Gästen aus Deutschland wirbt das Luxusresort in Santo André im brasilianischen Bundesstaat Bahia.
In Campo Bahia entstand der unbezwingbare Teamgeist der deutschen Nationalelf. Während der Fußball-WM war der spätere Weltmeister im naturnahen Sportresort untergebracht. Heute ist das Campo Bahia ein Luxushotel. Im Ort selbst erinnert man sich noch gerne an die Gäste aus Deutschland. Anfängliche Kritik war schon während der WM in Begeisterung umgeschlagen - auch weil die deutsche Mannschaft offen auf die Anwohner zugegangen ist. Heute wirbt der Ort damit, dass hier der Weltmeister gewohnt hat, das Campo Bahia ist fester Bestandteil der Touristentouren. Und viele Anwohner erinnern sich an persönliche Begegnungen mit den deutschen Spielern.

Deutsche sind beliebter
Als Deutscher stieß man vor der WM in Brasilien immer auf die gleichen Reaktionen. Hitler, Volkswagen, Bier - die typischen deutschen Klischees, das war es, was einem Brasilianer als erstes einfiel, wenn er einen Deutschen traf. Das ist seit dem dramatischen 7:1 gegen Brasilien im WM-Halbfinale anders. Als erstes geht es jetzt um das Jahrhundertspiel, dass die brasilianische Fußballerseele tief verletzte. Trotz des Schmerzes, sprechen die allermeisten Brasilianer mit großem Respekt vom deutschen Team. Sie glauben, dass Deutschland verdient gewonnen hat und sich fair verhalten hat.

Brasilien
Korruption und Rezession
Seit 2003 regiert die Arbeiterpartei das Land. Anfangs noch als frische politische Kraft gefeiert, hat sie sich längst an den Fleischtöpfen der Macht festgekrallt. Nirgends ist das so offensichtlich wie beim staatlichen Ölkonzern Petrobras.
Interview
© boellVideoGrößenwahn Großereignis
Dawid Bartelt,Leiter des Brasilien-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Rio, ist der Meinung, dass ein Großprojekt, wie die WM in Brasilien für die Volkswirtschaft fast nichts bringt. Im Gegenteil.
Fußballstadien
Teure Prestigeprojekte
Die Fußball-Weltmeisterschaft werde die Infrastruktur des Landes modernisieren, beteuerte die Regierung, Arbeitsplätze schaffen und nachhaltiges Wachstum generieren. Von wegen - alles Propaganda!
Info
LupeAndreas Wunn ist seit 2011 Leiter des ZDF-Studios in Rio de Janeiro. Dieses Auslandsstudio ist zuständig für die Berichterstattung aus Brasilien, Argentinien, Chile, Uruguay und Paraguay, Kolumbien, Venezuela, Bolivien, Peru, Ecuador, Französisch-Guyana, Guyana und Surinam. Mit Reportagen, Hintergrundberichten und Analysen zu allen Themen dieser Region liefert das Studio Beiträge für das ZDF.