Freitag 21.00 Uhr
Kalender
Oktober 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
25
26
27
28
29
30
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
1213
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
01
02
03
04
05
Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
Navigationselement
Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
Navigationselement
Was Brasilien bleibt, sind moderne Arenen, die kaum noch genutzt werden. © ap
Was Brasilien bleibt, sind moderne Arenen, die kaum noch genutzt werden.
Ein Jahr danach
Brasilien nach der WM: Leere Stadien, treue Fans
Ein Jahr nach der Fußball-WM in Brasilien werden die teuren Fußballstadien kaum genutzt. Dafür hat sich das Image der Deutschen durch den Sieg der Nationalelf deutlich gebessert. ZDF-Korrespondent Andreas Wunn zieht ein Résumé.
Sie waren Brasiliens Stolz während der Fußball-WM. 12 Stadien, im ganzen Land verteilt, sogar in der Amazonasmetropole Manaus fanden WM-Spiele statt. Doch schon vor dem WM-Anpfiff warnten Kritiker, dass manche der WM-Arenen nach der WM zu sogenannten "Weißen Elefanten" werden würden.

Verlassene WM-Stadien
Und genauso kam es: das WM-Stadion in Manaus, dessen Fußballmannschaft in der dritten Liga spielt, ist nicht ausgelastet. Spiele finden vor ein paar Tausend Zuschauern statt, nur eine Handvoll Großevents gab es bisher.
Ähnlich sieht es in Brasília aus. In Cuiaba droht das Stadion gar zu verwahrlosen. Müll, kaputte Parkplätze, Obdachlose verbringen ihre Nächte im Stadionbereich. Fast ein Jahr nach der Fußball-WM ist das Stadion nicht nur nicht ausgelastet, sondern in einem katastrophalen Zustand. Andere Stadien behelfen sich mit kreativen Nutzungsideen: auch Massenhochzeiten und Abiturfeiern haben schon in ehemaligen WM-Stadien stattgefunden.

Hier schlief der Weltmeister
© dpa Lupe
Mit seinen prominenten Gästen aus Deutschland wirbt das Luxusresort in Santo André im brasilianischen Bundesstaat Bahia.
In Campo Bahia entstand der unbezwingbare Teamgeist der deutschen Nationalelf. Während der Fußball-WM war der spätere Weltmeister im naturnahen Sportresort untergebracht. Heute ist das Campo Bahia ein Luxushotel. Im Ort selbst erinnert man sich noch gerne an die Gäste aus Deutschland. Anfängliche Kritik war schon während der WM in Begeisterung umgeschlagen - auch weil die deutsche Mannschaft offen auf die Anwohner zugegangen ist. Heute wirbt der Ort damit, dass hier der Weltmeister gewohnt hat, das Campo Bahia ist fester Bestandteil der Touristentouren. Und viele Anwohner erinnern sich an persönliche Begegnungen mit den deutschen Spielern.

Deutsche sind beliebter
Als Deutscher stieß man vor der WM in Brasilien immer auf die gleichen Reaktionen. Hitler, Volkswagen, Bier - die typischen deutschen Klischees, das war es, was einem Brasilianer als erstes einfiel, wenn er einen Deutschen traf. Das ist seit dem dramatischen 7:1 gegen Brasilien im WM-Halbfinale anders. Als erstes geht es jetzt um das Jahrhundertspiel, dass die brasilianische Fußballerseele tief verletzte. Trotz des Schmerzes, sprechen die allermeisten Brasilianer mit großem Respekt vom deutschen Team. Sie glauben, dass Deutschland verdient gewonnen hat und sich fair verhalten hat.

Brasilien
Korruption und Rezession
Seit 2003 regiert die Arbeiterpartei das Land. Anfangs noch als frische politische Kraft gefeiert, hat sie sich längst an den Fleischtöpfen der Macht festgekrallt. Nirgends ist das so offensichtlich wie beim staatlichen Ölkonzern Petrobras.
Interview
© boellVideoGrößenwahn Großereignis
Dawid Bartelt,Leiter des Brasilien-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Rio, ist der Meinung, dass ein Großprojekt, wie die WM in Brasilien für die Volkswirtschaft fast nichts bringt. Im Gegenteil.
Fußballstadien
Teure Prestigeprojekte
Die Fußball-Weltmeisterschaft werde die Infrastruktur des Landes modernisieren, beteuerte die Regierung, Arbeitsplätze schaffen und nachhaltiges Wachstum generieren. Von wegen - alles Propaganda!
Info
LupeAndreas Wunn ist seit 2011 Leiter des ZDF-Studios in Rio de Janeiro. Dieses Auslandsstudio ist zuständig für die Berichterstattung aus Brasilien, Argentinien, Chile, Uruguay und Paraguay, Kolumbien, Venezuela, Bolivien, Peru, Ecuador, Französisch-Guyana, Guyana und Surinam. Mit Reportagen, Hintergrundberichten und Analysen zu allen Themen dieser Region liefert das Studio Beiträge für das ZDF.