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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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Dokumentation ansehen © dpa Video
Nach dem Tod Abdullahs bleibt die Macht über Saudi-Arabien in der Familie. Der neue König Salman ist ein Halbbruder Abdullahs, der 79-Jährige war zuletzt Verteidigungsminister.
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Saudi-Arabien - Nichts als Öl?
Teil 1 - Neuer König - alte Sitten
Das Öl hat Saudi-Arabien reich gemacht. Und träge. Begehrt sind daher Jobs beim Staat, dem größten Arbeitgeber. König Salman setzt das Erbe seines Vorgängers Abdullah fort, der seinen Untertanen Risikofreude beibringen wollte. In der Wüste.
Abdullah ibn Abdal Aziz Al Saud, absolutistischer König, Hüter der heiligsten islamischen Städte Mekka und Medina und sagenumwoben reich, hat ein Problem. Saudi Arabien hat nichts außer Öl. Doch was passiert, wenn das Öl zur Neige geht? Wird das Land dann wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden?

Das Öl hat Saudi-Arabien reich gemacht. In der Hauptstadt Riyadh kann man das allerorten bestaunen. Von außen betrachtet sieht es so aus, als würde es in diesem reichen Entwicklungsland immer nur bergauf gehen. Das Öl hat die Saudis jedoch auch bequem gemacht. Körperliche Arbeit wird, nicht selten unter miserablen Bedingungen, von etwa sechs Millionen legalen und ein bis zwei Mio. illegalen Ausländern erledigt.

Hohe Jugendarbeitslosigkeit
Derweil viele der 21 Mio. Einheimischen ihre Zeit in den unzähligen Einkaufszentren totschlagen, eine Art Nationalsport. Den allerdings kann sich eine wachsende Zahl Saudis nicht mehr leisten. Die Behörden veröffentlichen kaum offizielle Daten darüber, aber Experten schätzen, dass zwischen zwei und vier Mio. Menschen von weniger als 17 Dollar am Tag leben müssen, was in dem Königreich der Armutsgrenze entspricht.

Wie Armut hier wirklich aussieht, können wir nur ahnen, dass wir sie filmen ist nicht erwünscht. 2011 räumte das Land erstmals eine Jugendarbeitslosigkeit von 30% ein. Das ist dramatisch, denn etwa die Hälfte der Saudis ist jünger als 25 Jahre.

Retortenstädte in der Wüste
© ZDF und Michael Khano - Kobalt Productions Lupe
Modell der "King Abdullah Economic City"
Tatsächlich hat der riesige Wüstenstaat die Diversifizierung seiner Wirtschaft sträflich vernachlässigt. Das ist der Regierung mehr als bewusst. Doch was wird sie dagegen unternehmen? Ein Besuch in der "King Abdullah Economic City" in der Nähe von Dschidda. Der König investiert Milliarden dafür, funkelnagelneue Städte aus der Wüste zu stampfen. Zwei Mio. Menschen sollen hier irgendwann mal leben. Bislang sind es etwa 300 Familien - nach fünf sechs Jahren Bauzeit.

Noch gleicht das Projekt eher eine merkwürdig unvollendeten Geisterstadt - auf knapp 170 Quadratkilometer Bauland. Die fertiggestellten Häuser in Strandlage am Roten Meer seien verkauft, heißt es, und für alle geplanten Wohn- und Geschäftseinheiten seien Reservierungen vorhanden.

Nur - was für Unternehmen sollen sich hier eigentlich ansiedeln? Und wer soll sie gründen? Saudi Arabiens Privatsektor gilt als vernachlässigt. Junge Saudis als schlecht ausgebildet und risikoscheu.

Sendedaten
Freitag, 14. August 2015, 13.25 Uhr

Wiederholung Samstag, 7.00 und 9.45 Uhr

Ein Film von Katrin Sandmann
Saudi-Arabien für Anfänger
© reutersMan fährt nicht mal einfach so nach Saudi-Arabien. Wer in das Königreich möchte, braucht viel Zeit, Geduld und als Frau unbedingt eine Abaya. Filmautorin Katrin Sandmann hat das am eigenen Leib erfahren.
Vereinigte Arabische Emirate
Zukunft am Golf
Dubai hat den Glanz, Abu Dhabi die Macht und das Geld. Auf diesen knappen Nenner lässt sich das Verhältnis der beiden bedeutendsten Emirate am Golf zusammenfassen. Es geht um Prestige, Touristen, Passagiere und Profit. (06.12.2013)
Wirtschaftsdokumentationen
© reutersWeitere Wirtschaftsdokumentationen der Redaktion makro finden Sie hier.
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