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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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© dpa Lupe
Gold: Stabilität und Unabhängigkeit "in unsicheren Zeiten"
Der Schwur auf Gold
Volksabstimmung in der Schweiz
Ein Volksbegehren will die Schweizer Nationalbank verpflichten, mindestens 20 Prozent ihrer Devisenreserven in Gold zu halten. Die Schweiz müsste dann ihre Goldvorräte verdreifachen. Dies hätte gravierende Folgen.
Die Schweiz hat die größten Goldreserven pro Kopf (130 kg auf 1000 Einwohner; Deutschland hat nur 41 kg auf 1000 Einwohner). Aber das reicht den Schweizern nicht. Nun wird abgestimmt, ob der Goldanteil der Nationalbank erhöht werden soll. Und das ist noch nicht alles.

Die Initiative "Rettet unser Schweizer Gold - Volksvermögen schützen" fordert ein Verkaufsverbot für die Goldreserven der Schweizerischen Nationalbank, die Lagerung des Goldes in der Schweiz und einen Goldanteil der Währungsreserven von mindestens 20 Prozent. Derzeit sind es nur acht Prozent.
Bei einer repräsentativen Umfrage des Instituts Gfs.Bern Ende Oktober wollten 44 Prozent der Wähler der Initiative "Rettet unser Schweizer Gold" zustimmen, 39 Prozent würde sie ablehnen. Mit 17 Prozent war der Anteil der Unentschlossenen aber hoch.

Ergebnis kann Währungsgefüge ins Wanken bringen
Stimmt die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung am 30. mit ja, könnte dies allerdings sehr viel Unruhe in die Finanzmärkte bringen. Denn dann müsste die Schweizer Nationalbank ihren Bestand fast verdreifachen. Nach Meinung von Experten würde das den Weltmarktpreis des Edelmetalls explodieren lassen. Denn dann wäre die Schweizer Nationalbank gezwungen, in den nächsten fünf Jahren rund 1800 Tonnen Gold aufzukaufen. Diese Menge entspricht 67 Prozent der jährlichen globalen Goldförderung.

Die Initiatoren um den Politiker Lukas Reimann von der national-konservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) behaupten "Hohe Goldreserven seien immer noch das Fundament jeder stabilen Währung". Zugleich schüren Goldfreunde Ängste: "Die USA und die EU sind drauf und dran, Dollar und Euro in den Boden zu wirtschaften." Das bedrohe auch die Schweiz. "Je größer die Risiken, desto wichtiger ein ausreichender Gold-Notvorrat."

© reuters Lupe
SNB-Chef Thomas Jordan zur Initiative: "Sie ist gut gemeint, aber sie basiert auf einem grundlegenden Denkfehler." Die Nationalbank würde durch eine derartige Gold-Fixierung nicht mehr flexibel genug auf eine neue Finanzkrise reagieren können.

Auch wenn die Abstimmung erst Ende der Woche stattfindet und der Ausgang unklar ist, die Finanzmärkte haben schon reagiert. So steht der Franken erneut unter starkem Aufwertungsdruck. Der Euro sank auf die von der SNB als Untergrenze verkündete Marke von 1,20. Hält die hohe Nachfrage nach Franken an, muss die Notenbank erneut Milliarden für Euro-Käufe aufwenden, um eine Verteuerung der Landeswährung zu verhindern.

Schweiz
Die Schweiz stimmt ab!
Die Schweiz stimmt wieder ab: Am 30. November 2014 stehen erneut drei Volksentscheide an, die enorm polarisieren. Keine der Initiativen hat in den Umfragen eine Mehrheit. Wir stellen sie vor:
Sendung zum Thema
Mythos Gold
Kein Metall übt auf uns Menschen so große Anziehungskraft aus wie Gold. Es steht für Sicherheit und Stabilität, gilt als Krisenwährung und Rettungsanker. Und um kein Metall gibt es so viele Spekulationen und Verschwörungstheorien.
Info
VideoInterview mit Bernhard Klinzing
Im Mai diesen Jahres sagte Bernhard Klinzing, Chefredakteur des Frankfurter Börsenbriefes, im makro-Interview Gold noch eine goldene Zukunft voraus.
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