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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin © reuters
Einst einige Handelspartner, nun eher auf Abstand: Angela Merkel und Wladimir Putin
Risiken und Nebenwirkungen
Sanktionen treffen auch deutsche Wirtschaft
Deutschland braucht russisches Öl und Gas, Russland kauft deutsche Maschinen. Bisher profitieren beide Seiten vom Handel. Doch die beschlossenen Wirtschaftssanktionen haben gravierende Folgen.
Deutschland ist besonders stark von einer Abkühlung der russischen Konjunktur betroffen. Immerhin ist Russland für die Bundesrepublik der zweitwichtigste Handelspartner in Osteuropa nach Polen.

Seit Jahresbeginn sind die deutschen Exporte nach Russland in Erwartung von Sanktionen bereits um 14% gesunken. Auf das Gesamtjahr rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) derzeit mit einem Minus von mindestens 10%. "Es könnte aber auch mehr werden", sagte der Referatsleiter Ost- und Südosteuropa beim DIHK, Tobias Baumann.

Lupe
Die deutschen Autobauer spüren bereits, dass sich die Konjunktur in Russland abschwächt. Im Mai war der russische Automarkt um 12% eingebrochen, im Juni sogar um 17%.
Der Maschinenbausektor leidet am meisten. Sein Anteil an deutschen Exporten nach Russland beträgt 24%. Zweitgrößter Posten sind Kfz-Industrie und Kfz-Zulieferer mit rund 20%, danach kommen Chemie mit 16% sowie Elektronik und Elektrotechnik mit 11%. Besonders hart trifft es die Werkzeugmaschinenbauer, denn deren Produkte fallen häufig in die Kategorie Dual-Use-Güter: Sie können sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden.

Exporte bereits gesunken
Bereits im Vorfeld der nun beschlossenen Sanktionen spürten in Deutschland mittelständische Betriebe der Schlüsselindustrie die Auswirkungen. "Die Russen würden uns die Maschinen ja gern abnehmen, aber es ist nicht sicher, ob sie zum Zeitpunkt der Fertigstellung überhaupt noch nach Russland ausgeführt werden können", sagte der Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Reinhold Festge. Die Politik in Moskau sage längst: "Gebt den Deutschen nicht mehr so viele Aufträge, gebt sie woanders hin."

Laut DIHK-Schätzungen drückt der Ukraine-Russland-Konflikt das Wachstum aller deutschen Exporte von 4,5% auf 4% - Tendenz weiter fallend. "Ein um einen halben Prozentpunkt verringertes Exportwachstum entspricht einem Warenwert von 5,5 Milliarden Euro", sagt DIHK-Referatsleiter Tobias Baumann. "Dass Wirtschaftssanktionen im Endeffekt der deutschen Wirtschaft schaden, wissen wir und damit müssen wir kalkulieren. Aber noch würde ich die Sanktionen nicht als Bumerang bezeichnen."

Wirtschaftssanktionen
EU macht ernst
Die EU hat erstmals weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen Russland beschlossen. Betroffen davon sind nun nicht mehr einzelne Personen, sondern ganze Branchen wie die Rüstungsindustrie.
Europa: Wirtschaftssanktionen
© colourbox.deAngst vor Stufe 3
Wegen der Destabilisierung der Ukraine steht die Drohung harter Wirtschaftssanktionen gegen Russland im Raum. Niemand will sie wirklich. Schon gar nicht die Konzernchefs. Die wollen am liebsten ungestört Geschäfte machen.
Info
LupeDie wichtigsten Export- und Importgüter
Info
LupeBilateraler Handel Russland-Deutschland
Schwerpunkt
Russland