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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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© colourbox.de Lupe
Ob Russland jetzt am Rädchen dreht, wenn der Geldhahn zu ist?
Geldhahn statt Gashahn
Kein Kapital mehr für Moskau
Die USA und die EU drehen Russlands staatlich kontrollierten Firmen und Banken den Geldhahn ab. Putin droht mit Vergeltung, doch den Gashahn kann er so schnell nicht zudrehen.
Die am Dienstag von der EU verhängten Wirtschaftssanktionen treffen Russland dort, wo es besonders wehtut: bei den Finanzen. Die staatlichen russischen Banken sollen von den internationalen Kapitalmärkten ausgeschlossen werden.

Gerade Sberbank, VTB und Gazprombank sind auf ausländische Kredite besonders angewiesen. Ohne diese dürften sie früher oder später in große Schwierigkeiten geraten. Der Putin-kritische ehemalige russische Ministerpräsident Michail Kasjanow geht mit seiner Prognose noch einen Schritt weiter: "Wenn es Sanktionen gegen den gesamten russischen Finanzsektor gäbe, würde unsere Wirtschaft in sechs Wochen zusammenbrechen".

Der Rubel rollt rückwärts
Der internationale Kapitalmarkt hat Russland bereits das Vertrauen entzogen. Zum zweiten Mal in Folge musste die russische Notenbank heute den Verkauf von Staatsanleihen kurzfristig absagen. Offiziell aufgrund der "ungünstigen Marktbedingungen".

© colourbox Lupe
Russlands Banken droht aufgrund neuer Sanktionen das Kapital auszugehen
Im Klartext heißt das: Internationale Investoren wollen Moskau kaum noch Geld leihen. Obwohl die Renditen russischer Staatsanleihen in die Höhe geschossen sind. 9,4% Zinsen muss Russland mittlerweile für Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit berappen. Russland jedoch braucht frisches Kapital, um seinen Staatshaushalt zu finanzieren.

Doch statt ins Land, fließt Kapital derzeit erkennbar vor allem aus dem Land. Im ersten Halbjahr haben Unternehmen und Privatleute umgerechnet 74,6 Milliarden Dollar aus Russland abgezogen - mehr als im gesamten Vorjahr. Die Weltbank rechnet damit, dass dieser Wert fürs Gesamtjahr 2014 auf 150 Milliarden Dollar steigen wird.

Wie gewonnen so zeronnen
Den massiven Vertrauensverlust in die russische Wirtschaft und deren Unternehmen schlägt sich mittlerweile auch in den Kassen von Russlands Superreichen nieder. Nach Berechnungen des "Milliardärs-Index" der Wirtschaftsagentur Bloomberg haben die 19 reichsten Russen durch die Krise bereits 14,5 Milliarden Dollar verloren.

Wirtschaftssanktionen
EU macht ernst
Die EU hat erstmals weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen Russland beschlossen. Betroffen davon sind nun nicht mehr einzelne Personen, sondern ganze Branchen wie die Rüstungsindustrie.
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Deutschland braucht russisches Öl und Gas, Russland kauft deutsche Maschinen. Bisher profitieren beide Seiten vom Handel. Doch die beschlossenen Wirtschaftssanktionen haben gravierende Folgen.