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Vorschau
Sendung am 8. Dezember
Kollege Roboter
Die Roboter kommen. Vernetzt sind sie, unermüdlich und schlau. Sie werden die Arbeitswelt umkrempeln. So wie einst die Feldarbeit der Industrie weichen musste und diese später der Dienstleistungsgesellschaft. Das muss nicht schlecht sein.
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Rückblick
Sendung vom 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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© ap Lupe
EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hatte die 28 Staats- und Regierungschefs der EU um Zustimmung zu neuen Wirtschaftssanktionen der Europäischen Union gegen Russland gebeten.
Jetzt reicht's - EU macht ernst
Wirtschaftssanktionen gegen Russland
Die EU hat erstmals weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen Russland beschlossen. Betroffen davon sind nun nicht mehr einzelne Personen, sondern ganze Branchen wie die Rüstungsindustrie.
Ziel der Maßnahmen ist, dass Russland die Unterstützung für die Separatisten in der Ostukraine beendet. Zu den Wirtschaftssanktionen gehört ein Ausfuhrstopp für Waffen, Hochtechnologieprodukte und Spezialanlagen zur Ölförderung. Außerdem soll russischen Banken der Zugang zum europäischen Kapitalmarkt erschwert werden. Damit sind zum ersten Mal ganze Branchen von Maßnahmen der EU betroffen.

© reuters
Was, wenn Moskau einfach mal den Gashahn zudreht?
Darauf können die Europäer durchaus stolz sein. Mit ihren geplanten Sanktionen gegen Banken, den Verkaufsverboten für Maschinenbauteile oder Hightech-Waffen setzen sie präziser als die Amerikaner dort an, wo es wehtut: An Moskaus Verflechtung im internationalen Wirtschafts- und Finanzsystem.

Doch wer hat wohl den größeren Schaden, wenn Putin infolge von Sanktionen die Wirtschaftsbeziehungen zum Westen kappt?
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Verlustgeschäft für Deutschland
Während die anstehenden harten Wirtschaftssanktionen die deutsche Rüstungsindustrie nach Angaben ihres Branchenverbandes kaum treffen, rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit einem deutlichem Rückgang deutscher Exporte nach Russland. Der Bundesverband Mittelständischer Unternehmen (BVMW) warnte, der Konflikt in der Ukraine gefährde in Deutschland 25.000 Arbeitsplätze.

"Käme es durch Handelssanktionen über einen längeren Zeitraum zu einer Rezession in Russland, könnte uns das 0,5 Prozentpunkte Wachstum kosten", sagte der Präsident des BVMW, Mario Ohoven, der "Leipziger Volkszeitung". Der deutsche Mittelstand sei "ganz massiv" von den Auseinandersetzungen um die Ukraine-Krise betroffen. Für die ersten fünf Monate diesen Jahres ergab sich im Geschäft mit Russland ein Exporteinbruch von 14,7 Prozent.

Wenn zwei sich streiten...
© reuters
30 Jahre lang wird Gazprom China beliefern, mit 38 Mrd. Kubikmeter Erdgas jährlich.
Die Deutschen fürchten nicht nur um ihre Maschinenexporte nach Russland. Das Thema Energie ist ebenso heikel. Die Bundesrepublik deckt zwar "nur" 40 Prozent ihres Gasverbrauchs durch Russland, doch seit Ausbruch des Ukraine-Konflikts herrscht eine gewisse Nervosität. Gerade im Zuge der Energiewende ist Deutschalnd zunehmend auf russische Gaslieferungen angewiesen. Außerdem hat sich der russische Monopolist Gazprom mit Chinas staatlichem Energiekonzern China National Petroleum Corp. auf den größten Gasdeal der Geschichte geeinigt.
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