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Vorschau
Sendung am 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
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Rückblick
Sendung vom 17. November
Wirtschaftswachstum versus Klima
Die Fixierung auf permanentes Wachstum sei schuld, dass wir auf eine Klimakatastrophe zusteuern. Das sagen die Vertreter der "Postwachstumsökonomie". Und sie suchen nach Alternativen.
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"Indonesien - Reifeprüfung für ein Riesenland" [>> Dokumentation ansehen] © reuters Video
"Indonesien - Reifeprüfung für ein Riesenland" [>> Dokumentation ansehen]
Indonesien - Reifeprüfung für ein Riesenland
Indonesiens Wirtschaft glänzt seit Jahren mit Wachstumsraten von rund 6% und ist damit der heimliche Star Asiens. Doch es gibt auch Gegenwind. Wird Indonesien seine Prüfung meistern?
Fast unbemerkt hat sich der größte muslimische Staat der Welt im Schatten von Brasilien, Indien oder Südafrika vom Entwicklungs- zum Schwellenland gemausert. Grundlage sind reiche Rohstoffvorkommen: Erdgas, Kohle, Gewürze, Tee, Kautschuk. Indonesien ist zudem der weltgrößte Exporteur von Palmöl. Eine neue Mittelschicht ist gewachsen und sorgt für einen regelrechten Konsumboom im Land.

<b>Wirtschaftleistung pro Kopf</b><br />Indonesiens Wirtschaftsleistung pro Kopf (orangene Linie) ist zwischen 1980 und heute gewaltig gestiegen: laut Internationalem Währungsfonds (IWF) von gut 735 Dollar auf 5200 Dollar. Zum Vergleich: Schwellenländer insgesamt (rot) und das deutlich ärmere Indien (blau). Für Indonesien gab es einen schweren Rückschlag: die Asienkrise 1997/98. © IWFLupeWirtschaftleistung pro Kopf
<b>Wirtschaftswachstum</b><br />Die jährlichen Wachstumsraten können sich sehen lassen. Nur die Asienkrise hat einen fürchterlichen Einbruch gebracht (1998: -13,1%). Als Konsequenz hat Indonesien seine Finanzen sturmfest gemacht. Die globale Finanzkrise 2008/09 führte nur zu einer kleinen Wachstumsdelle mit immer noch respektablen +4,6%. © IWFLupeWirtschaftswachstum

Doch das Wirtschaftswunder gerät in ruppiges Fahrwasser: Investoren ziehen ihr Geld ab, die indonesische Rupie geriet im Sommer 2013 in Turbulenzen, nachdem die amerikanische Notenbank ein Ende des lockeren Geldes angedeutet hatte. Seither hat sich die Rupie zwar stabilisiert, dennoch zeigt der "Zwischenfall" eine zu große Anhängigkeit von ausländischem Kapital.

© reuters Lupe
Noch-Präsident Susilo Bambang Yudhoyono, genannt SBY, ist der Vater des indonesischen Wirtschaftswunders. Seine zweite und letzte Amtszeit endet im Oktober 2014.
Die Regierung verspricht jetzt Reformen. Das ist auch nötig. Denn nach einer ambitionierten ersten Amtszeit von noch-Präsident Susilo Bambang Yudhoyono, genannt SBY, sind nach seiner Wiederwahl zu viele Hausaufgaben im 240-Millionen-Einwohner-Staat unerledigt geblieben: Die Infrastruktur ist den neuen Anforderungen nicht gewachsen. Die Korruption, die SBY in seiner ersten Regierungszeit noch ernsthaft angegangen ist, grassiert wieder in allen gesellschaftlichen Bereichen.

Die Schwachstellen der indonesischen Wirtschaft sind offensichtlich: Die Wirtschaft ist zu einseitig auf den Export von Rohstoffen ausgerichtet. Der reine Ausverkauf von Kohle, Gas und Palmöl führt zu einer gefährlichen Abhängigkeit von den schwankenden Marktpreisen. Seit sich in China, dem wichtigsten Abnehmer, das Wachstum verlangsamt, sind die Preise für Indonesiens Rohstoffexporte deutlich gefallen.

© reutersLupe
© aprLupe
© dpaLupe

Allgemein braucht Indonesien mehr Wertschöpfung im eigenen Land. Dazu fehlt es an Bildung, gut ausgebildeten Fachkräften und moderner Infrastruktur - Voraussetzungen für eine leistungsfähige, verarbeitende Industrie.

Sendedaten
Freitag, 15. August 2014, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr

Ein Film von Peter Kunz

Erstausstrahlung: 13.12.2013
Indonesien
Der Neue
Joko Widodo, Typ netter Nachbar, ist der designierte Präsident Indonesiens. Wenn er im Oktober sein Amt antritt, wird er das erste Staatsoberhaupt sein, das nicht der privilegierten Schicht oder dem Militär entstammt.
Börse Jakarta
© vwdDie Finanzkrise hat die Börse in Jakarta übel erwischt. Fast zwei Drittel hatte der Index verloren. Viel schlimmer traf jedoch auch hier die Asienkrise 1997/98. Im Langfristchart ist das nur kaum noch erkennbar.
Indonesien: Hintergrund
© apSchuss vor den Bug
Schaut man sich die Schwellenländer an, stellt man rasch fest, dass sich zwar überall das Wachstum verlangsamt, man sie aber keinesfalls alle in einen Topf schmeißen darf. Nehmen wir zum Beispiel Indonesien.
Schwerpunkt
Emerging Markets Asien
Wirtschaftsdokumentationen
© reutersWeitere Wirtschaftsdokumentationen der Redaktion makro finden Sie hier.