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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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Sendung ansehen © Jürgen Natusch Video
Frauen verdienen in Äthiopien mitunter nur 10 Cent pro Stunde. Das ist ein Bruchteil des Arbeitslohns in China.
Äthiopiens Schuhträume
Teil 5 - Deutsche Schuhfabrik
Der Schuhhersteller Ara hat es in Äthiopien bisher auf 500 Arbeitsplätze gebracht. Für das neue Werk in Addis Abeba musste eine Schuhfabrik in Portugal schließen. Gleich nebenan bauen bereits die Chinesen.
Junge Frauen stellen Schuhe und Schuhteile für den Export her. Die Arbeitsstunde kostet in Äthiopien 10 Cent. Nicht nur für die deutsche Ara, sondern auch für andere europäische und chinesische Schuhfirmen ein immenser Kostenvorteil. Um die afrikanischen Kolleginnen anzulernen, kommt Fachpersonal aus Deutschland auf Stippvisite. Die deutschen Ausbilderinnen verständigen sich in Englisch, zweite Landessprache in Äthiopien. Ebenfalls ein klarer Vorteil im internationalen Wettbewerb um Kapital und Arbeit.

Mario Grünkranz ist kein Manager, der nur hinterm Schreibtisch hockt. Der 40-jährige kennt seine Mitarbeiter. Die äthiopischen Vorarbeiterinnen geben ihr Wissen an junge Kolleginnen weiter. Die Ansprüche der westlichen Kunden sind hoch. Schuhe "Made in Äthiopien" sind keine Billigware. Betriebsleiter Grünkranz beschaffte extra Hightech-Nähmaschinen für die äthiopische Fertigung.

Schuhe für Europa
© Jürgen Natusch Lupe
Das Essen in der Kantine ist für viele Mitarbeiterinnen zu teuer. Sie bringen sich daher etwas von zuhause mit.
Seine ehrgeizigen Mitarbeiter sind ein weiterer Standortvorteil Äthiopiens. An allen Produktionsorten müssen Ara-Mitarbeiter gleiche Qualitätsstandards erfüllen. Das gilt auch für diese jungen Mütter, die Nähaufträge für Ara in Heimarbeit erledigen. Die äthiopische Regierung unterstützt das familienfreundliche Projekt. Die Frauen können sich weiter um ihre kleinen Kinder kümmern und nebenbei das Familieneinkommen aufbessern.

In der Werkskantine gibt es selbstverständlich die Nationalspeise Injera. Der Lebensstandard der Mitarbeiter ist durch den gesicherten Arbeitsplatz gestiegen. Von ihrem regelmäßigen Einkommen profitiert die ganze Familie. Die meisten Arbeiterinnen bringen ihr Essen von zu Hause mit. Das spart Geld. Die Kantine wird bald aus allen Nähten platzen, wenn neue Produktionshallen gebaut sind. Die Fabrik ist keine Konkurrenz für die heimische Schuhindustrie, denn Ara hat vom äthiopischen Staat ausschließlich eine Exportlizenz erhalten. Die produzierten Schuhe und Schuhteile hier in Addis Abeba sind für Europa bestimmt.

Mehr Wertschöpfung im Land
© Jürgen Natusch Lupe
Die Maschinen für die lokale Produktion stammen häufig aus Deutschland. Sie sind nicht mehr ganz neu, gehen aber auch nicht kaputt.
Die äthiopische Regierung hat den Export von Leder extra begrenzt, damit die gesamte Wertschöpfungskette von der Tierhaut bis zum Lederschuh im Land bleibt. Der deutsche Schuhhersteller Ara bekommt in Äthiopien hohe Lederqualität zu günstigen Preisen. Das liegt auch am niedrigen Lohnniveau in den Gerbereien. Die Frauen arbeiten acht Stunden pro Tag, fünf Tage die Woche und erhalten dafür als Lohn umgerechnet 20 Euro im Monat. Das klingt für uns sehr wenig, ist aber in Afrika ein großer Schritt raus aus der Armut.



Sendedaten
Freitag, 4. Oktober 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr

Ein Film von Jürgen Natusch

Erstausstrahlung: 08.06.2012
Blog
© Daniel RaquetUnterwegs in Äthiopien
makro-Redakteur Jürgen Natusch hat auf seiner Reise über das äthiopische Hochland so einiges erlebt. Aber lesen Sie selbst!
Die Dreharbeiten
Ganz nah dran
Wirtschaftsdokumentation
Aufbruch in Äthiopien
Äthiopien verbindet man mit Armut und Hunger. Doch die Wirtschaft wächst jährlich zweistellig, so dass sich eine ganze Nation auf den Weg in eine neue Zukunft macht. Wohnsiedlungen, Infrastruktur, Bildung - makro zeigt die ehrgeizigen Pläne des Landes.
Schwerpunkt
© reutersAfrika
Navigation
© dpaÄthiopiens Schuhträume