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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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Sendung ansehen © Jürgen Natusch Video
Betty hatte Glück. Sie hat in ihrem Wunschfach Architektur einen Studienplatz bekommen.
Äthiopiens Schuhträume
Teil 3 - Universitäten und Fachkräfte
Äthiopien versucht, mit einer Bildungsoffensive aus der Armut zu kommen. Dafür wurden in den letzten Jahren 13 Universitäten gebaut. Für die Studenten ist alles sehr bürokratisch. Sie können sich weder aussuchen, was sie studieren, noch wo.
Mit Bildung Armut besiegen. Dafür wurde die Universität in Nekemte gebaut. Heute ist es die größte Hochschule Äthiopiens, mit Platz für 15.000 Studenten. Eine von ihnen ist die Hauptstädterin Betty. Die 21-jährige studiert Architektur. Noch Mangelware sind erfahrene Dozenten. Betty wäre lieber in Addis Abeba geblieben. Doch der Staat weist den Ort und das Fach zu.

Laut Plan sollen zwei Drittel Naturwissenschaften studieren. Unterrichtet wird in Englisch. Am Computer lernen die angehenden Architekten die westliche Bauweise mit Strom aus der Steckdose und Wasser aus dem Hahn. Betty hatte bei der staatlichen Zuweisung der Studienfächer Glück, denn Architektur war ihre erste Wahl. Als Architektin zu arbeiten, ist ihr Traum von der Zukunft.

"Wenn ich mit meinem Studium fertig bin, werde ich als erstes ein schönes Haus für meine Familie bauen", erzählt sie. "Und dann als Architektin noch viele Gebäude planen." Zum Beispiel neue Schuhfabriken rund um ihre Heimatstadt Addis Abeba.

370.000 Studenten
© Daniel Raquet Lupe
Frisch aus dem Boden gestampft: Der Campus der Universität Nekemte.
Billigen Tee gibt es für die Studenten im Kaffeeland Äthiopien. Verpflegung und Unterkunft streckt der Staat vor. Später, wenn Betty und ihre Freunde einen Job haben, müssen sie die Hälfte zurückzahlen. Betty ist eine von offiziel 370.000 Studenten im Land, so viel wie nie zuvor. Die Lesesäle der Bibliotheken sind die gemeinsame Studierstube - Kopiensammlungen statt Laptop und Internet. Die Studentenzahl ist in Äthiopien in den letzen Jahren sprunghaft gestiegen. Staatliche Investionen in die Bildung sind nicht nur für den Aufbau einer exportorientierten Schuhindustrie unerlässlich.

Die Universitäten sind ein wichtiger Baustein der Industrialisierung, erklärt uns Mesfin, Bauleiter der Uni in Nekemte. "Man kann von hier gut das Gelände der Universität von Nekemte überblicken. Die Lehrgebäude und dahinten die Schlafräume der Studenten. Und dort unten befinden sich zwei Bibliotheken, vier Lesesäle und Seminarräume." Mesfins Arbeitgeber ist die deutsche Entwicklungshilfe. Unter Federführung der GIZ wurden im ganzen Land 13 Universtitäten gebaut.

Äthiopien braucht Fachkräfte
© jürgennatusch Lupe
Auch Frauen müssen für wenig Geld schwere Arbeit verrichten, sogar auf dem Bau.
Arbeitskräfte sind in Äthiopien noch weitaus kostengünstiger als Maschinen. Der äthiopische Bau-Ingenieur verlangt trotz Handarbeit von seinen Landsleuten westlichen Standard. Auch beim Mischen des Zements müssen deutsche Normen eingehalten werden. Sogar auf dem Bau sehen wir viele weibliche Arbeitskräfte. Körperliche Schwerstarbeit für Frauen ist Alltag in Afrika.

Mesfin ist stolz, beim Aufbau seines Landes mitzuhelfen. Er verkörpert das neue Äthiopien. Die neugebaute Uni soll eine gebildete Generation hervorbringen. Denn Äthiopien braucht für den Aufbau einer international wettbewerbsfähigen Wirtschaft Fachkräfte - auch für die Schuhindustrie.



Sendedaten
Freitag, 4. Oktober 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag 6.15 Uhr

Ein Film von Jürgen Natusch

Erstausstrahlung: 08.06.2012
Blog
© Daniel RaquetUnterwegs in Äthiopien
makro-Redakteur Jürgen Natusch hat auf seiner Reise über das äthiopische Hochland so einiges erlebt. Aber lesen Sie selbst!
Infografik
Lupe
Die Dreharbeiten
Ganz nah dran
Wirtschaftsdokumentation
Aufbruch in Äthiopien
Äthiopien verbindet man mit Armut und Hunger. Doch die Wirtschaft wächst jährlich zweistellig, so dass sich eine ganze Nation auf den Weg in eine neue Zukunft macht. Wohnsiedlungen, Infrastruktur, Bildung - makro zeigt die ehrgeizigen Pläne des Landes.
Schwerpunkt
© reutersAfrika
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© dpaÄthiopiens Schuhträume