Betriebsleiter Grünkranz hat seine Rohware praktisch vor der Haustür, denn Leder gibt es in Äthiopien in Hülle und Fülle. Er verlangt deutsche Gründlichkeit bei der Qualitätskontrolle, bevor das Leder in die Fertigung kommt. "Dieselbe Qualität von Leder wird auch exportiert", erzählt Grünkranz. "Es wird in Rumänien, Indonesien und auch in Deutschland verarbeitet. Das ist eine tolle Rohware, ein ganz tolles Lammfell, das wir hier verarbeiten."
Ara bezieht sein Leder zum großen Teil aus der Gerberei "Blue Nile Tannery". Nach dem chemischen Gerbverfahren wird es zum Trocknen aufgehängt. Eine Reihe von Gerbereien in Äthiopien kann bereits solch hochwertige Rohware herstellen. Diese Lederhäute setzt die Schuhindustrie direkt in ihrer Fertigung ein. Der moderne Maschinenpark aus Italien war für das mittelständische Unternehmen eine riskante Investition. Dank seines deutschen Großkunden Ara zahlt sich diese Investition für den Firmengründer jetzt aus. "Dieses Leder ist für unseren Hauptkunden, den deutschen Schuhhersteller Ara", sagt er. "Keine Halbfertigware, sondern ein hochwertiges Endprodukt. Daraus werden hochwertige Damenschuhe hergestellt. Sehr glattes, weiches Nappa-Leder. Eine gute Qualität!"