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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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Singapurs Erfolgsmodell
Teil 3: Akademiker wie am Fließband
Wer in Singapur Geld verdienen will muss zur intellektuellen Elite gehören. Große Förderprogramme sorgen für raschen Nachschub an Akademikern, dabei fehlt es an Grundsätzlichem: Der Kreativität für Innovationen.
Yvonne will in dieses Hamsterrad es Erfolgs hinein und dann ganz hoch hinaus. Yvonne hat sich einen englischen Namen zugelegt und auf diese Weise globalisiert. Eigentlich heißt sie Zexin und stammt aus der chinesischen Provinz Gansu. Sie studiert an der Singapurer Management-Universität und profitiert von einem Stipendiatenprogramm, mit dem sich der Stadtstaat die Besten der Region an seine Akademien holt.

Spitzenschüler aus anderen Ländern werden angeworben, indem Singapur mehr als die Hälfte ihres Studienaufwandes finanziert. "Ich habe mich dafür verpflichtet, nach dem Studium erst mal mindestens drei Jahre in Singapur zu arbeiten", sagt Yvonne. Die Singapurer Management-Universität ist eine von einem Dutzend Hochschulen, die sich im Stadtstaat global aufstellen. Bildung ist zum entscheidenden Teil der Erneuerungsstrategie des Unternehmens Singapur geworden. Mit Stipendiaten wie Yvonne kommen neue Ideen und frisches Blut her.

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Mangelware: Freigeister
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Studentin Yvonne muss nach dem Studium erst einmal drei jahre in Singapur arbeiten.
"Singapur ist sicher ein ganz eigenes Modell, ein System, das auch auf seiner geografischen Lage hier in Asien und seiner kleinen Größe aufbaut", sagt Student Mitchell Hong. Sein Kommilitone Kin Yip Chan findet Singapurs Erfolgsmodell allerdings nicht für ideal: "Singapur produziert Absolventen, die es innerhalb des globalen Geschäfts sehr gut mit anderen aufnehmen können. Aber unser Nachteil ist sicher ein Mangel an unabhängiger Kreativität. Kaum einer kann über den Tellerrand hinaus blicken. Wir kriegen ja alles vorgekaut. Auch was Du zu studieren hast und wie."

Die meisten hier studieren für Erfolg und Aufstieg. Wohlstand ist das Bürgerrecht, nach dem sie streben. Persönliche Freiheit ist zuallererst die Freiheit, sich etwas leisten zu können. "Historisch stehen Menschenrechte und Demokratie nicht so sehr im Mittelpunkt", sagt Studentin Fangzhou Joyce Liu. "Für den Westen, vermute ich, ist wegen der kulturellen Unterschiede allerdings das derzeitige westliche Demokratiemodell wohl besser geeignet."



Sendedaten
Freitag, 23. November 2012,
21.00 Uhr

Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr
Mediathek
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Info
Ein Film von Peter Kunz

Erstausstrahlung: 13. April 2012
Schwerpunkt
Emerging Markets Asien
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© reutersWirtschaftsdokumentationen
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Wirtschaftsdokumentation
© dpaSingapurs Erfolgsmodell
Singapur gilt wirtschaftlich als Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Während in der Wirtschaftspolitik fast alles erlaubt ist, zeigt sich die Regierung ihren Bürgern gegenüber weit weniger offen.