Freitag 21.00 Uhr
Kalender
November 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
30
31
01
0203
04
05
06
07
08
0910
11
12
13
14
15
1617
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
01
02
03
Vorschau
Sendung am 1. Dezember
Der Nordkorea-Konflikt
Das Risiko für einen militärischen Konflikt mit Nordkorea war noch nie so groß. Die Vereinten Nationen haben darauf mit weiteren Wirtschaftssanktionen gegen das Land reagiert.
Navigationselement
Rückblick
Sendung vom 17. November
Wirtschaftswachstum versus Klima
Die Fixierung auf permanentes Wachstum sei schuld, dass wir auf eine Klimakatastrophe zusteuern. Das sagen die Vertreter der "Postwachstumsökonomie". Und sie suchen nach Alternativen.
Navigationselement
Video ansehen © Daniel Raquet Video
Video ansehen
Aufbruch in Äthiopien
Äthiopien verbindet man mit Armut und Hunger. Doch die Wirtschaft wächst jährlich zweistellig, so dass sich eine ganze Nation auf den Weg in eine neue Zukunft macht. Wohnsiedlungen, Infrastruktur, Bildung - makro zeigt die ehrgeizigen Pläne des Landes.
Das 3sat-Wirtschaftsmagazin makro hat auf einer 2-wöchigen Reise ein Äthiopien jenseits von Dürre, Hunger und Krankheit erlebt. Vielmehr herrscht Aufbruchsstimmung am Horn von Afrika. Seit fünf Jahren wächst die Wirtschaft zweistellig, überrascht das ostafrikanische Land mit einer ungeheuren Dynamik.

Verkauf von Agrarprodukten: Markt in Addis Abeba © Daniel RaquetLupe
Überall wird gebaut. Wellblechhütten müssen weichen. © Jürgen NatuschLupe
Ehrgeizig und wissbegierig mieten sich junge Äthiopier auf der Straße Tageszeitungen für 1 Birr (5 Cent), nur ein Viertel des Kaufpreises. © Daniel RaquetLupe
Das hohe Bevölkerungswachstum ist eine tickende Zeitbombe. 40 Prozent der Äthiopier sind jünger als 15 Jahre. © Daniel RaquetLupe

Nicht nur in der Hauptstadt Addis Abeba sondern auch draußen auf dem Land in den Provinzstädten ist ein regelrechter Bauboom ausgebrochen. Hochhäuser, Wohnanlagen, Straßen. Besonders chinesische Baufirmen sind fast überall zu finden. Trotz des Baubooms und der voranschreitenden Industrialisierung ist Kaffee immer noch die wichtigste Einnahmequelle. Jeder vierte Äthiopier lebt vom Kaffee.

Die weltgewandte Eleni (41) ist die Gründerin und Chefin der einzigen Warenbörse ihrer Art in Afrika. Mit der ECX, der Ethiopian Commodity Exchange, sorgt Eleni dafür, dass die Bauern draußen auf dem Land faire Preise für ihre Kaffebohnen erhalten. Eleni hat einen fernen Traum: eine Warenbörse für ganz Afrika.


Diese Idee unterstützt auch Äthiopiens Regierung, die das Agrarland zu einem exportstarken Industrieland entwickeln will. Das Wirtschaftsmagazin makro zeigt am Beispiel der Kaffeebranche, wie das funktionieren könnte. Der Kaffeebauer Suge ebenso wie die mittelständische Unternehmerin Aster oder die Börsenchefin Eleni wollen ihr Heimatland voranbringen. So wie sich einst die asiatischen Tigerstaaten ihren Wohlstand erarbeitet haben, soll sich auch in Äthiopien eine Gesellschaft ohne Armut herausbilden. Ehrgeizige Pläne am Horn von Afrika.

Teil 1 - Zwischen Bauboom und Kaffeegenuss
© jürgen natusch
Addis Abeba boomt und wächst an allen Ecken. Während moderne Hochhäuser entstehen, lebt jeder vierte Äthiopier noch vom Kaffeeanbau und kann sich nicht einmal eine Einbauküche leisten.
weiter ...

Teil 2 - Afrikas erste Kaffeebörse
© Jürgen Natusch
Überall spürt man die Globalisierung. Afrikas einzige Kaffeebörse, Blumenanbau für deutsche Supermärkte - man könnte meinen, Äthiopien hilft sich selbst. Ganz so ist es aber nicht. Der Fortschritt ist fest in chinesischer Hand.
weiter ...

Teil 3 - Mit Suge im Kaffeewald
© jürgennatusch
Fast der gesamte Kaffee Äthiopiens stammt von Kleinbauern. Äthiopischer Kaffee kommt vom Hochland, es zählt Qualität statt Masse. Trotzdem können die Kaffeebauern vom Ertrag kaum leben. Sie bekommen nur zehn Prozent des Profites.
weiter ...

Teil 4 - Arbeiten unterhalb der Armutsgrenze
© jürgennatusch
In Addis Abeba wird der Kaffee weiterverarbeitet, der Lohn der Frauen liegt weit unter der internationalen Armutsgrenze von einem Euro pro Tag. Die Globalisierung schafft Arbeitsplätze, erhöht jedoch die Lebenserhaltungskosten.
weiter ...

Teil 5 - Bremsklotz Bevölkerungsexplosion
© Daniel Raquet
Die Bevölkerungsexplosion Äthiopiens hindert das Land am Aufschwung. Vierzig Prozent der Menschen sind unter 15 Jahren. Das Land hungert nach Bildung und Fortschritt und will mehr sein als ein Brennpunkt der Armut.
weiter ...

Sendedaten
Sonntag, 1. September 2013,
6.15 Uhr

Ein Film von Jürgen Natusch

(Erstausstrahlung: 27.01.2012)
Mediathek
Sehen Sie hier die komplette Dokumentation in unserer Mediathek.
Blog
© Daniel RaquetUnterwegs in Äthiopien
makro-Redakteur Jürgen Natusch hat auf seiner Reise über das äthiopische Hochland zur Urquelle des Kaffees so einiges erlebt. Aber lesen Sie selbst!
Ganz nah dran
© Daniel RaquetEindrücke von den Dreharbeiten
Das ZDF-Team war zwei Wochen lang in Äthiopien unterwegs: makro-Redakteur Jürgen Natusch, Kameramann Jürgen Rapp, Kameraassistent Daniel Raquet und Producer Tesfalem Waldyes.
Mediathek: Interview
VideoDie Chefin der Rohstoffbörse
Eleni Gabre-Madhin, Gründerin und Chefin der Ethiopian Commodity Exchange zur Frage: Welchen Gewinn haben die Kleinbauern von der Warenbörse?
Mediathek: Interview
VideoVorbild Südkorea!
Sabine Becker, Programmleiterin Wirtschaftsentwicklung GIZ Äthiopien: Wie soll der Sprung ins Industriezeitalter ablaufen?
Mediathek
© Jürgen NatuschVideoUnis für Äthiopien
Unter Federführung der deutschen Entwicklungshilfe sind in den letzten Jahren 13 neue Universitäten in Äthiopien entstanden. Die Uni in Nekemte, ausgelegt für 15.000 Studenten, ist die größte im Land.
Schwerpunkt
Afrika
Gold in Südafrika, unfairer Welthandel, Chaos in Simbabwe. Aufbruch, Tourismus und Armut: Afrika steckt voller Gegensätze.
Wirtschaftsdokumentationen
© reutersWeitere Wirtschaftsdokumentationen der Redaktion makro finden Sie hier.