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21.06.2013
Die neue Wohnungsnot
Nachdem Deutschlands Immobilien-preise viele Jahre hinter anderen Ländern zurückgeblieben sind, holen sie jetzt kräftig auf. Der Grund: Das Niedrigzinsumfeld treibt viel Geld in Sachwerte.
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Der kalifornische Traum
Teil 3 - Kalifornien vor dem Kollaps
In Kalifornien droht der Verkehr zu kollabieren und der Schadstoffgehalt der Luft ist nirgends höher in den USA. Die Umstellung auf ein sinnvolleres Umweltsystem soll folgen und wird zur nationalen Aufgabe.
Irgendwie sehen sich die Kalifornier noch immer als Pioniere, die den großen Treck durch Amerika geschafft haben, bis zum Ozean. Bis es nicht mehr weiter ging. Heute verstopfen tägliche Staus die Freeways. 2007 noch hatte Los Angeles die schmutzigste Luft der USA. Gleich drei kalifornische Städte schafften es unter die Top Ten der Smog-Rekordliste.

Der Verkehrskollaps drohte. 2007 setzt Arnold Schwarzenegger als Gouverneur den ehrgeizigsten Klimaplan der USA durch: AB-32. Kalifornien jubelte ihm zu. "Washington vergeudet Zeit, statt was zu tun gegen Treibhausgase. Denen werden wir Druck machen. Wir, die Städte und Gemeinden, sind Amerika. Nicht Washington. Washington ist nur ein Klecks auf der Landkarte", so Schwarzenegger damals.

Kalifornien wurde also wieder zum Vorreiter, diesmal mit seiner Energiewende. Bis 2020 sollen die Treibhausgas-Emissionen auf den Stand von 1990 zurückgehen, Autoabgase um ein Drittel verringert werden. Die schmutzige Ölindustrie steht langfristig vor dem Aus, stattdessen befinden sich nun Solarzellen auf Millionen Dächern. Ein grüner Traum.

Die Lösung aller Probleme
Lupe
2007 entwickelte Gouverneur Arnold Schwarzenegger den Schlachtplan für ein umweltfreundliches Kalifornien.
Den Anfang machten öffentliche Betriebe, wie die MTA in Los Angeles. Die größte Busflotte des Landes wurde generalüberholt, die Werkstätten auf Energiesparlampen umgestellt, die Heizungs- und AirConditioning-Systeme ausgewechselt. Eine riesengroße Herausforderung.

Auch die Reparatur der Busse funktioniert nun energiesparend und umweltfreundlich. Ein modernes Computerhirn managt den Energieverbrauch. Das Kernstück des Umbaus der großen Werkhallen von MTA befindet sich auf ihrem Dach. Hier steht die größte Solar-Anlage von ganz Los Angeles, insgesamt 1,2 Megawatt.

Ingenieur Tim Lindholm hat die Riesensolaranlage geplant: "Unsere Stromrechnung für den ganzen Komplex betrug 1,1 Millionen Dollar pro Jahr. Wir wollten den Energieverbrauch drastisch senken. Also haben wir uns dieses Projekt ausgedacht und viele verschiedene Technologien kombiniert. Jetzt zahlen wir gerade mal 450.000 Dollar für unseren Strom."

Solar-City
© dpa Lupe
Vom Staat gefördert: Die Solarbranche.
Vier von insgesamt 14 Gebäuden sind bereits umgestellt, andere städtische Betriebe zogen nach. Auch Tim Lindholm will weitermachen. Zusammen mit Devon Cichoski von der Firma Solar World plant er schon die nächsten Projekte. Solar World ist ein Ableger des gleichnamigen deutschen Mutter-Unternehmens und Marktführer in den USA.

Die Solar-Branche hat den Durchbruch geschafft, begeistert sich Pressesprecherin Devon Cichoski: "Unsere Solarzellen gibt’s überall, sogar bei den Emmy Awards waren sie installiert, direkt über dem roten Teppich, ganz nah an den Promis dran! Sie waren ans Stromnetz angeschlossen und haben genug Strom eingespeist, um den Energieverbrauch bei den Emmy Awards auszugleichen."

Doch der Traum von einer ökologischen, besseren Welt ist teuer. Die Energiewende kostet Geld. Geld, das Kalifornien gerade jetzt nicht hat.

Sendedaten
Freitag, 13. Juli 2011, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.30 Uhr

Ein Film von Doris Ammon

(Erstausstrahlung: 02.12.2011)
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