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Vorschau
Sendung am 20. Oktober
Knappe Medikamente
Antibiotika, Impfstoffe oder Krebsmedikamente - Lieferengpässe bei Arzneimitteln sind immer häufiger. Viele Medikamentenhersteller sind von einzelnen Zulieferern abhängig.
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Rückblick
Sendung vom 6. Oktober
Schöne neue Landwirtschaft?
Der Kauf des Gentechnikspezialisten Monsanto ist für die Bayer AG ein zweischneidiges Schwert: schlechte Reputation gegen gute Gewinne. Trotzdem: Der Mega-Deal könnte die Zukunft der Landwirtschaft erheblich verändern.
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Nähen bis zum Umfallen?
Teil 3 - Sowieso alles Kinderarbeit?
Ist das weitverbreitete Gerücht wahr, dass die Textilindustrie von dem Ausnutzen von Kinderarbeit lebt? Vieles hat sich geändert, mit Hilfe westlicher Kritik. Die Prüfer zeigen, welches Kind noch seine Hände im Spiel hat.

Lukrative Kinderhände
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Kinderarbeit bzw. Jugendarbeit ist in kleineren Unternehmen, die nicht von den westlichen Großunternehmen kontrolliert werden, noch vorhanden.
Einige junge Arbeiterinnen kommen Charles Dickinson verdächtig vor. Sie springen auf, als er näher kommt. Angeblich sind die Mädchen 22 und 24 Jahre alt und der Personalausweis soll zu Hause sein. "Ja, sie sieht sehr jung aus. Ich bezweifle, dass sie wirklich zweiundzwanzig ist. Wir haben ihren Namen, praktischerweise hat sie auch ihren Ausweis nicht dabei. Aber wir werden ihre Personalakte prüfen. Wenn wir weitere Zweifel haben wird unsere Prüferin sich noch einmal mit ihr unterhalten und versuchen Näheres herauszufinden."

Vor einer Knüpfmaschine erklärt Dickinson, warum Kinder als Arbeiter lukrativ sind. Denn Kinder sind nicht nur billige Arbeitskräfte, manche Arbeiten können sie auch besser als Erwachsene. "Das sind Knüpf-Maschinen. Vor 20 bis 30 Jahren, als Kinderarbeit noch verbreiteter war, haben Kinder an diesen Maschinen gearbeitet. Schauen Sie, man braucht wirklich gute Augen und vor allem kleine Finger um das zu machen. Kinder hatten die idealen Voraussetzungen für diese Arbeit."

Chancen für Fabrikkinder
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In den Konferenzräumen kommt ist das alter der Angestellten stets ein brisantes Thema.
Am Nachmittag fährt Charles Dickinson in eine katholische Berufsschule für Kinder, die früher in Fabriken Arbeiten mussten. "Ich muss sagen, ein Großteil der Berichterstattung ist einseitig. Die Einzelhändler können zu Vorwürfen nicht Stellung nehmen, Kinderarbeit und Verstöße werden übertrieben dargestellt. Es ist frustrierend immer wieder deswegen angegriffen zu werden. Wir verstehen natürlich, warum die Medien das machen, die wollen die Sensibilität für das Thema erhöhen und die Situation verbessern. Wir tun das gleiche, wir versuchen auch dort wo wir arbeiten die Bedingungen zu verbessern.", erklärt Dickinson.

Charles Dickinson begrüßt Don Bosco Leute. Die beiden Priester des Don Bosco Ordens haben die Schule aufgebaut. Sie kämpfen seit Jahren gegen Kinderarbeit. Hier werden die Jugendlichen zu qualifizierten Facharbeitern ausgebildet. Charles Dickinson schätzt die Priester, weil sie Zustände genau kennen und stets kritisch sind - auch wenn sie von Unternehmen wie zum Beispiel C&A finanziell unterstützt werden.


Sendedaten
Freitag, 26. Juli 2013, 21.00 Uhr
Wiederholung Sonntag, 6.15 Uhr

Ein Film von Frank Sieren

(Erstausstrahlung: 08.12.2010)
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