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Vorschau
Sendung am 27. Oktober
Umbau der Alpen
Der Klimawandel bedroht den Wintersport. Viele Skigebiete in den Alpen sind nicht mehr schneesicher. Geröll- und Verkehrslawinen sowie die massive Verstädterung zeigen die Schattenseiten des Massentourismus.
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Rückblick
Sendung vom 13. Oktober
Sucht nach Soja
Die Sojabohne hat Wachstumsraten wie kaum eine andere Nutzpflanze der Welt. Sie steckt in Schokolade, Treibstoffen und im Futter für die Tiermast. Doch der weltweite Soja-Boom hat gravierende Folgen für Mensch und Umwelt.
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Schwimmen die Eisberge bald an Bohrinseln vorbei?
Arktische Schatzsuche
Teil 3 - Nuuk, Grönland
Im Norden scheint "Klimawandel" nicht unbedingt ein Angstbegriff zu sein. Im Gegenteil: Die Grönländer verbinden mit der Erwärmung vor allem Chancen auf Reichtum, Wirtschaftsaufschwung und nationale Unabhängigkeit. Deshalb wollen sie ihren arktischen Schatz im Eismeer nun heben.
Das neue Glück?
Schon bald könnten Eisberge an Ölplattformen vorbeischwimmen. Denn vor der Westküste Grönlands wird nach Öl gesucht.

Lupe
Grönland kommt der Klimawandel ganz gelegen, ermöglicht er doch Zugriff auf bisher unerreichbare Bodenschätze.
In Feld T8 fand ein schottisches Unternehmen im Sommer 2010 immerhin Indizien für Öl. Prompt wurden für 2011 sogar Tiefseebohrungen erlaubt, trotz lauter Proteste von Greenpeace. Wichtige Ölfelder Grönlands liegen vor der Westküste, teils unmittelbar an der Seegrenze zu Kanada. Dort ist man besorgt: Tiefseebohrungen in 1.500 Meter erinnern fatal an die verheerende Ölkatastrophe der Deepwater Horizon 2010 im Golf von Mexiko.

Bislang ist die größte Insel der Welt politisch und vor allem finanziell von Dänemark abhängig. Die Wirtschaft hier lebt weitgehend von Fisch und ein paar Touristen. Das Öl könnte alles verändern, hoffen die Grönländer.

Die wohl kleinste Ölfirma der Welt
Am Rand der Innenstadt Nuuks residiert die wahrscheinlich kleinste Ölfirma der Welt: Nunaoil, ein Staatsunternehmen ohne jeden Prunk mit gerade einmal acht Mitarbeitern. Nunaoil vergibt die Explorationslizenzen an die großen, internationalen Ölfirmen. Doch nur mit extrem aufwendiger Technik lassen sich in arktischen Gewässern Vorkommen erschließen. Das Interesse sei dennoch groß, sagt das Unternehmen.

Bisher lebt man in Grönland überwiegend vom Fischfang.Lupe
Die arktische Küste hat ihren ganz besonderen Reiz, weshalb sich immer wieder Touristen in diese unwirtliche Gegend verlaufen.Lupe
Vor Gönlands Westküste werden große Öl- und Gasvorkommen vermutet.Lupe
Spektakuläre PaddelfahrtLupe

Es gebe keinen nennenswerten Widerstand in der Bevölkerung gegen die Ölsuche. Außerdem sei Grönland kein politisches Pulverfass wie der Nahe Osten. Damit wirbt Nunaoil. Dazu der Klimawandel: Die Eiskappe über dem Nordpol wird dünner. Und die Ausdehnung im Sommer hat über die letzten 30 Jahre hinweg erheblich abgenommen. "Für die Firmen macht es das wahrscheinlich einfacher, nach Öl und Gas zu suchen. Die eisfreie Sommersaison wird ja länger", sagt das Unternehmen.

Noch ist Nuuk allerdings kein Dallas. Die Aussicht auf abbaubare Mengen bleibt vorerst vage. Und mit noch mindestens zehn Jahren Vorlauf rechnen selbst die kühnsten Öl-Optimisten.



Sendedaten
Freitag, 1. März 2013, 21.00 Uhr

Ein Film von Ralf Bonsels

(Erstausstrahlung: 1. Juli 2011)
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