Kubas Wahrzeichen sind mehr als 50 Jahre alte amerikanische Oldtimer. Sie stammen aus einer Welt vor der Revolution, als Washington noch der heimliche Herrscher auf der Insel war. Die alten Schlitten sind keinesfalls Sonntags-Limousinen. Da es noch immer wenig Neuwagen gibt, müssen die alten laufen bis es nicht mehr geht. 50 Jahre starrer Inselsozialismus und 50 Jahre amerikanisches Embargo haben tiefe Spuren hinterlassen.
Kubaner sind Improvisation gewöhnt. Das macht die Insel für ihre Besucher so liebenswert. Pragmatismus und Humor machen den Alltag erträglicher.
Von Havannas ehemaligen Prachtbauten sind viele verfallen, nur wenige saniert. Jährlich wiederkehrende karibische Hurricans geben ihnen den Rest. Das Stromnetz ist zum Teil noch aus vorrevolutionärer Zeit. Allerdings zeigen Investitionen erste Wirkung, Stromausfälle sind seltener geworden. Der Wohnungsmangel führt dazu, dass viele Häuser überbelegt sind, mehrere Generationen müssen unter einem Dach leben. Baumaterial zu bekommen, um Löcher zu flicken, ist schwierig.