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Die lebensfrohe, selbstbewusste Lina (Rabea Egg) wird von der Polizei aufgrund einer fürsorgerischen "Zwangsmassnahme" festgenommen.
Film 4: Lina
Lina ist 17, verliebt, lebenshungrig und unangepasst. Sie gerät in der Schweiz der 1960er Jahre in "administrative Verwahrung" und wird zusammen mit Schwerverbrecherinnen eingesperrt.
Lina träumt von einem Leben mit Julian, ihrer großen Liebe. Doch die Beziehung zu dem aus gutem Hause stammenden Julian missfällt nicht nur den Eltern der beiden Jugendlichen, sondern auch dem Behördenmitglied Fruttiger. Linas Vater ist Gelegenheitstrinker und immer wieder ohne feste Arbeit. Auch Lina ist ihm suspekt.

© SRF/Pascal Mora Linas Eltern Kurt (Alexander Seibt) und Mariann (Mona Petri, r.) werden dazu angehalten, ihre Tochter Lina (Rabea Egg) wegzugeben.
Linas Eltern Kurt (Alexander Seibt) und Mariann (Mona Petri, r.) werden dazu angehalten, ihre Tochter Lina (Rabea Egg) wegzugeben.
Nach einem Reitausflug mit Julian wird Lina auf dem Heimweg von Walter bedrängt, dem Sohn des Gemeindepräsidenten. Dieser hat schon lange ein Auge auf Lina geworfen. Als Walters Vater durch Linas Schreien geweckt wird, kehrt Walter die Situation um und bezichtigt nun Lina. Sie wird vor die Fürsorgebehörde zitiert und erhält eine Verwarnung.

Ein heimlicher Ausflug mit Julian nach Zürich und ungerechtfertigte Vorwürfe des Ladenbesitzers, es fehle oft Geld in der Kasse, bringen das Fass zum Überlaufen: Lina wird zur "Nacherziehung" in ein Heim eingewiesen. Doch Julian hilft Lina zu verschwinden. Übermütig und siegessicher verstecken sie sich in einer Kommune in Zürich. In dieser Nacht schlafen sie zum ersten Mal miteinander und beschließen, ihren Traum wahr zu machen und nach Südfrankreich zu reisen.


© SRF/Pascal Mora Nur kurz erlebt Lina (Rabea Egg) zusammen mit Julian (Flurin Giger) das Gefühl von Freiheit.
Nur kurz erlebt Lina (Rabea Egg) zusammen mit Julian (Flurin Giger) das Gefühl von Freiheit.
Tags darauf fangen Polizisten und Julians Vater das Paar ab. Julian wird zum Studium in die USA abgeschoben, Lina kommt - nach einer psychiatrischen Abklärung, bei der ihr eine schwere Störung der Verhaltensweise attestiert wird - in die Frauenvollzugsanstalt Hindelbank.

Eingesperrt mit Schwerverbrecherinnen und anderen "administrativ Versorgten" durchlebt Lina Demütigung, Zwangsarbeit und ein Anstaltsregime, an dem sie zu zerbrechen droht, vor allem als sie bemerkt, dass sie mit Julians Kind schwanger ist. Für eine Abtreibung ist es zu spät, und die Anstaltsleitung, die Fürsorgebehörde und auch Linas Mutter drängen sie dazu, das Kind zur Adoption freizugeben. Am Ende ihrer seelischen Kräfte willigt Lina ein. Das Kind wird ihr nach der Geburt gleich weggenommen. Einige Monate später wird sie aus dem Gefängnis entlassen.

Erst 40 Jahre später wird Lina von ihrem Sohn Daniel auf dem kleinen Pferdegestüt im Jura, wo sie nach ihrer Entlassung untergekommen ist, aufgesucht. Zum ersten Mal kann sie von ihren Erlebnissen, aber auch von ihren Träumen und Hoffnungen von damals erzählen.


Wir haben Ihnen vom Samstag, 19., bis zum Donnerstag, 24. November, jeweils ab 20.15 Uhr, alle zwölf für das "FernsehfilmFestival Baden-Baden" nominierten Fernsehfilme gezeigt. Zuschauer konnten durchgehend vom 19. November, 20.00 Uhr, bis zum 25. November, 14.00 Uhr, ihren Lieblingsfilm hier im Internet wählen oder telefonisch abstimmen.

Sendedaten
Sonntag, 20. November 2016, 21.40 Uhr
Credits
Fernsehfilm, Schweiz 2016, Buch: Jan Poldervaart, Regie: Michael Schaerer, Länge: 91 Minuten, SRF
Mit: Rabea Egg Elisabeth Niederer, Flurin Giger, Fabian Krüger, Luna Wedler, Mona Petri, Alexander Seibt u.a.
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