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Zuschauerpreis 2013
Sechs Fragen an Lavinia Wilson
Präsentiert wurde der diesjährige Zuschauerpreis von Lavinia Wilson. Im Interview beantwortet sie sechs Fragen.
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Kulturzeit
Zweimal George
Das Fernsehfilmfestival Baden-Baden zeigt die besten Filme des TV-Jahres. Gesichter, die fesseln, Geschichten, die uns berührt haben. Und in gleich zweien davon spielt Götz George.
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Fernseh-Film Festival
Film-Fieber – 25 Jahre FernsehfilmFestival
Jedes Jahr werden in Baden-Baden die besten Fernsehfilme ausgezeichnet. 2013 gibt es ein Jubiläum zu feiern: Ein Vierteljahrhundert deutsche Fernsehgeschichte.
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Jedes Jahr im November
Trendsetter unter den Festivals
Man kann dem Festival im beschaulichen Baden-Baden viel nachsagen, nur eines nicht: es hätte keine Nase für gute Fernseh-Filme. Jedes Jahr schließt sich eine weitere Jury dem Urteil an...
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© ZDF/Nicolas Maack Lupe
Film Nr. 5: Luisa (Alicia von Rittberg) und Paul (Leonard Carow) können es kaum fassen. Es ist ihnen gelungen, aus dem Heim zu fliehen, sie sind das erste Mal seit Monaten in Freiheit.
Und alle haben geschwiegen
Im Mittelpunkt des fünften Films steht die junge Luisa, die Anfang der 1960er Jahre wegen der Erkrankung ihrer alleinerziehenden Mutter von den Behörden in die Obhut eines Kinderheims geschickt wird. Hier erfährt sie die ganze Härte des Systems, wird seelisch und körperlich misshandelt.
Inhalt des Films:
© ZDF/Nicolas Maack Lupe
Luisa (Alicia von Rittberg) und Paul (Leonard Carow) freuen sich nach ihrer Flucht aus dem Heim über ihre neu gewonnene Freiheit.
"Und alle haben geschwiegen" erzählt die große Liebesgeschichte des jungen Mädchens Luisa (Alicia von Rittberg), die im kirchlichen Erziehungsheim auf ihren Leidensgenossen Paul (Leonard Carow) trifft. Luisas alleinerziehende Mutter war schwer erkrankt und konnte sich nicht um die Tochter kümmern. Mit dem Segen des Jugendamtes landet das Mädchen in einem kirchlichen Erziehungsheim. Hier erfahren Luisa und Paul beide die ganze Härte des Systems, werden seelisch und körperlich misshandelt und dienen als billige Arbeitskräfte. Besonders Schwester Ursula (Birge Schade) scheint es auf Luisa abgesehen zu haben.

© ZDF/Nicolas Maack Lupe
Luisa (Alicia von Rittberg, l.) lernt an ihrem ersten Abend im Heim Falkenstein ihre Leidensgenossinnen Sarah (Lili Zahavi, M.) und Hilke (Lucie Hollmann, r.) kennen.
Wie Gefangene werden die Kinder in dem Heim herumkommandiert, Luisas Haar wird geschoren, selbst ihre Identität wird ihr geraubt. Sie ist nicht mehr Luisa, sie ist nur noch eine Nummer. Jedes Aufbegehren wird brutal unterdrückt. Die verliebten Blicke der Teenagerin, die sie dem Jungen Paul zuwirft, werden argwöhnisch von den verhärmten Schwestern registriert, Sexualität ist verboten, Freiheit ist verboten, Spaß ist verboten, alles ist verboten. Während Luisa zur offenen Rebellion neigt, plant der stille Paul heimlich ihre gemeinsame Flucht, um dem Grauen zu entkommen. Doch ihre Freiheit währt nur wenige Stunden.

Im Berlin des Jahres 2008 treffen Luisa (Senta Berger) und Paul (Matthias Habich) nach 44 Jahren erneut aufeinander. Beide haben bisher über ihre Erlebnisse geschwiegen und sich in die Verdrängung geflüchtet. Doch Luisa sieht für sich den Zeitpunkt gekommen, ihr Schicksal öffentlich zu machen und sich damit ihrer Vergangenheit zu stellen.

Basierend auf dem Sachbuch "Schläge im Namen des Herrn" erzählt der Film die persönliche Geschichte zweier Heimkinder im Deutschland der Nachkriegszeit.


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Sendedaten
Montag, 18. November 2013, 20.15 Uhr
Credits:
Regie: Dror Zahavi, Buch: Andrea Stoll, Produktion Aspekt Telefilm-Produktion Berlin GmbH für das ZDF
Mit: Senta Berger, Matthias Habich, Alicia vonRittberg, Leonard Carow u.a.