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Lupe
wissen aktuell: Medizin in der Krise
Die moderne Medizin kann viele Erfolge vorweisen und Leben retten, keine Frage. Trotzdem sind viele Heilsversprechen mittlerweile ökonomischen Interessen geschuldet. Der medizinische Overkill verschlingt Unsummen, doch gesünder macht er uns keineswegs. Was ist los mit unserer Medizin?
Patienten kommen nach Operationen immer früher aus dem Krankenhaus. Manche werden bereits nach Hause entlassen, obwohl die Wunden noch nicht verheilt sind oder sie sich nicht allein versorgen können. Von "blutiger Entlassung" sprechen Kritiker. Je früher die Kliniken die Patienten nach Hause schicken, desto mehr Kosten können sie sparen. Bleibt die Gesundheit der Patienten dabei auf der Strecke? Das Fallpauschalen-System und seine Folgen sind ein Thema von "wissen aktuell: Medizin in der Krise" am Donnerstag, 28. November 2013, 20.15 Uhr. In verschiedenen Beiträgen hinterfragt die Sendung das deutsche Gesundheitssystem und macht auf die Folgen für die Patienten aufmerksam.

Die Themen im Überblick:

Nutzlose Medikamente
Neue Arzneimittel kosten in der Regel mehr als bewährte alte Präparate. Ihr Nutzen ist außerdem unzureichend erforscht. Dennoch sorge das Marketing der Pharmafirmen dafür, dass Ärzte diese Mittel besonders oft verschreiben, kritisieren Experten.
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Ärzte als Pillenverkäufer
Ärzte sollten Patienten nach bestem Wissen und Gewissen behandeln - und zwar ohne finanzielle Hintergedanken. Das tun bestimmt auch viele. Doch es häufen sich Fälle, wo niedergelassene Ärzte mit Tricks ihre Praxiskasse aufbessern und so wissentlich gegen die Berufsordnung verstoßen. Wie? Indem sie das Vertrauen ihrer Patienten ausnutzen und an ihnen z. B. mit dem Verkauf von Pillen verdienen.
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Riskante Rezepte
Viele Schmerzmittel, Psychopharmaka oder Rheumapräparate können eine Gefahr sein – besonders für ältere Menschen. Jeder fünfte Patient über 65 nimmt ein solches Präparat ein. Doch vielfach drohen schwere Komplikationen. Nach vorsichtigen Schätzungen sterben in Deutschland mehr als 20.000 Menschen jährlich durch die unkoordinierte Behandlung mit Arzneimitteln.
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Kasse machen mit High-Tech?

Behandlungsfreiheit oder Geldschneiderei?
Bei High-Tech-Medizin ist Deutschland immer vorne mit dabei. Doch viele neue Verfahren haben einen Schönheitsfehler: Sie sind experimentell. Oft ist gar nicht belegt, dass sie für Patienten besser sind, als günstige und sichere Standardverfahren. Erschreckend, aber wahr: In Krankenhäusern sind deutsche Patienten immer wieder Versuchskaninchen für teure High-Tech-Medizin.
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Herzklappe: Kasse machen mit High-Tech
Bei Herzklappen-Operationen wird immer öfter die minimalinvasive Methode eingesetzt. Doch das ist nicht ohne Risiko für die Patienten. Günter G. wurde 2008 eine neue Herzklappe eingesetzt - mit einer angeblich schonenden, neuen Methode. Doch bei der Ultraschall-Kontrolle nach dem Eingriff zeigen sich schwere Komplikationen.
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Teurer Boom - fragwürdiger Nutzen?
Die Kontrolleure der modernen Medizintechnik sitzen im Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit (IQWiG). Im Bereich Gesundheitswesen erstellt das Institut Empfehlungen für die Politik. Geprüft werden auch Körperscans mit dem PET-CT, vor allem bei verschiedenen Krebsformen. Die Berichte sind skeptisch: Meist "unklar" sei der Nutzen der High-Tech-Bilder. Auch deshalb müssen die Krankenkassen das PET-CT oft nicht bezahlen. Ein Affront gegenüber Ärzten und Patienten?
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Wirtschaftsfaktor Krankenhaus

Neue Qualität der medizinischen Versorgung
Marktwirtschaft mit mehr Wettbewerb: Das soll unser Gesundheitswesen besser und billiger machen. Deshalb wird es derzeit umgebaut. Dabei wird die Trennung zwischen ambulanter und stationärer medizinischer Versorgung aufgehoben.
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Krank aus der Klinik
Patienten kommen nach Operationen immer früher aus dem Krankenhaus. Manche werden bereits nach Hause entlassen, obwohl die Wunden noch nicht verheilt sind oder sie sich nicht alleine versorgen können. Von "Blutiger Entlassung" sprechen Kritiker. Je früher die Kliniken die Patienten entlassen, desto mehr Kosten können sie sparen. Bleibt die Gesundheit der Patienten dabei auf der Strecke?
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Das Patientenhotel
Immer mehr Menschen leben allein, gleichzeitig entlassen die Kliniken ihre Patienten immer früher. Vor diesem Hintergrund hat Christian Theysohn vom Deutschen Roten Kreuz Vorderpfalz das Patientenhotel realisiert. Zusammen mit der Hotelleiterin Christine Fuhrmann hat er nun ein halbes Jahr Erfahrung mit Patienten und Krankenkassen gesammelt.
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Krankenhaussterben
Die Krankenhauslandschaft ist im Umbruch: Kleinere oder ineffiziente Häuser werden geschlossen, Deutschland droht ein Kliniksterben. Gerade in strukturschwächeren Regionen sind Städte und lokale Ärzteschaften gefordert. Welche Alternativen gibt es, um die Versorgungssicherheit der Patienten weiterhin zu gewährleisten? Einblicke in die aktuelle Situation zweier Städte, die ihr Krankenhaus verloren haben.
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Fragwürdiger Fortschritt

Gentest – und dann?
Das Geschäft mit Gentests boomt, sogar im Internet. "Ihre Lebensqualität steht in den Genen" - mit solchen Parolen werben Web-Anbieter dafür, das Genom analysieren zu lassen, um Krankheitsrisiken - vermeintlich rechtzeitig - erkennen und behandeln zu können. Ein Geschäft mit der Angst, denn das Online-Genorakel suggeriert: Ob Alzheimer, Diabetes oder Krebs, für all das gibt es eine Lösung - und sie beginnt mit dem Gentest.
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Die Versprechen der personalisierten Medizin
Seit einiger Zeit macht ein neues Schlagwort im Gesundheitswesen die Runde: "personalisierte Medizin". Aber ist das tatsächlich etwas Besonderes? An der Uniklinik Greifswald wurde ein ambitioniertes Studienprojekt gestartet. 6.000 Bluthochdruck-Patienten sollen untersucht werden.
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Personalisierte Krankheiten - ein neues Geschäftsmodell?
"Personalisierte Medizin" wird derzeit in der Krebstherapie stark propagiert. Die Therapie soll damit endlich erfolgreicher werden. Prof. Wolf-Dieter Ludwig, Leiter der Krebsmedizin im Berliner Helios-Klinikum und Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, ist da sehr skeptisch.
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Sendedaten
Donnerstag, 28. November 2013, 20.15 Uhr