Im Fokus: Brasilien
Vom Winde verweht
Zu Fuß durch die Sahara Brasiliens
Die "Lencois Maranhenses" ist ein ausgedehntes Dünengebiet an der Nordküste Brasiliens. Die einzige Wüste Brasiliens reicht bis zu 40 Kilometer ins Landesinnere. Aufgrund der relativ hohen Niederschläge bilden sich zwischen den Dünen einige Seen, die das Gebiet zu einem einmaligen Naturerlebnis machen.
Die "Sahara" Brasiliens ist eine einmalige Gegend, die man in den Tropen nicht erwartet. Sie liegt im Nordosten des Landes, direkt am Atlantik. Nach der Regenzeit sind hier die Dünentäler für einige Monate mit kristallklaren, azurblauen Lagunen versehen. Lencois Maranhenses - "Bettlaken von Maranhao" - heißt der Nationalpark. Denn die Region sieht aus der Luft betrachtet aus wie ein ausgeschütteltes Bettlaken. Der Nordostwind weht ständig und modelliert bis zu 40 Meter hohe, sichelförmige Dünen. Wie ein Meer aus Sand schlängeln sie sich bis zum Horizont. Und die Dünen wandern: manche bis zu 70 Meter im Jahr. Die Dünen verschlingen alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Hin und wieder auch die Hütten der Einheimischen.
Zwei Dörfer gibt es in dieser einmaligen Landschaft. Rund 90 Menschen leben dort unter einfachsten Verhältnissen von dem, was die karge Natur hergibt. Vom Fischfang im Atlantik vor allem. Diesen erreichen sie allerdings erst nach einem anstrengenden Fußmarsch durch die Wüste. In den Monaten Mai bis September kann man diesen Naturpark in Begleitung von Naturschützern erwandern. Acht Tage dauert so eine Expedition, mit Schlafsackübernachtung in der Wüste und den Oasen. Dort können die Teilnehmenden den Alltag der Einheimischen kennen lernen. Der Film von Michael Stocks und ein Fernsehteam sind mit einer Expeditionsgruppe unterwegs und erlebt die Sahara Brasiliens hautnah.
Sendedaten
Dienstag, 4. Dezember 2012, 17.45 Uhr