Supermächte, Weltreiche oder Imperien gab es viele in der Menschheitsgeschichte. Allen war gemein, dass sie Stabilität und Ordnung im Innern herstellten und verlässlich erhielten.
Supermächte der Geschichte
Ein 3sat-Thementag
Einst herrschten sie über die Welt. In ihrem Selbstverständnis waren sie die größte Macht auf der Erde: die Supermächte. Sie hatten Einfluss auf Sprache, Kultur, Politik, Religion und Technologie. In fast 20 Dokumentationen, Reportage und Spielfilmen widmet sich der 3sat-Thementag den Großreichen, die trotz ihrer Unterschiedlichkeit eine Reihe von Parallelen aufweisen.
Sendedaten
Sonntag, 15. April 2018, ab 6.30 Uhr

3sat-Thementag
"Supermächte der Geschichte"

Warum gingen diese Reiche unter? Was hat sich erhalten von den versunkenen Hochkulturen? Woran liegt es,wenn von großen Reichen heute nichts mehr überlebt hat? Welche Rätsel beschäftigendie Menschen heute noch? Diesen Fragen geht der Thementag nach.

 

Die heiligen Tiere der Pharaonen (6.30 Uhr)

© ndr
Schon zur Zeit der Pharaonen hatte die Wüste fast ganz Ägypten erobert.
Keine andere antike Kultur hatte eine so intensive Beziehung zur Tierwelt wie die Ägypter. Tiere verkörperten die guten wie die bösen Kräfte des Universums, die Manifestation der Götter und Dämonen.

Die Ägypter glaubten, dass sich die Schöpfergöttin Hathor in einer Kuh inkarnieren, der Schreibergott Thot die Gestalt eines Ibisses oder eines Pavians annehmen, und Anubis, Herr des Totenreichs, mit dem Kopf eines Schakals erscheinen könne.
Der Film stellt die heiligen Tiere der Pharaonen vor.

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Ein Film von Michael Sutor

 

Im Schatzhaus der Pharaonen (7.15 Uhr)

© NDR/Michael Sutor
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Im Ägyptischen Museum in Kairo befindet sich diese goldene Totenmaske Tutanchamuns.
Das Ägyptische Museum in Kairo lohnt einen Besuch: Es stellt rund 150.000 Artefakte aus, darunter die Mumien legendärer Pharaonen wie Ramses II. und der Goldschatz Tutanchamuns.

Schätzungsweise 90.000 Kunstgegenstände lagern in den Kellern. In endlosen Regalen liegen Hunderte von kostbaren Sarkophagen und Mumienmasken neben Tausenden von Kisten, die längst in Vergessenheit geraten sind.

Wafaa El Saddik, die erste Frau an der Spitze von Ägyptens wichtigstem Nationalmuseum, hat die Aufgabe übernommen, das Haus zu modernisieren.

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Ein Film von Thomas Weidenbach und Rüdiger Heimlich

 

Ägypten - Reise ins Land der Pharaonen (8.00 Uhr)

© SWR/Mouhcine El Ghomri
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Kaum ein anderes Bauwerk weltweit ist mit so vielen Mythen verbunden wie die Pyramiden.
Ägypten ist das geheimnisumwobene Land der Pyramiden, der Pharaonen - und der Sphinx. Bis heute geben die Bauwerke der ägyptischen Hochkultur zahlreiche Rätsel auf.

Der Film begleitet die Archäologin Dr. Nadine Möller von der Universität Chicago bei ihrer Grabungskampagne in Edfu, westlich vom Horus-Tempel, zwischen Luxor und Aswan.

Seit 2005 forscht die Deutsche in Edfu nach Überresten städtischen Lebens - mit großem Erfolg.

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Ein Film von Mouhcine El Ghomri

 

Die schwarzen Königinnen (8.45 Uhr)

Die Hathor-Kapelle in Naga verbindet ägyptische, meroitische und griechisch-hellenistische Stilelemente.
Schon zu Zeiten der Pharaonen war der Nil kultureller und wirtschaftlicher Korridor zwischen dem ägyptischen Norden und dem Herzen Schwarzafrikas. Hier liegt die vergessene Kultur von Meroe.

Ab dem 3. Jahrhundert vor Christus bildete sich rund um die aufstrebende Hauptstadt Meroe, 250 Kilometer nordöstlich des heutigen Khartums, ein selbstbewusster neuer Staat, der für sieben Jahrhunderte die Geschicke der Region bestimmte.
Stark beeinflusst von afrikanischen Traditionen, entwickelte sich hier unter der Führung schwarzer Königinnen eine von Ägypten zunehmend unabhängige Hochkultur.

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Ein Film von Dethlev Cordts und Nicola von Oppel

 

Alexandria und die Wüste (9.30 Uhr)

© BR/S4C International
Die Ruine des antiken Tempels am Kap Sounion.
Alexandria, 331 vor Christus von Alexander dem Großen gegründet, war einst kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt der hellenistischen Welt und die größte Hafenstadt des Mittelmeers.

Heute scheint der Glanz der mythischen Metropole verblasst. Der Film zeigt den kulturellen Reichtum dieser Stadt und ihre Widersprüchlichkeit zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Europa und der arabischen Welt.

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Ein Film von Barbara Dickenberger

 

Tauchfahrt in die Antike (10.15 Uhr)

© HR
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Jedes Schiff erzählt eine Geschichte, die Forscher lesen können.
Auf dem Grund der Ägäis liegen die Zeugen einer fernen Vergangenheit: die Überreste uralter Schiffe, die einst im Meer zwischen den Küsten Griechenlands und der heutigen Türkei kreuzten.

Der Film folgt den Unterwasserarchäologen bei ihren spannenden und bisweilen riskanten Tauchgängen in die Antike.

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Ein Film von Kamil Taylan

 

Griechenland - Der Garten der Götter (10.55 Uhr)

© ORF/ScienceVision/Rita Schlamberger
Westküste der Insel Zakynthos - hier sind einige Buchten nur per Boot erreichbar.
Griechenland ist die Heimat der antiken Götter von Artemis bis Zeus. Das alte Weltreich ist Standort beeindruckender Tempel, Klöster und Ruinen, Schauplatz mystischer Kultstätten, Lebensraum für eine vielfältige Flora und Fauna.

Diese sagenumwobene Kulturlandschaft rund um den Geburtsort der Olympischen Spiele bildet die Kulisse für diese Dokumentation.
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Ein Film von Michael Schlamberger

 

Imperium Romanum (11.40 Uhr)

© dpa
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Der Pont du Gard ist ein römischer Aquädukt im Süden Frankreichs.
In vielen Ländern findet man noch heute die Spuren des römischen Reiches. Sie zeugen von der technischen Geschicklichkeit der alten Römer.

Zu ihnen gehören die UNESCO-Welterbestätten Obergermanisch-Rätische Limes, Pont du Gard, Las Médulas und Leptis Magna.

Filmischen Essays erzählen in diesem "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit"-Zusammenschnitt die Geschichte der Bauwerke.

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Aus der Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit"

 

Hannibals Elefanten (12.30 Uhr)

© dpa/akg-images
Sammelbildchen der Firma "Chicorée Casiez" zur Alpenüberquerung von Hannibal.
Hannibal, Heerführer der Karthager, war sowohl als Stratege, Geschäftsmann und Städtebauer erfolgreich. Noch heute fasziniert der große Feldherr, der vor rund 2200 Jahren lebte.

Berühmt ist vor allem seine Alpenüberquerung mit den Elefanten. Rund um Funde aus Hannibals Zeit entsteht ein Bild der Welterfahrung und Weltordnung des damaligen Lebens.

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Ein Film von Jörg Altekruse

 

Stadt der Gladiatoren - Carnuntum (13.35 Uhr)

© ORF/Interspot Film/Interspot Film 2015/7reasons
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Die Zivilstadt Carnuntum stand direkt am pannonischen Limes, östlich vom heutigen Wien.
Grüne Landschaft, Donau-Auen. Nur wenig deutet heute darauf hin, dass sich hier einst eine Großstadt erhob: Carnuntum. Eine antike Metropole, eine reiche Handelsstadt und ein mächtiger Militärstützpunkt an der nördlichen Außengrenze des römischen Imperiums. In Carnuntum wurden Kaiser ausgerufen und römische Geschichte geschrieben. Bis die Stadt aufgegeben wurde und sich die Natur das Land zurückholte.

Für die Archäologie ist Carnuntum ein Glücksfall. Die Stadt wurde nie überbaut, sie hat sich fast zur Gänze im Untergrund erhalten.
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Ein Film von Klaus T. Steindl

 

Pompeji
Der Ausbruch des Vesuvs 79 nach Christus war verheerend. Zwei Eruptionen beendeten das Leben in den römischen Städten Pompeji und Herculaneum schlagartig und endgültig. Aus heutiger Sicht ist diese Katastrophe ein Glücksfall für die Archäologie.Der Film liefert eine Rekonstruktion des dramatischen Geschehens vom ersten Ausbruch des Vulkans bis zur Zerstörung Pompejis.
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Ein Film von Michael Mosley, Ailsa Orr und Peter Nicholson

 

Nero: Plädoyer für eine Bestie (1/2) (15.10 Uhr)

© ZDF/Alan Keohane
Kaiser Nero (Michael Sheen) sinnt darüber, wie er seinen Namen in der Geschichte verewigt.
Der Film folgt dem Lebensweg Neros und zeigt, dass er Opfer antiker Chronisten wurde, die der Oberschicht angehörten: Sie rächten sich an einem Kaiser, der die Eliten entmachtete.

Nero ist Sohn einer machthungrigen Mutter namens Agrippina, mit der er in einen immer größeren Konflikt gerät. Der Muttermord erscheint als letztes Mittel der dynastischen Politik.

Dieses Verbrechen und Neros Wesen analysiert der Film im Licht der damaligen Zeit.

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Ein Film von Martin Papirowski

 

Nero: Plädoyer für eine Bestie (2/2) (16.05 Uhr)

© BR
Der Brand von Rom und die anschließende Christenverfolgung gehören zum Gründungsmythos der katholischen Kirche.
Christliche Geschichtsschreiber stilisierten Nero lange nach seinem Tod zum Brandstifter und Christenverfolger. Doch es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass Nero Rom anzünden ließ.

Auch dafür, dass der Apostel Petrus überhaupt jemals in Rom war, gibt es keine historischen Beweise. Vielmehr handelt es sich um eine Legendenbildung der Geschichtsschreibung früher Jahrhunderte.
Tatsächlich gibt es keinerlei historischen Nachweis, dass sich Petrus, der erste Bischof von Rom, jemals in der Stadt aufgehalten hat, dass er im Auftrag Neros gekreuzigt und dort begraben wurde.

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Ein Film von Martin Papirowski

 

Alexander der Große - Auf dem Weg zur Macht (16.55 Uhr)

© ZDF
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Alexander (David Schütter) mit seinem Markenzeichen, dem Löwenhelm.
Alexander der Große gilt mit seiner charismatischen Persönlichkeit und seiner Kunst in der Kriegsführung als der Vorzeige-Weltherrscher der Geschichte.

Kein Superlativ scheint dem jungen Makedonenkönig gerecht zu werden. Seine Vision: ein friedliches, multikulturelles Imperium zu schaffen.
In nur elf Jahren erobert er ein Gebiet, das sich von Griechenland über den Orient hinaus bis nach Indien erstreckt.
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Ein Film von Martin Carazo Mendez und Christian Twente

 

Alexander der Große - Bis ans Ende der Welt (17.40 Uhr)

© ZDF
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Auch in der Schlacht von Gaugamela kämpft Alexander (David Schütter) an vorderster Front.
Im Zentrum der zweiten Folge steht Alexanders gigantischer Eroberungszug. Er führt ihn durch Kleinasien, Ägypten, Persien und Pakistan bis nach Indien - ans Ende der damals bekannten Welt.

Scheinbar mühelos hat der Makedone innerhalb von elf Jahren das größte Imperium der Antike geschaffen. Nach seinem frühen Tod im Jahr 323 vor Christus zerfällt das Alexanderreich binnen kürzester Zeit.
Die imperiale Idee aber prägt die weitere Geschichte Europas, angefangen von Caesar bis Napoleon und darüber hinaus.
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Ein Film von Martin Carazo Mendez und Christian Twente

 

Alexander der Große (18.25 Uhr)

© ZDF/Robert Krasker
Auf seinem Weg zu immer neuen Siegen lässt sich Alexander (Richard Burton) auch von dem berühmten "gordischen Knoten" nicht zurückhalten.
Schon früh muss Alexander ein schweres Erbe antreten. Nachdem sein Vater hinterrücks ermordet wurde, wird er als gerade Zwanzigjähriger König von Mazedonien. Doch Alexander will noch mehr.
Als oberster Befehlshaber einer großen Streitmacht schafft Alexander mit seinen berühmten Feldzügen in nur wenigen Jahren ein gigantisches Reich. Angetrieben wird der junge Feldherr dabei von dem Wunsch, seine schwierige Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Spektakuläre Schlachtszenen, Intrigen, Kämpfe der Mächtigen und als Star Richard Burton: Das sind die Zutaten dieses herausragend besetzten Hollywood-Monumentalfilms.
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Spielfilm, USA 1956

 

Das Gewand (20.15 Uhr)

© dpa/United Archives
Marcellus (Richard Burton) wird von dem römischen Statthalter Pontius Pilatus beauftragt, die Kreuzigung von Jesus Christus zu bewachen.
Der junge römische Tribun Marcellus Gallio legt sich mit dem künftigen Kaiser Caligula an und wird nach Palästina versetzt. Dort gerät er in Konflikt zwischen Loyalität und Glauben.

Als Hauptdarsteller konnte Regisseur Henry Koster den damals 27-jährigen Richard Burton gewinnen, der die Rolle des römischen Tribuns Marcellus Gallio verkörperte.

Entgegen des geläuterten und zum Christentum bekehrten Marcellus, bezeichnete sich Burton jedoch stets als Atheisten. Für seine überzeugende Darstellung wurde er als Bester Hauptdarsteller für den Oscar nominiert.

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Spielfilm, USA 1953

 

 

Sodom und Gomorrha (22.20 Uhr)

© ARD Degeto
Lot (Stewart Granger, li.) und sein Erzfeind Astartoh (Stanley Baker) liefern sich einen Kampf auf Leben und Tod.
In "Sodom und Gomorrha" erzählt Altmeister Robert Aldrich frei nach biblischen Motiven die legendäre Geschichte der "sündigen Städte" als Drama um Liebe und Moral.

Aldrich ist ein Historienepos gelungen, das durch grandiose Bilder und spektakuläre Schlachtszenen zu beeindrucken weiß.

In den Hauptrollen glänzen Stewart Granger, Anouk Aimée und Stanley Baker.

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Spielfilm, Italien/Frankreich 1961