Der Vertrag mit Moskau wurde in einem "geheimen Kanal" zwischen Brandt und Breshnew vorbereitet, über eine konspirative Verbindung zwischen Brandts Vertrautem Egon Bahr und den KGB-Agenten Wjatscheslaw Keworkow und Walerij Lednew. Die Gesprächspartner trafen sich jeweils unter größter Geheimhaltung. Auch der Deutschland-Experte des sowjetischen Außenministeriums, Valentin Falin, nahm an vielen Gesprächen teil. Der CIA verfolgte aufmerksam, was hier passierte, die DDR ahnte einiges und war nicht amüsiert. In den direkten deutsch-sowjetischen Geheimkontakten wurde nicht nur der Moskauer Vertrag vorbereitet. Keworkow rückte zum Beispiel auch mit einer großen Aktentasche voller Dollarscheine an, um durch Zahlungen an Abgeordnete das Misstrauensvotum gegen Brandt zum Scheitern zu bringen.
Die Dokumentation von Jürgen Bevers schildert, was hinter den Kulissen tatsächlich passierte. Die entscheidenden Akteure, Egon Bahr, Wjatscheslaw Keworkow und Valentin Falin sowie andere hochrangige deutsche Politiker erzählen ein Kapitel europäischer Politik, das in seinen Details bis heute, vierzig Jahre später, kaum bekannt ist. Ein Stück Geschichte, das bei aller Ernsthaftigkeit mitunter Züge eines James-Bond-Films trägt.