© rbb
Rabbi Walter Rothschild in einem Interview.
Mein Gott, Walter!
Die eigensinnigen Wege des Rabbi Rothschild
Rabbiner Walter Rothschild ist blitzgescheit, witzig und sehr direkt. Mit seinem britischen Humor eckt er oft an und hat sogar zwei Jobs als Gemeinderabbiner verloren. Seitdem versucht der 62-Jährige, als Freiberufler über die Runden zu kommen.
Rabbi Walter Rothschild führt ein bewegtes Leben und bewegt dabei auch immer die Menschen, die ihn umgeben.

Nur selten ist er in einer Synagoge anzutreffen: stattdessen am Filmset, auf einer Kabarettbühne, beim Probieren einer koscheren Thüringer Bratwurst oder am Schreibtisch seines mit Büchern und Unterlagen vollgestopften Arbeitszimmers in Berlin-Charlottenburg.


Humor, Einfallsreichtum und Gottvertrauen

Die beiden Autorinnen Daniela Haarhof und Ulrike Steinbach porträtieren den streitbaren Rabbiner. Ihr Film erzählt von Abschied und Neubeginn. Die Autorinnen begleiten den Eisenbahnfan mit dem Nachtzug von Berlin nach Wien, denn dort betreut der Rabbi eine liberale Gemeinde und feiert mit ihren Mitgliedern das Purimfest.

Doch anschließend wird er sein Amt an einen jüngeren Nachfolger übergeben. An seine Rente kann der Berliner Brite allerdings noch lange nicht denken: Der freiberufliche Prediger muss einiges auf die Beine stellen, um finanziell über die Runden zu kommen.

Rabbi Walter Rothschild sieht es mit Humor, Einfallsreichtum und Gottvertrauen.


Sendedaten
Mittwoch, 27. Juni 2018, 11.15 Uhr

Mein Gott, Walter!

Ein Film von Daniela Haarhoff und Ulrike Steinbach. Aus der ARD-Reihe "Himmel & Erde"

Mehr zum Thema
Jude. Deutscher. Ein Problem?
In Deutschland leben mittlerweile wieder mehr als 100.000 Juden. Doch führen sie ein so normales Leben wie ihre Nachbarn? Wie steht es heute um jüdisches Leben, wenn Synagogen, Kultureinrichtungen und Schulen rund um die Uhr bewacht werden müssen?
Multimediales Webspecial
© Sandra_DemmelhuberSchalom Berlin
In Berlin leben mittlerweile etwa 13.000 junge Israelis. Diese Gemeinschaft bildet eine ganz eigene Dynamik, die dem Leben in der Hauptstadt und der jüdischen Kultur in Deutschland neue Impulse gibt.
Weiter im Programm...
© rbbGundula KrauseDie Püppchen aus der Auguststraße
„Ruthchen und Ginchen“ haben sich noch einmal auf den Weg zurück in ihre Kindheit gemacht. Vermutlich zum letzten Mal in ihrem Leben reist das Zwillingspaar, mittlerweile 85 Jahre alt, von Tel Aviv nach Berlin. Denn hier haben die beiden Jüdinnen die ersten Jahre ihres Lebens verbracht. Sie wollten damals Bühnenstars werden, doch dann kam alles anders...