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In den Uffizien in Florenz zu bewundern: Die Geburt der Venus von Boticelli.
Zeitenwende – Die Renaissance
Die Epoche der Renaissance löst ab dem 14. Jahrhundert eine wirtschaftliche, wissenschaftliche, technische, gesellschaftliche, religiöse und kulturelle Entwicklung aus, die einzigartig in der Geschichte ist. Sie schafft einen neuen Typus Mensch, der nicht mehr nur glauben will, sondern den Dingen auf den Grund geht und sich selbst als göttliches Wesen begreift.
Mit der Wiederentdeckung antiker Texte und Statuen wird auch der humanistische Geist der Antike nach dem "düsteren Mittelalter" erneut aufgegriffen und beflügelt die Denker des 15. und 16. Jahrhunderts.

Florenz wird oft als Wiege der Renaissance genannt. Dort herrschte der mächtige Clan der Medici, der sich als der größte Mäzen für Künstler entwickelte.  © padpa Florenz wird oft als Wiege der Renaissance genannt. Dort herrschte der mächtige Clan der Medici, der sich als der größte Mäzen für Künstler entwickelte.
Das weltberühmte Gemälde der Mona Lisa von Leonardo da Vinci aus der Hochphase der Renaissance am Anfang des 16. Jahrhunderts.  © pa/dpa/World History Archive Das weltberühmte Gemälde der Mona Lisa von Leonardo da Vinci aus der Hochphase der Renaissance am Anfang des 16. Jahrhunderts.

Verlorenes Wissen der Antike

Oströmische Gelehrte bringen das verlorene Wissen der Antike in den Westen, lösen Innovationsschübe in allen Fakultäten aus. Doch die Renaissance ist mehr als die "Wiedergeburt der Antike". Denn sie wird den Wissensstandard der Antike überflügeln.

Durch den Wettbewerb der Künste, den Ansporn, sich gegenseitig zu übertreffen, liefen Malerei, Bildhauerei und Architektur zu Höchstformen auf. Zu ihnen zählen große Künstler wie Leonardo da Vinci, Boticelli, Raffael und Michelangelo – um nur einige zu nennen.


Ein Großprojekt der Epoche: der Petersdom in Rom

© pa/dpa/Uta Poss
Der Petersdom in Rom.
In der Renaissance war die Kirche zwar nicht mehr der alleinige Auftraggeber von Künstlern, trotzdem noch immer sehr wichtig. Der Petersdom in Rom repräsentiert nicht nur das Zentrum der Katholiken, er vereint auch einige der großen Renaissance-Künstler, die an seinem Bau maßgeblich beteiligt waren. Der Umbau der ursprünglich konstantinischen Basilika zum Petersdom von heute dauerte von 1506 bis 1626. Das neue Menschenbild scheint die Kirchenführer - zumindest in der Kunst - nicht zu stören.

Michelangelo (1475–1564) entwirft die Kuppel und die Chorpartie des Doms. Auch die berühmte Schöpfungsszene in der Sixtinischen Kapelle stammt von ihm.

Ebenfalls in der Sixtinischen Kapelle sind zahlreiche Bilder des Malers Boticelli (1445–1510) zu sehen.

Und Raffael (1483–1520) arbeitete als Bauleiter des Petersdoms.


Michelangelo malte die berühmte Schöpfungsszene in der Sixtinischen Kapelle. © pa/dpa Michelangelo malte die berühmte Schöpfungsszene in der Sixtinischen Kapelle.
Die Verkündigung an Maria von Donatello. © pa/dpa/Rabatti-Domingie Die Verkündigung an Maria von Donatello.

Michelangelo entwarf  auch die Kuppel und die Chorpartie des Peterdoms. © pa/dpa/Uta Poss Michelangelo entwarf auch die Kuppel und die Chorpartie des Peterdoms.
Madonna Esterhazy von Raffael. © pa/dpa/Fine Art Images Madonna Esterhazy von Raffael.

Stil-Merkmale der Renaissance

Wiedergeburt der Antike: Der Mensch rückt wieder ins Zentrum
Räumliche Perspektive revolutioniert die Malerei
Emanzipation der Skulptur vom Bauwerk – frei im Raum stehend
Technische Neuerungen in der Architektur

Sendedaten
Mittwoch, 21. Februar 2018, 20.15 Uhr

Zeitenwende – Die Renaissance

Ein Film von Martin Papirowski

Dokumentation
Landträume - In der Toskana
Die Toskana gilt als Inbegriff einer vom Menschen geschaffenen Kulturlandschaft. Im Zeitalter der Renaissance bildete sich hier das Selbstverständnis des modernen Menschen heraus, der sich die Natur zu eigen macht und sie nach seinen Wünschen gestaltet.
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