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Wohlstand für alle?
In Deutschland besitzen zehn Prozent der Haushalte mehr als die Hälfte des Gesamtvermögens - und die Ungleichheit nimmt weiter zu. Diese Schieflage ist nicht nur ein soziales, sondern auch ein ökonomisches Problem. Denn sie schwächt auf Dauer die Volkswirtschaft.
Sozialer Aufstieg: für das untere Drittel unserer Gesellschaft ist das meist ein leeres Versprechen. Wer in Deutschland in eine Geringverdiener-Familie hineingeboren wird, wird sehr wahrscheinlich selbst ein Geringverdiener. Dabei ist Einkommensarmut nicht nur ein Thema der Unterschicht: Sie betrifft zunehmend auch Angehörige der Mittelschicht.

Dass jemand allein mittels Arbeit seine Lebensbedingungen und den sozialen Status sichern oder gar verbessern kann, ist längst nicht mehr garantiert. Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt droht diesen Trend weiter zu verstärken. Und selbst wer ein Leben lang gearbeitet hat, ist nicht sicher vor Altersarmut.


Kluft wird immer größer

Vergrößert wird die Kluft zwischen Arm und Reich noch durch die derzeitige Geldpolitik: Nullzins, explodierende Immobilienpreise und jede Menge billiges Geld - auf dem Sparbuch schmilzt es weg, wer Schulden hat, darf sich dagegen freuen.

Wie reich sind die Deutschen wirklich? "wissen aktuell" sucht Wege aus der Ungerechtigkeit und wirft auch einen kritischen Blick auf die Rentenpolitik der vergangenen Jahrzehnte.


Sendedaten
Donnerstag, 25. Januar 2018, 20.15 Uhr

wissen aktuell: Wohlstand für alle?