In Berlin wussten die Alliierten zunächst nicht, was sie mit den Flüchtlingen machen sollten. Die Engländer, die auch Palästina verwalteten, waren gegen eine Weiterreise ins "Gelobte Land", und auch viele überlebende Juden wussten zunächst nicht, wohin sie gehen sollten.
"Ich bin im Juli 1946 in Schlachtensee angekommen," erzählt die ehemalige Bewohnerin Rachel Abramowitz. "Mit wurde ein Platz auf dem Boden der Polizeistation zum Schlafen zugewiesen, es gab schlicht keinen anderen Platz. Das Lager wurde zu diesem Zeitpunkt immer voller: Viele kamen aus Polen, sie hatten in der Sowjetunion überlebt. Eigentlich sollte Schlachtensee ja ein Durchgangslager sein, aber durch die vielen jüdischen Flüchtlinge aus Osteuropa wurde es eine Dauereinrichtung," so die ehemalige Bewohnerin Abramowitz. Sie ist heute über 80 Jahre alt und lebt in Miami.
Sehen Sie am Sonntag, 27. Januar 2013, 12.15 Uhr einen Dokumentarfilm über heimatlose Juden in der Stunde Null. Der Filmautor Gabriel Heim lässt diese Vergangenheit in einem packenden Film wieder aufleben: mit Zeitzeugen, historischem Filmmaterial und vielfältigen fotografischen Dokumenten.