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Dienstag, 20. April
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Wissenschaftler der Universität Izmir auf Tauchgang
Tauchfahrt in die Antike
Viele untergegangene Schiffe in der Ägäis sind Zeugen einer fernen Vergangenheit: Wer wusste schon, dass die Handelsbeziehungen der Bronzezeit vom heutigen Litauen bis nach Ägypten reichten.
Jedes einzelne Schiff erzählt eine Geschichte
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Rhodos-Amphore, 2. Jahrhundert v. Chr.
Auf dem Grund der Ägäis liegen die geheimnisvollen Zeugen einer fernen Vergangenheit: die Überreste uralter Schiffe, die einst im gefährlichen Meer zwischen den Küsten Griechenlands und der heutigen Türkei kreuzten. Sie zerschellten an den Klippen, kenterten im Sturm, wurden in Kriegen versenkt. Jedes einzelne Schiff erzählt eine Geschichte, die kundige Forscher lesen können.

Das älteste Überseeschiff der Welt
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Wrack-Modell von Uluburun, 13. Jh. v. Chr., Bronzezeit
Eines der Warcks ist das Schiff von "Uluburun". Es liegt vor der Südwestküste der Türkei und der Name - das ist einmalig - wurde dem Schiffswrack gegeben, nicht dem noch funktionstüchtigen Schiff. Die "Uluburun" ist das älteste bekannte Überseeschiff, das je gefunden wurde. Mit seinen 15 Metern Länge und fünf Metern Breite sank es in der späten Bronzezeit, im 14. Jahrhundert vor Chr. Als es sank, beförderte es 10 Tonnen Kupferbarren, 1 Tonne Zinnbarren, Blauglas, Elfenbein, Mandeln, Feigen, Oliven, Töpferwaren sowie Schmuck aus Gold und Silber, Bronzewerkzeuge und Waffen. Es wurde aus Zeder- oder Pinienholz gefertigt, konnte insgesamt 20 Tonnen zuladen.

Die Forscher vermuten, dass das Schiff einen Rundkurs im südlichen Mittelmeer fuhr - es wurden aber auch Artefakte gefunden, die von der Ostsee stammten - ein Beweis für eine rege Handelstätigkeit in der Bronzezeit. 1982 entdeckten Schwammtaucher erste Anzeichen des Wracks. Das einmalige Schiff von "Uluburun" wurde von 1984 bis 1994 geborgen, wozu insgesamt mehr als 22.000 Tauchgänge nötig waren.


Tauchgänge in die Antike
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Wrack vor Yassada
Die Sendung folgt den Unterwasserarchäologen bei ihren spannenden und bisweilen riskanten Tauchgängen in die Antike, zeigt ihre Methoden und die langwierige Arbeit nach der "Ausgrabung": die Rekonstruktion des Schiffes und seiner letzten Fahrt. Woher kam es? Wohin fuhr es? Was hatte es geladen? Wo stand die Werft, in der es gebaut wurde? Und wer waren die Menschen, die mit ihm untergingen?

Der Film von Kamil Taylan ist eine spannende Entdeckungsreise, die uns die Vergangenheit auf ungewöhnliche Weise näher bringt. Es ist zugleich ein Bericht über eine Wissenschaft, die mit ihren abenteuerlichen Tauchgängen den Alltag ferner Zeiten auf farbige Weise in die Gegenwart rückt.


Sendedaten
Sonntag, 20. September 2009, 22.30 Uhr
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Thementag am 20. September 2009
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