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Abstand ist notwendig, wenn "Old Faithful" einen bis zu 55 Meter hohen Heißwasserstrahl in die Luft schießt.
Yellowstone
Der erste Nationalpark der Welt
Mit hunderten von Geysiren, tausenden von Thermalquellen und einer nahezu unvergleichlichen Tier- und Pflanzenwelt ist der Yellowstone-Nationalpark seit 1872 sicher das vielseitigste Weltnaturerbe der USA.
Der Park dokumentiert, wie sehr sich die Vorstellungen über Natur- oder Landschaftsschutz in den letzten 150 Jahren verändert haben. Bei der Gründung hieß es: Der Park ist ausschließlich zur Wohltat und zum Vergnügen der Menschen da und dazu gehörte auch die Jagd. Erst 1883 wurde diese verboten.

Mammoth Hot Springs mit seinen Sinter-Terrassen im Yellowstone Nationalpark. © swr Mammoth Hot Springs mit seinen Sinter-Terrassen im Yellowstone Nationalpark.
Die Beauty Pool Thermalquelle des Yellowstone Nationalparks. © swr Die Beauty Pool Thermalquelle des Yellowstone Nationalparks.

Wölfe ausgerottet, fast alle Bisons erschossen

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Die malerischen Lower Falls.
Zuvor hatten Jäger und Wilderer die Wölfe ausgerottet und fast alle Bisons geschossen. In einem langwierigen Prozess wurden die Tiere im Park wieder heimisch. Die Wiederaufzucht von Bisonherden und Wölfen gilt als einer der größten Erfolge der amerikanischen Naturschutzbewegung.

Das Ziel der Parkverwaltung ist es, heute der Natur und allen Tieren im Park ihren freien Lauf zu lassen - auch den Bären, die jahrelang fast wie Haustiere gehalten wurden.


UNESCO-Weltnaturerbe seit 1976

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Bison im Winter im Yellowstone Nationalpark.
Im Jahr 1976 verlieh die UNESCO dem Park den Status eines Internationalen "Biosphären-Reservates" und 1978 wurde er zum Weltnaturerbe erhoben. Das Naturschutzgebiet liegt in drei US-Bundesstaaten. Nahezu vollständig in Wyoming und zu drei Prozent in Montana und einem Prozent in Idaho.

Über die Hälfte aller weltweit existierenden heißen Quellen sind im Yellowstone-Gebiet zu finden und darunter brodelt ein gigantischer Vulkan, über dessen Ausbruch immer wieder spekuliert wird.


Der größte Bergsee Nordamerikas

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Die gelben Steinwände des Grand Canyons in Yellowstone, die dem Nationalpark seinen Namen gegeben haben.
Insgesamt umfasst der Park eine Fläche von fast 9.000 Quadratkilometern und besitzt mit dem Yellowstone Lake den größten Bergsee Nordamerikas. Der Park hat seinen eigenen "Grand Canyon" mit Wasserfällen, die durch die Bilder des amerikanischen Malers Thomas Moran weltbekannt geworden sind.

So vielseitig und kontrastreich wie die Landschaft ist auch das Klima. Auf 2.000 Metern Höhe sind selbst im Hochsommer die Nächte kalt und zwischen den heißesten Tagen im Sommer und den kältesten im Winter können bis zu 70 Grad Celsius liegen.

Der Yellowstone gilt als der wildeste unter den amerikanischen Parks und wenn es so etwas wie ein perfektes, ein komplettes Wunderwerk der Natur gibt, dann könnte er dieser Idealvorstellung sehr nahe kommen.


Sendedaten
Sonntag, 11. Februar 2018, 19.40 Uhr

Yellowstone - Der erste Nationalpark der Welt

Ein Film von Ralph Ströhle

(Dieser Film ist nach der Ausstrahlung sieben Tage in der 3sat-Mediathek)

Hintergrund
© SWR/3satDer Yellowstone-Nationalpark in den USA liegt in den Bundesstaaten Wyoming (96 Prozent), Montana (drei Prozent) und Idaho (ein Prozent). Er umfasst knapp 9.000 Quadratkilometer.

1872 gegründet, gilt er als der älteste offizielle Nationalpark der Welt. Der Name wurde vom größten Fluss im Park, dem Yellowstone River, übernommen. Der Park ist bekannt für das weltgrößte Vorkommen von aktiven Geysiren (heißen Quellen).

1978 erklärte die UNESCO Yellowstone zum Weltnaturerbe.

Dokumentation
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