Samstag, 14.30 Uhr
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Reisewege Österreich
4. Mai
Burgenland - Esterházyland
Im Burgenland wurde viel gekämpft. Immer schon war die Region Durchzugsgebiet nach Wien und so manche sengende und mordende Truppe konnte hier aufgehalten werden...
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Archiv
Rückblick
Auch in der Vergangenheit haben wir zahlreiche interessante Ziele in Europa und dem Rest der Welt bereist. Hier finden Sie einen Rückblick auf frühere Sendungen.
Navigationselement
© SR/Manfred Behrens Lupe
Luftaufnahme vom Hafen auf Gökceada, einer Insel am Eingang der Dardanellen im Thrakischen Meer
Tanz um das hölzerne Pferd
Die Dardanellen
Die Dardanellen sind nicht nur eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt, sie sind auch ein geschichtsträchtiger Ort. Weniger als zwei Kilometer breit, stellen die Dardanellen eine schicksalhafte Scheidelinie zwischen Okzident und Orient dar. Unzählige Schlachten wurden hier geschlagen.
Kriege, Mythen und Geschichten
© SR/Manfred Behrens Lupe
Dorfstraße bei Adatepe auf der Ägäisinsel Gökceada
Zwei türkische Burgen wachen über den neuralgischen und seit jeher strategisch wichtigen Punkt. Die Festung auf dem europäischen Ufer trägt den unzweideutigen Namen "Kilitbahir“, Meeresverschluss. An beiden Ufer sind die Spuren einer langen Geschichte als Schmelztiegel vieler Kulturen zu finden.

Viele Mythen und Geschichten spielen seit Jahrtausenden an diesem Gewässer, das Europa von Asien trennt. Schon die griechische Mythologie erzählt von dem innig verliebten Paar der Aphroditepriesterin Hero und Leander, der am asiatischen Ufer der Dardanellen lebte. Um Hero zu treffen, schwamm Leander nächtlich durch das Meer auf die andere Seite. Eine Kerze wies ihm den Weg. Doch sie erlosch in einem Sturm, und Leander verirrte sich und ertrank. Als Hero seine Leiche am Ufer fand, stürzte sie sich aus dem Fenster. So erzählt es der römische Dichter Ovid. Es war immer schon kompliziert zwischen Europa und Asien.


Das Trojanische Pferd in Canakkale
© SR/Manfred Behrens Lupe
Ruinen von Troja
Auch der berühmteste Krieg des Altertums tobte sechs Kilometer im Landesinneren, wenn man Homers "Ilias" und "Odyssee" glauben will: der Trojanische Krieg. Zehn Jahre lang versuchten die Griechen vergeblich, Troja einzunehmen. Erst die List, die Krieger im Bauch eines Holzpferdes in die Stadt einzuschleusen, führte zum Sieg. Der Mythos Troja lebt bis heute. So ziert das hölzerne Pferd aus dem Hollywoodfilm "Troja" - mit Brad Pitt in der Hautrolle - die Uferpromenade der Provinz-Hauptstadt Canakkale.

Die Halbinsel Gallipoli, das europäische Ufer der Dardanellen, diente auch Alexander dem Großen 334 v. Chr. als Ausgangspunkt für seinen Asienfeldzug. Von hier aus überquerte er mit 30.000 Mann Fußvolk und 5.000 Reitern den "Hellespont", wie diese Meerenge im Altertum hieß. Umgekehrt wurde von den Persern auf der Halbinsel Gallipoli die Eroberung Byzanz' vorbereitet.


Das Meer vor Gallipoli färbte sich Rot
© SR/Manfred Behrens Lupe
Ruinen von Alexandria Troas
Ein anderer Krieg, der auch an den Dardanellen tobte, war der Erste Weltkrieg. Um das wilhelminische Deutschland zu besiegen, hielten die Engländer und Franzosen es für notwendig, eine zweite Front hier im Südosten aufzubauen. Man wollte das Schwarze Meer erreichen und Deutschland einkreisen. Das Osmanische Reich war allerdings mit Deutschland verbündet und die Schiffsattacke wurde zur Katastrophe. Am 25. April 1915 begann die Invasion.

16.000 französische Soldaten täuschten eine Scheinlandung vor, um den Feind abzulenken. Nach einem gewaltigen Bombardement durch die Schiffsartillerie betrat eine Division bei Helles die Insel. Zur selben Zeit landeten Soldaten im Norden von Ari Burun. Im Kugelhagel färbte sich das Meerwasser rot. Zahlreiche Verwundete blieben ohne medizinische Versorgung und die Toten unbestattet. Nach über neun Monaten vergeblichen Kampfes zogen sich die Briten aus der Region zurück.

Die Schlacht von Gallipoli zählt zu den verlustreichsten des Ersten Weltkriegs. Auf beide Seiten verloren schätzungsweise 250.000 Mann das Leben, was der Hälfte aller zum Einsatz gekommenen Soldaten entspricht. Dieser Sieg weckte den Nationalstolz der Türken, und er ist auch heute noch zu spüren. Der Kommandant der osmanischen Streitkräfte, ein gewisser Mustafa Kemal Pascha, später Atatürk genannt, erwarb sich hier seinen Ruf als guter General.


Wasserstraße zwischen Orient und Okzident
Sehen Sie am Samstag, 8. September 2012, 14.30 Uhr einen Film von Manfred Behrens über die Dardanellen, diese Wasserstraße zwischen Orient und Okzident, den Schauplatz vieler Geschichten. Die Dardanellen, ungefähr 200 Kilometer südwestlich von Istanbul gelegen, sind nur 65 Kilometer lang - doch wie keine andere Landschaft wurde sie zum Schauplatz der Geschichte von Ost und West.

Sendedaten
Samstag, 8. September 2012, 14.30 Uhr
Istanbul - Bagdad
Der Kaiser und der Sultan
Auf den Spuren der Bagdad-Bahn (11.2011)
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