Samstag, 14.30 Uhr
Archiv & Vorschau
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Reisewege Frankreich
11. Mai
Die Route des Grandes Alpes
Vor fast hundert Jahren entstand die Idee, eine Alpenstraße vom Genfer See bis hinunter zum Mittelmeer zu bauen. Das war die Geburtsstunde der "Route des Grandes Alpes"...
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Archiv
Rückblick
Auch in der Vergangenheit haben wir zahlreiche interessante Ziele in Europa und dem Rest der Welt bereist. Hier finden Sie einen Rückblick auf frühere Sendungen.
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© SR/J. Droste-Hennings Lupe
Das Gartenparadies von Dominique Lafourcade
Reisewege Südfrankreich
Künstlergärten der Provence
Zeig mir Deinen Garten und ich sage Dir, wer Du bist. Gärten dienten seit dem Altertum der Repräsentation und waren die Visitenkarte ihrer Eigentümer. Seit dem Gärten nicht mehr dem Anbau von Nahrung dienten, waren sie Ausdruck gesellschaftlicher Stellung und verzierten mit "Kulturen" das Ansehen des Besitzers.
Sendedaten
Samstag, 21. Juli 2012, 14.30 Uhr
Gelebte provenzalische Träume
© SR/J. Droste-Hennings Lupe
Der Garten der Dominique Lafourcade
Die Gartenkultur und Gartenkunst, also die Gestaltung der Landschaft nach ästhetischen Gesichtspunkten, war und ist genau wie die Bildende Kunst ideengeschichtlichen Strömungen unterworfen: Klassizismus, Romantik, Realismus oder Postmoderne lassen sich auch im Garten "erfahren".

Eine gelungene Verbindung von Kunstwerk und Garten, von materiellem und ästhetischem Genuss findet sich vor allem in den Gärten in Frankreichs Süden. Schon immer hat diese Gegend die Künstler angelockt, sei es wegen des Lichts - so die "offizielle" Begründung - sei es wegen des hervorragenden Rotweins, des gewissen "savoir vivre", des milden Klimas oder der wundervollen Landschaft in der Provence und an der Côte d’Azur.

Vor allem die Gärten der Künstler sind hier Ausdruck ihres künstlerischen Schaffens: So vielschichtig wie die Personen selbst sind ihre Werke und erst recht ihre Gärten. Mal launisch, exzentrisch, zurückhaltend und dann wieder impulsiv, humorvoll und mit viel Temperament. Geld scheint bei der Erschaffung dieser gelebten provenzalischen Träume meist keine gewichtige Rolle zu spielen. Über die Gärten erfährt man viel über ihre Besitzer und über die Künstler unserer Zeit.

Reisewege Frankreich
Die Route des Grandes Alpes
Samstag, 28. Juli 2012, 14.30 Uhr

Stahl im Garten - Bernar Venet
Bernar Venet zählt zu den bedeutendsten lebenden Künstlern. Die Stahlskulpturen des Bildhauers sind in vielen internationalen Museen und privaten Sammlungen, aber auch im öffentlichen Raum vertreten. In Le Muy (Département Var) kaufte der Künstler schon 1989 ein kleines Anwesen mit einer Fabrikhalle und einer Mühle inmitten eines weitläufigen Parks. Venet gestaltete die Landschaft nach seinen Vorstellungen, restaurierte die Gebäude, baute die Mühle zu seinem Wohnhaus um und brachte hier eine bedeutende Sammlung zeitgenössischer Kunst unter. Die Fabrik dient ihm als Atelier und um sie herum fügen sich seine Skulpturen harmonisch in die Landschaft ein.
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Querkopf - Sacha Sosno
© SR/J. Droste-Hennings Lupe
Garten von Sacha Sosno mit seinen leuchtend bunten Skulpturen
Sacha Sosno, ein in Nizza lebender zeitgenössischer Künstler, hat nicht nur seinem eigenen Garten ein ganz persönliches Bild verliehen, er hat darüber hinaus jenes von Nizza, unter anderem durch den "Tête Carré", nachhaltig verändert. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um ein 25 Meter hohes quadratisches Gebäude, das zugleich als Skulptur einen Kopf darstellt. Es ist im Garten der Bibliothek in Nizza zu finden. Sein Haus, Atelier und Garten lassen sich auf einem Weinhügel in Bellet nordwestlich vonNizza besichtigen.
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Nouveau Réalisme - Arman
© SR/J. Droste-Hennings Lupe
Wohnhaus und Garten des Künstlers BEN
Der im Jahre 2005 verstorbene Künstler Arman (eigentlich Armand Pierre Fernandez) machte vor allem durch seine Aktionen "colères" (Wutanfälle) auf sich aufmerksam. Zum Beispiel verwüstete der Mitbegründer des "Nouveau Réalisme" 1975 innerhalb von 20 Minuten eine Durchschnitts-Wohnung mit einer Axt. Wer meint, das Arman deshalb kein guter Gärtner sein könne, der irrt. An der Côte d’Azur in Vence, unweit von Nizza, errichtete er ein Ensemble von Garten und Gebäuden, das als Gesamtkunstwerk mit ausgefallenen Ideen besticht. Alle Gebäude sind wie überdimensionale Skulpturen verkleidet und angefüllt mit ausgedienten Gebrauchsgegenständen: ein Springbrunnen aus alten Waschbecken, eine Hausfassade aus Waschtrommeln und in Beton gegossene Nähmaschinen und Nähmaschinentische sind Zeugnis eines Menschen, der keine Konventionen akzeptierte.
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Suche nach außergewöhnlichen Garten-Kunstwerken
© SR/J. Droste-Hennings Lupe
Sacha Sosnos Skulpturengarten
In dem Film von Knut Meierfels, den Sie am 21.07.2012 von 14.30 Uhr an sehen können, hat sich ein Fernsehteam zusammen mit der Kunsthistorikerin und Buchautorin Julia Droste-Hennings auf die Suche nach außergewöhnlichen Garten-Kunstwerken gemacht. Julia Droste-Hennings bereiste bei ihrer Buchrecherche zu diesem Thema sieben teilweise weltweit bekannte Künstler und erzählt dabei von der Begegnung mit Menschen, die ihre Ideen und Gedanken durch ihre Gärten lebendig werden lassen.

Weitere Stationen im Film sind die Gärten der Französin Dominique Lafourcade bei St-Remy-de-Provence und der Garten von Henri Olivier im Hinterland von Nizza. Auf dem Grundstück des Künstlers Benjamin Vautier werden französisch, englisch, italienisch und deutsch bunt durcheinander gewürfelt. Vautier lebt inmitten eines für seine Begriffe wohl geordneten Gartens, einem Sammelsurium seiner Kunst. Auch besucht wird das Anwesen des Lübeckers Peter Klasen, der seine ganz eigenen architektonischen Vorstellungen umgesetzt hat. In Chateauneuf-de-Grasse baute er ein Haus mit acht Meter hohen Wohnzimmerwänden und freiem Blick in den scheinbar unberührten Garten. Sehens- und berichtenswert ist auch der Garten von Bruno Romeda und Robert Courtright. Sie erschufen auf einem alten Olivenhain, den bereits im Mittelalter die Mönche von St-Honorat angelegt hatten, ihren ganz persönlichen Gartentraum.


Literatur:
Die Kunsthistorikerin und Buchautorin Julia Droste-Hennings, die wir bei ihren Recherchen mit der Kamera begleiteten, hat folgendes Buch verfasst:

Julia Droste-Hennings (Autor), Mario Ciampi (Fotograf): Künstlergärten in der Provence.
238 Seiten, Hirmer-Verlag 2008, 49,90 Euro, ISBN: 978-3777441351

Klappentext: "In stimmungsvollen Fotografien offenbart sich das reizvolle Zusammenspiel von provenzalischer Vegetation und zeitgenössischen Kunstobjekten. Individuell und unverwechselbar präsentieren sich einundzwanzig von Künstlerhand erschaffene oder geprägte Gärten. (...) Julia Droste-Hennings verknüpft ihre beschreibenden Garten-Spaziergänge mit Biographie und Oeuvre der Gartenbesitzer. Auf diese Weise öffnet das Buch nicht nur die Türen zu wunderbaren Gärten, sondern gewährt dem Leser auch umfassende Einblicke in das Schaffen des jeweiligen Künstlers."

Reisewege Provence:
Der Pinienzapfenzug
Sendung 7. Juli 2012