Samstag, 14.30 Uhr
Archiv & Vorschau
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Reisewege Österreich
4. Mai
Burgenland - Esterházyland
Im Burgenland wurde viel gekämpft. Immer schon war die Region Durchzugsgebiet nach Wien und so manche sengende und mordende Truppe konnte hier aufgehalten werden...
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Archiv
Rückblick
Auch in der Vergangenheit haben wir zahlreiche interessante Ziele in Europa und dem Rest der Welt bereist. Hier finden Sie einen Rückblick auf frühere Sendungen.
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© SWR
In Nizza fährt der Pinienzapfenzug wie eine Straßenbahn durch die Stadt.
Reisewege Provence: Der Pinienzapfenzug
In drei Stunden fährt der "Pinienzapfenzug" von Digne-les-Bains, der Präfektur des Département "Alpes de Haute-Provence", rund 150 Eisenbahnkilometer nach Nizza. Der seltsame Name für die bereits seit 1911 operierende südfranzösische Privatbahn rührt wohl aus den Zeiten der Dampflokomotiven: Bei den vielen Steigungen der Strecke musste der Zug so langsam fahren, dass den Fahrgästen Zeit genug blieb, während der Reise Pinienzapfen für die heimische Feuerstelle einzusammeln. Die Route ist bis heute eine der reizvollsten Bahnstrecken Frankreichs.

Man kann auch einen kompletten Zug chartern
Der Pinienzapfenzug fährt über 16 Viadukte und 13 Metallbrücken.
Insgesamt 15 Mal hält der Zug entlang der Fahrtstrecke. Dazu kommen noch zahlreiche optionale Haltepunkte, um dann die Reise zum Beispiel auf einem der vielen Wanderwege fortzusetzen. Es ist sogar möglich, einen kompletten Zug zu chartern. Auch auf Wintersportfreunde hat man sich eingestellt und bietet im Winter einen "Schnee-Zug" an, der übrigens einen eigenen Trainer mit an Bord hat. Und von Mai bis Oktober verkehrt zwischen Puget-Théniers und Annot jeden Sonntag eine historische, knapp 100 Jahre alte Dampflokomotive, die ihre Passagiere mit auf eine romantische Reise in vergangene Zeiten nimmt.

Atemberaubend schöne Landschaft
Entrevaux und seine Zitadelle liegen im Tal des Var.
Knapp 500.000 Menschen befördern die insgesamt 22 Pinienzapfenzüge, die auf der Strecke zwischen Digne-les-Bains und Nizza verkehren, pro Jahr. Die ersten 100 Kilometer fahren die kleinen, oft nur aus einem Triebwagen bestehenden Züge durch eine atemberaubend schöne Landschaft, durch 25 Tunnel, über 16 Viadukte und 13 Metallbrücken: einsame Bahnhöfe, verwunschene Bergdörfer, an denen die Zeit spurlos vorbei gegangen zu sein scheint, Bahnvorsteher, die einem Roman von Pagnol entsprungen zu sein scheinen, und Bahnhofsrestaurants, die zum Verweilen einladen.

Ein Leben in Abgeschiedenheit
Bei der Schlucht von Chabrières durchquert der Zug einen von insgesamt 25 Tunnel.
Die Menschen, die entlang der Strecke leben, lieben die Abgeschiedenheit: Bergbauern, Eremiten, Künstler und selbst die Bahnangestellten genießen ihr einfaches, zurückgezogenes Dasein. Irgendwann verlässt der Zug das dünn besiedelte Bergland und durchquert Weinberge und Olivenhaine, Zeichen mediterraner Milde – die Landschaft wird lieblicher. Schließlich erreicht er das glanzvolle Nizza, und damit die Côte d’Azur. Hier ist alles bunt und laut, die Farben rauschen wie das Meer und das hektische Treiben der Mittelmeermetropole erscheint dem Reisenden wie eine andere Welt. Ein Film von Hilde Bechert.

Sendedaten
Samstag, 7. Juli 2012, 14.30 Uhr
Reisewege: Frankreich
Haute Provence - die Spur der Templer
Sendung September 2012
Reisewege Frankreich
Mit anderen Augen
Sendung Juli 2012
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