

Die Landschaft wird auf diese Weise wirkungsvoll in Szene gesetzt. Dabei wird nicht vorgegaukelt, dass es sich um unberührte Natur handelt – selbst eine Landschaft wie die Norwegens ist von Menschen gestaltet. Das Projekt macht es sich außerdem zur Aufgabe, die touristische Infrastruktur im Umfeld der nationalen Touristenstraßen zu verbessern. An jedem Punkt findet man Karten und Tafeln mit Erklärungen auf Norwegisch, englisch und deutsch.
Die nationale Touristenstraße Geiranger-Trollstigengeht durch die spektakuläre norwegische Bergwelt, für die das Land berühmt ist. Diese Touristenstraße verbindet gleich zwei landschaftliche Höhepunkte Norwegens – ein Muss auf jeder Norwegentour. Der Trollstigen bzw. die Trollleiter ist die meist befahrene Touristenstraße Norwegens – in elf Haarnadelkurven schraubt sich die Straße auf das Trollstigen-Plateau hinauf und gewährt dabei weite Ausblicke in das Tal. Die Straße ist nur in der Sommersaison geöffnet. An der Route liegt auch der Geirangerfjord, Norwegens berühmtester Fjord und seit dem 19. Jahrhundert Reiseziel von Kreuzfahrtschiffen. Gigantisch ist natürlich auch der Blick von oben auf Fjord und Ort Geiranger, und das von einer neu errichteten Aussichtsplattform aus. Sie ist hell, wirkt leicht und luftig und passt sich der Natur an.
Die Nationale Touristenstraße Gamle Strynefjellsveg beginnt in Grotli. Grotli ist keine Ortschaft, sondern ein historisches Hotel. Und zwar mit eigener Postleitzahl. Es war und ist ein Verkehrsknotenpunkt – einstmals mit eigener Post, einer Telefonzentrale, Busumsteigeplatz etc. Und seit Langem auch ein Ausflugsziel für viele Schiffstouristen, die im Geirangerfjord Halt machen. Die Straße ist eine alte Handelsroute zwischen Fjord und Ostnorwegen. Die Fahrt über die schmale Straße durch das Fjell ist ein ganz besonderes Erlebnis. Noch im Juli war der Schnee längst nicht getaut, es gibt viele Wandermöglichkeiten abseits der Straße, die Steine sind bewachsen von Flechten und Moosen. Die kleineren Steine werden zu Varden, Wegweisern, aufgetürmt. Man kommt an Ruinen von Schmieden und Wohnstätten für die Straßenarbeiter von einst vorbei und auch an einem Sommerskigebiet.