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Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin
Der Hamburger Bahnhof in Berlin ist ein Hotspot für Gegenwartskunst. Hier trifft man auf Ikonen wie Joseph Beuys, Anselm Kiefer oder Isa Genzken. Markus Brock begibt sich auf einen spannenden Kunstparcours.
Ein Hotspot für die Kunst der Gegenwart
© Staatliche Museen zu Berlin, Thomas Bruns
Der Hamburger Bahnhof ist in Berlin die erste Adresse für Gegenwartskunst. Das ehemalige Bahnhofsgebäude aus dem 19. Jahrhundert ist das Domizil zweier bedeutender zeitgenössischer Kunstsammlungen. Mit seiner ständigen Sammlung und in Wechselausstellungen zeichnet das Museum auf 10.000 Quadratmetern die vielfältigen Entwicklungen in der Kunst seit 1960 nach: die Umbrüche in der Malerei, die Wandlung der klassischen Skulptur in die Objektkunst und die zunehmende Bedeutung von Fotografie, Video und Film.

Die Kunstsammlung des Millionärs Erich Marx
©  Staatl Joseph Beuys, Unschlitt / Tallow, 1977
Joseph Beuys, Unschlitt / Tallow, 1977
1996 wurde das Museum für Gegenwart im spätklassizistischen Kopfbahnhof als Teil der Berliner Nationalgalerie eröffnet. Das im 2. Weltkrieg schwer beschädigte Gebäude lag jahrzehntelang brach und bot die ideale Kulisse für die Privatsammlung des Unternehmers Dr. Erich Marx. Nach Sanierung der Bauruine zogen hier die Kunstpioniere des 20. Jahrhunderts ein:
Joseph Beuys, Anselm Kiefer, Robert Rauschenberg, Cy Twombly und Andy Warhol. Der umtriebige Multimillionär Erich Marx kannte Joseph Beuys persönlich und unterstützte ihn finanziell bei Kunstaktionen. Eines von Beuys Hauptwerken "Das Kapital Raum 1970", 1980 für die Venedig-Biennale geschaffen, ist im Hamburger Bahnhof dauerhaft installiert.

Friedrich Christian Flick Collection
©  SWR Martina Klug Markus Brock mit Schauspielerin Christiane Paul vor Isa Genzkens Spiegel-Architektur
Markus Brock mit Schauspielerin Christiane Paul vor Isa Genzkens Spiegel-Architektur
2002 wurden die Bestände des Hamburger Bahnhofs durch den Erwerb der Sammlung von Egidio Marzona zur Konzeptkunst und Arte Povera erweitert. Als Dauerleihgabe kam 2004 die Friedrich Christian Flick Collection hinzu mit 1500 erstklassigen Werken zeitgenössischer europäischer und nordamerikanischer Kunst, darunter Hauptwerke von Martin Kippenberger, Wolfgang Tillmans und Isa Genzken. Die Deutsche hat es geschafft in die erste Liga der Künstler zu kommen. Drei Mal war sie bei der documenta vertreten und hatte 2013 eine große Retrospektive im MoMA in New York. Ein beliebtes Fotomotiv im Museum ist ihre unendlich wirkende Spiegel-Architektur.

Sendedaten
Sonntag, 14. April 2019, 18.30 Uhr
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