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Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Es ist das Lieblingsmuseum der Hamburger: das Museum für Kunst und Gewerbe. Überzeugt es auch Markus Brock? Er checkt das Universalmuseum mit seiner umfangreichen Sammlung zu 4000 Jahren Kulturgeschichte.
Quietschbunte Design-Ikonen
©  SWR, M Markus Brock mit Museumsdirektorin Tulga Beyerle
Markus Brock mit Museumsdirektorin Tulga Beyerle
Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg ist das „lebendigste und mit seiner Sammlung wahrscheinlich spannendste Haus für angewandte Kunst in Deutschland“, sagt Tulga Beyerle. Seit Dezember 2018 ist die Österreicherin die neue Direktorin. Markus Brock trifft sie dort, wo einst Deutschlands bekannteste Journalisten Mittagspause machten: in der knallorangenen Spiegel-Kantine von Stardesigner Verner Panton. Sie ist heute dauerhaft im Museum für Kunst und Gewerbe, kurz MKG genannt, zu bewundern.

Wie klingen historische Musikinstrumente?
©  SWR Eine Musikstudentin im Museum für Kunst und Gewerbe
Eine Musikstudentin im Museum für Kunst und Gewerbe
Für seine herausragende Sammlung mit über 500.000 Werken aus 4000 Jahren Kulturgeschichte ist das Universalmuseum international renommiert, angefangen von antiken Vasen, Biedermeier-Möbeln über Mode bis hin zu historischen Musikinstrumenten, auf denen Studierende der Hamburger Musikhochschule sogar spielen dürfen. Immer wieder macht das MKG auch mit Sonderausstellungen auf sich aufmerksam. Dabei geht es fast immer um aktuelle Themen, vom Plastikmüll im Meer bis zu Fluch und Faszination von Computerspielen. Bis 17. März dreht sich alles um die 68er Generation, in der Schau "68. Pop und Protest".

Raubkunst?
©  SWR Bronzen aus Benin
Bronzen aus Benin
Im Museum stößt man immer wieder auf neonfarbene Dreiecke. Sie stören den Kunstgenuss und sollen das auch! Das MKG überprüft seit 2010 seine Sammlung auf Raubkunst und ist damit Vorreiter in Deutschland. In der Abteilung "Raubkunst?" wird deutlich, wie intensiv das Museum die Herkunftsgeschichte ihrer Objekte aufarbeitet, wie die der kostbaren Bronzen aus dem ehemaligen Königreich Benin. Während der Kolonialzeit wurden sie von britischen Truppen gewaltsam entwendet und an die großen Völkerkundemuseen der Welt verkauft. Heute wird über ihre Rückgabe kontrovers diskutiert.

Sendedaten
Sonntag, 3. März 2019, 18.30 Uhr
Info
© MKG Hamburg, Marcelo HernandezMKG Hamburg
Info
© MKG HamburgSonderausstellung "68. Pop und Protest"
Hinter den Kulissen
©  SWRLupeDas ganze Museums-Check-Team
Foto: Lena Drobig