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Christian "Chako" Habekost
Die Mannheimer Kunsthalle weckt bei Christian "Chako" Habekost Kindheitserinnerungen. Gerade hat der Comedian und Autor sein neues Buch veröffentlicht. Markus Brock begrüßt ihn als Gast im Museums-Check.
Von Mannheim nach Jamaika
© SWR, Martina Klug Markus Brock mit Christian "Chako" Habekost vor Max Ernsts Großplastik "Capricorn"
Markus Brock mit Christian "Chako" Habekost vor Max Ernsts Großplastik "Capricorn"
Die Kunsthalle kennt Christian "Chako" Habekost noch aus Kindertagen. Geboren und zur Schule gegangen ist er in Mannheim. Und obwohl er, wie er sagt, sein komödiantisches Talent schon als Junge entdeckte, entschloss er sich zum Studium der Germanistik, Anglistik und Politik. Das brachte den Sprachjongleur von Mannheim über London bis nach Jamaika, wo er seine Doktorarbeit über karibische Performance- und Musik-Dichtung schrieb. Nebenbei trat er in der Karibik als Sänger auf und avancierte zum ersten weißen europäischen Calypso-Star. Dort entstand auch sein Kunstname "Chako". "Ich brauchte ja einen griffigeren Namen als Dr. Christian Habekost", meint er süffisant.

"Ich liebe Surrealismus", schwärmt Christian "Chako" Habekost
© SWR,-Melanie-Traber Markus Brock mit Christian "Chako" Habekost im Skulpturensaal
Markus Brock mit Christian "Chako" Habekost im Skulpturensaal
Heute lebt der Kurpfälzer wieder in seiner alten Heimat. Beim Museums-Check in der Kunsthalle Mannheim zeigt er Markus Brock seine Lieblingswerke. Eines davon ist Max Ernsts Großplastik Capricorn. "Ich liebe Surrealismus und ganz besonders Max Ernst", sagt er begeistert. Auch der neue Skulpturensaal "Menschenmenge" fasziniert den Comedian. Für die ungewöhnliche Inszenierung der Skulpturen aus verschiedenen Epochen erfindet "Chako" spontan den Begriff "Erlebnis-Museologie". Den Kunstwerken begegnet er auf seine ganz eigene komödiantische Art, natürlich mit Kommentaren in Pfälzer Mundart, denn das ist sein Steckenpferd.

Comedy auf Pfälzisch
© SWR,-Melanie-Traber Christian Habekost in der Jeff Wall-Sonderausstellung
Christian Habekost in der Jeff Wall-Sonderausstellung
Er bezeichnet sich selbst schmunzelnd als "Ändertäner" (pfälzisch für Entertainer). Seit mehr als 20 Jahren ist er hauptberuflich Comedian, tritt im Fernsehen auf oder mit selbst geschriebenen Bühnenprogrammen. Er ist ein Grenzgänger zwischen Kabarett und Comedy und mimt den amerikanischen TV-Prediger genauso überzeugend wie den Pfälzer Weinfestbesucher. Mit seinem aktuellen Programm "De Weeschwie'sch-MÄN" tourt er gerade durch Süddeutschland. Auch seine Bücher und Romane docken an die eigene Heimat an. Die Pfälzer Krimireihe "Elwenfels" entstand zusammen mit seiner Frau Britta Habekost. Und in seinem neuesten Buch "Gebrauchsanweisung für die Pfalz" nimmt Christian "Chako" Habekost augenzwinkernd den Charakter und die Eigenheiten der Pfälzer unter die Lupe.

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