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Ulrich Matthes
Ulrich Matthes ist ein leidenschaftlicher Museumsbesucher. Vom Deutschen Historischen Museum in Berlin ist der erfolgreiche Schauspieler begeistert: "Das Museum ist unschlagbar, eine tolle Sammlung".
Theaterbühne statt Hollywood
©  SWR Ulrich Matthes und Markus Brock vor Gemälden von Lucas Cranach
Ulrich Matthes und Markus Brock vor Gemälden von Lucas Cranach
Hier entdeckt Ulrich Matthes auch Gemälde seines Lieblingsmalers. "Ich liebe Lucas Cranach, immer wenn ich im Museum bin, suche ich nach den Cranachs", gesteht Ulrich Matthes. Im Deutschen Historischen Museum hängt Lucas Cranachs Bildnis von Martin Luther. Ein Faible hat Ulrich Matthes auch für Friedrich Schiller, denn der habe "unglaublich theatralische Stoffe für die Bühne geschrieben. Wenn Schiller heute leben würde, ich glaube er würde nach Hollywood gehen". Ein verlockendes Angebot aus Hollywood hat Ulrich Matthes einst ausgeschlagen, denn der leidenschaftliche Theatermann wollte aus Loyalität seine Stammbühne, das Deutsche Theater Berlin, nicht monatelang im Stich lassen.

Charakterrollen - Vom Tatort-Bösewicht bis zum Papst
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Ulrich Matthes
Wenn es seine Zeit erlaubt, steht er aber auch gerne vor der Kamera. Für Furore sorgte er mit seinem Auftritt als eiskalter Bösewicht in dem preisgekrönten Tatort "Im Schmerz geboren" (2014). 2017 schlüpfte Matthes für den ARD-Zweiteiler "Die Puppenspieler" in die Rolle eines durchtriebenen Papsts der Renaissance-Zeit - Alexander VI. Auch mit dem dunklen Kapitel des Holocaust hat er sich beschäftigt. 2004 mimte er Täter und Opfer im gleichen Jahr. Er spielte einen im Konzentrationslager Dachau inhaftieren Priester in dem Drama "Der neunte Tag" und im Film "Der Untergang" Joseph Goebbels.

Empathie ist für Ulrich Matthes ein Lebensprinzip
©  SWR, M  Klug Ulrich Matthes mit Markus Brock
Ulrich Matthes mit Markus Brock
Für seine Rollen setzt sich der Schauspieler immer wieder intensiv mit Geschichte auseinander. So las er Tagebücher von Ausschwitz-Überlebenden und die von Joseph Goebbels. "Ich hatte auch das Gefühl, dass ich das seinen Opfern schuldig wäre", sagt er im Museums-Check. Überhaupt ist Empathie ein wichtiges Lebensprinzip für Ulrich Mattes. Beim gemeinsamen Rundgang durchs das Deutsche Historische Museum in Berlin erzählt er Markus Brock noch so manches aus seinem Privatleben, etwa wie er mit seinem ersten Auto,
einem VW-Käfer, quer durch Europa fuhr.

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