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Kunstmuseum Bern und Zentrum Paul Klee
Die Gurlitt-Sammlung
© Kunstmuseum Bern August Macke: Im Schlossgarten von Oberhofen, 1914
August Macke: Im Schlossgarten von Oberhofen, 1914
Das Kunstmuseum Bern macht immer wieder von sich reden, seit es 2014 das Erbe des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt antrat. Er war der Sohn Hildebrand Gurlitts, einem der Kunsthändler von Adolf Hitler.
Ab 2. November zeigt das Kunstmuseum Bern nun unter dem Titel "Bestandsaufnahme Gurlitt" einen Ausschnitt aus der Sammlung, zeitgleich zur gleichnamigen Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn. Bern greift mit rund 200 Werken das Thema "Entartete Kunst" auf. Für die aufwändige Restaurierung der nun in Bern ausgestellten Werke richtete das Kunstmuseum eigens ein gläsernes Labor ein.

Prominenter Gast: Delia Mayer
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Delia Mayer
Markus Brock geht mit seinem prominenten Gast, der Sängerin und Schauspielerin Delia Mayer, im Kunstmuseum Bern auf Spurensuche und erkundet außerdem das Zentrum Paul Klee. Im Museums-Check kann Delia Mayer ihr detektivisches Gespür unter Beweis stellen, ermittelt die Schweizerin doch alias Liz Ritschard als taffe Fernseh-Kommissarin im Luzerner "Tatort". Die künstlerische Laufbahn der ausgebildeten Sängerin ist vielfältig, Theater- und Musical-Engagements führten sie nach Amsterdam, Berlin und Wien und für die Ruhrtriennale Essen konzipierte sie eine Hör-Performance mit musikalischen Highlights des 20. Jahrhunderts.

Das älteste Kunstmuseum der Schweiz
© Kunstmuseum Bern Kunstmuseum Bern
Kunstmuseum Bern
Highlights der Kunstgeschichte entdeckt sie gemeinsam mit Markus Brock im Kunstmuseum Bern, dem ältesten Kunstmuseum der Schweiz. Die herausragenden Werke des Expressionismus, der konstruktiven Kunst und der Neuen Sachlichkeit aus dem Gurlitt-Bestand sind nur ein kleiner Teil der umfangreichen Sammlung des Museums. Sie reicht von der Gotik bis zur Gegenwart, von Renoir und Toulouse-Lautrec bis Jackson Pollock und Sigmar Polke. Auch die Kunst von Frauen ist hier stark vertreten, mit berühmten Namen wie Sophie Taeuber-Arp, Louise Bourgeois oder Meret Oppenheim.

Zentrum Paul Klee
© Zentrum Paul Klee Bern Paul Klee: Vorhaben, 1938
Paul Klee: Vorhaben, 1938
Berühmtester Sohn der Stadt ist der Maler und Grafiker Paul Klee. Rund 4000 seiner Werkesind im Zentrum Paul Klee beheimatet, die weltweit bedeutendste Sammlung von Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen des Künstlers. Er selbst verstand sich in erster Linie als Zeichner und entwickelte eine eigene kalligraphische Bildsprache. Darauf bezieht sich auch die außergewöhnliche Architektur des Zentrums Paul Klee. Stararchitekt Renzo Piano schuf einen wellenartigen Bau, der zugleich Ausstellungs- und Forschungszentrum ist. 2005 eröffnet, ist er heute das Wahrzeichen der Stadt.

Sendedaten
Sonntag, 3. Dezember 2017, 18.30 Uhr
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