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Highlights der Sammlung
Meisterwerke von Rembrandt und Vermeer, kostbares Porzellan oder exotisches Kunsthandwerk. Das Universalmuseum beherbergt Kunst verschiedener Gattungen aus drei Jahrtausenden.
Gemäldegalerie Alte Meister
© SWR Markus Brock und Silke Gatenbröcker, Leiterin der Gemäldegalerie
Markus Brock und Silke Gatenbröcker, Leiterin der Gemäldegalerie
Das Herzog Anton Ulrich-Museum bietet Kunst verschiedener Gattungen aus drei Jahrtausenden. Herausragend ist die umfangreiche Gemäldegalerie mit wertvollen Werken der Renaissance und des Barock. Deutsche, italienische, flämische und niederländische Malerei wird nach Themen sortiert in den großen Sälen und Seitenflügeln der Galerie präsentiert. Fünf Gemälde von Rembrandt, darunter sein berühmtes "Familienbild" (um 1668), gehören zur herzoglichen Sammlung. Ein weiterer Blickfang ist Peter Paul Rubens Version der "Judith mit dem Haupt des Holofernes".

Barocke Lichtspiele
© Herzog Anton Ulrich-Museum Johannes Vermeer, Das Mädchen mit dem Weinglas, um 1658/59
Johannes Vermeer, Das Mädchen mit dem Weinglas, um 1658/59
Einmalige Schätze der Sammlung sind auch Giorgiones "Selbstporträt als David" (um 1508) oder Vermeers "Mädchen mit dem Weinglas" (1658). Allein für Jan Vermeer, von dem weltweit nur 36 Gemälde bekannt sind, pilgern Kunstliebhaber aus aller Welt nach Braunschweig. Denn Jan Vermeer (1632-1675) brachte zum ersten Mal das Tageslicht auf die Leinwand und malte in extrem leuchtenden Farben. Keiner seiner barocken Zeitgenossen hatte das zuvor gewagt.

Exotische Kostbarkeiten aus aller Welt
© SWR Markus Brock und Jochen Luckhardt, Direktor des HAUM
Markus Brock und Jochen Luckhardt, Direktor des HAUM
Der Gründer des Museums, Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633 - 1714), war nicht nur ein Förderer der Künste, er war auch ein leidenschaftlicher Reisender. Für seine barocke Wunderkammer sammelte er auch Werke der angewandten Kunst, die zu seiner Zeit noch kostbarer waren als Gemälde: Tischaufsätze aus Gold und Halbedelsteinen, Porzellane, Schmuck und wissenschaftliche Instrumente, Holz- und Elfenbeinschnitzereien der Welfen, sowie ihre spektakulären Beutestücke aus Asien und Amerika.

Sammlung Angewandte Kunst
© C Abteilung Angewandte Kunst
Abteilung Angewandte Kunst
Heute ist ein Teil der Kostbarkeiten in der Sammlung Angewandte Kunst zu bewundern. In eigens für das Museum entwickelten Vitrinen werden die Schätze gekonnt in Szene gesetzt, wie der kunstvoll geschnitzte Fächer aus Elfenbein, den man aus Sri Lanka nach Braunschweig gebracht hatte. Die größte Sammlung italienischer Majolika nördlich der Alpen ist hier zuhause, und die größte Sammlung exquisiter Maleremails aus Limoges, außerhalb von Frankreich. Besonders stolz ist man auf ein kleines, antikes Salböl-Gefäß von 54 n. Chr., das aus dem Halbedelstein Onyx gefertigt wurde. Auf der Außenseite befindet sich ein winziges, aus dem Stein geschnitztes Relief von Kaiser Nero in seinem Streitwagen.

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