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David Safier
Für die Vorabend-Serie "Berlin, Berlin" erhielt David Safier nicht nur den Grimme-Preis, sondern auch den amerikanischen Fernseh-Oscar Emmy. Markus Brock begrüßt den Bremer Autor als Gast im Museums-Check.
Skurril, launig und unterhaltsam
©  SWR Markus Brock mit David Safier in der Kunsthalle Bremen
Markus Brock mit David Safier in der Kunsthalle Bremen
"Als Autor ist man die Summe seiner eigenen Erfahrungen, seiner eigenen Emotionen. Egal welche Figuren man schreibt, sie haben immer Anteile von einem selber", sagt David Safier. Die Fernseh-Serien, die aus seiner Feder stammen, sind in erster Linie launig und unterhaltsam. Dazu zählen u.a. "Die Camper" (RTL), "Die Schule am See" (ARD) und "Berlin, Berlin" (ARD), für die er 2003/2004 mehrfach preisgekrönt wurde.
Begonnen hat David Safier seine Karriere mit einer journalistischen Ausbildung bei Radio Bremen. Er arbeitete als Moderator und entwickelte Hörspiele bis er 1996 sein erstes Drehbuch schrieb.

"Mieses Karma"
©  SWR Markus Brock mit David Safier in Tennis Deko bei der Max Liebermann-Sonderausstellung
Markus Brock mit David Safier in Tennis Deko bei der Max Liebermann-Sonderausstellung
Doch eigentlich träumte er schon als Jugendlicher davon, Schriftsteller werden, als er Douglas Adams Roman "Per Anhalter durch die Galaxis" las. 2007 schrieb David Safier dann seinen ersten eigenen Roman "Mieses Karma", in dem eine Moderatorin nach ihrem Tod im Körper einer Ameise wiedergeboren wird. Wochenlang hielt sich das Buch auf den Bestsellerlisten. Auch seine Liebeskomödie "Jesus liebt mich" (2010) war ein Kassenschlager und wurde fürs Kino verfilmt.

Jüdische Wurzeln
©  SWR Markus Brock mit David Safier vor Lovis Corinths "Die Kindheit des Zeus" (1905/1906)
Markus Brock mit David Safier vor Lovis Corinths "Die Kindheit des Zeus" (1905/1906)
Mit dem Roman "28 Tage lang" (2014) über den Aufstand im Warschauer Ghetto wechselte David Safier das Genre und knüpfte an seine eigene jüdische Biographie an. Seine Großeltern starben im Konzentrationslager, sein Vater war von seinen Kriegserlebnissen traumatisiert. Auch wenn der jüdische Glaube in David Safiers Alltag keine große Rolle spielt, prägt er doch seine Identität. Als Schriftsteller hat er seine eigentliche Berufung gefunden, denn: "das Schöne ist, beim Roman kann mir keiner reinreden". Mit seinem aktuellen Buch "Traumprinz" ist David Safier gerade auf Lesereise.

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