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Museum der bildenden Künste Leipzig
Das "Bildermuseum" - so nennen die Leipziger ihr Museum der bildenden Künste. Eine moderne Kathedrale für die Kunst von Lucas Cranach bis Neo Rauch. Markus Brock checkt das Museum in Leipzig.
Ort der Inspiration
© SWR Markus Brock mit Simone Kermes vor Max Klingers Skulptur "Beethoven" (1902)
Markus Brock mit Simone Kermes vor Max Klingers Skulptur "Beethoven" (1902)
Leipzig sei für ihn "der Ort der Konzentration und Inspiration", sagt Neo Rauch, zeitgenössischer Malerstar und Sohn der Stadt. Er machte Leipzig rund um den Globus bekannt. Und noch mehr berühmte Künstler wurden in Leipzig geboren:
Max Beckmann (1884-1950) und Max Klinger (1857-1920).
Klinger ist mit seinen Hauptwerken in Leipzig vertreten, Beckmann dank einer umfangreichen privaten Leihgabe.

Kunst der DDR
© SWR Markus Brock mit Museumsdirektor Hans-Werner Schmidt vor Werner Tübkes Gemälde "Lebenserinnerungen des Dr. jur. Schulze VII" (1966/1967)
Markus Brock mit Museumsdirektor Hans-Werner Schmidt vor Werner Tübkes Gemälde "Lebenserinnerungen des Dr. jur. Schulze VII" (1966/1967)
Im "Bildermuseum" sind Gemälde und Skulpturen aus sechs Jahrhunderten zu sehen. Zum Beispiel barocke Meisterwerke des niederländischen "Golden Age", Gemälde und Skulpturen des
19. Jahrhunderts von Caspar David Friedrich bis Lovis Corinth, Max Liebermann und Auguste Rodin und eine feine Auswahl der "Schule von Barbizon". Kein deutsches Museum besitzt so viel Kunst der DDR - insgesamt 500 Werke, darunter viele von den Leipziger Malern Werner Tübke, Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer. Lange wurde diese Kunst wenig beachtet und für unbedeutend gehalten. Was sagt sie uns heute?

Vom Kunstverein zum Museum
© SWR Bogomir Ecker: Installation "Trillerpfeifen und Ghettoblaster", 1995
Bogomir Ecker: Installation "Trillerpfeifen und Ghettoblaster", 1995
Den Grundstein für das Museum legten 1837 Leipziger Kaufleute, Verleger und der Kunstliebhaber Maximilian Speck von Sternburg. Zunächst gründeten sie einen Kunstverein, 1848 wurde das Museum eröffnet. Seitdem sind zahlreiche Sammler ihrem Beispiel gefolgt und haben das Museum durch Schenkungen und Leihgaben bereichert.

Beton, Glas und Stahl
© PUNCTUM_Alexander Schmidt Museum der bildenden Künste
Museum der bildenden Künste
2004 erhielt das Museum der bildenden Künste, das im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört wurde, einen spektakulären Neubau: ein gläserner Kubus mit meterhohen Räumen und geradezu verschwenderischen Freiflächen. Über das monumentale Bauwerk aus Beton, Glas und Stahl wurde anfangs heftig diskutiert. Markus Brock will wissen, wie das Museum angenommen wird und ob sich die Architektur bewährt hat. Wie fühlt man sich als Besucher und wie wird die Kunst präsentiert? Hans-Werner Schmidt, Direktor des Museums, zeigt, mit welchen Strategien er den überdimensionalen modernen Kulturtempel für die Kunst erobert hat.

Sendedaten
Sonntag, 20. März 2016, 18.30 Uhr
Info
Museum der bildenden Künste Leipzig
Prominenter Gast
Simone Kermes
In Leipzig hat Simone Kermes die ersten Schritte zu ihrer steilen Karriere gemacht. Die international erfolgreiche Sopranistin besucht das "Bildermuseum" gemeinsam mit Markus Brock zum ersten Mal.
Hinter den Kulissen
Bonusvideos aus Leipzig
Ab dem 16. Jahrhundert luden Adelige und Wohlhabende zu sogenannten "Salons" ein.
Auch Simone Kermes pflegt diese alte Tradition bei sich zuhause. Mehr in unseren Bonusvideos.
Ben Willikens Hommage an Leipzig
Leipziger Firmament
Es ist das zweitgrößte Deckengemälde in einem europäischen Museum: das Leipziger Firmament. 462 Quadratmeter groß hängt es in 17 Metern Höhe im Café des Museums der bildenden Künste. Geschaffen hat es der Künstler Ben Willikens.