Sonntag, 7. November 2010
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Bedeutende Gemälde, wertvolles Porzellan, kostbarer Schmuck - insgesamt zwölf Museen vereinen die "Staatlichen Kunstsammlungen Dresden". Ihre Geschichte begann vor über 450 Jahren. Markus Brock besucht das Residenzschloss, den Semperbau und das Albertinum.
Gold und Silber, Jagdtrophäen oder aber technische Kuriositäten - alles nahm mit der Sammelleidenschaft von Kurfürst August seinen Anfang. Er legte im Jahre 1560 im Residenzschloss den Grundstein für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Schon bald wurde seine Kunst- und Wunderkammer öffentlich zugänglich, als eine der ersten überhaupt. Das früheste Besucherbuch datiert aus dem späten 16. Jahrhundert.
Seine Nachfolger wetteiferten in ihrer Sammelleidenschaft gar mit den Uffizien in Florenz, kauften wertvolle Gemälde und Skulpturen. August der Starke (1670-1733) trug den größten Teil zur Sammlung bei. Er hatte ein besonderes Faible für das "weiße Gold" - Porzellan. Ganze Schiffsladungen voll kaufte er etwa aus Ostasien oder kostbare Stücke aus Meißen und schuf so eine der größten Porzellansammlungen der Welt. Heute ist sie im Dresdner Zwinger zu besichtigen.
Das "Grüne Gewölbe" im Residenzschloss erreicht man nur durch eine gesicherte Schleuse. Höchstens 120 Menschen dürfen gleichzeitig die Kostbarkeiten darin bestaunen. Das Herzstück des Grünen Gewölbes ist der Pretiosensaal, die rekonstruierte Schatzkammer August des Starken. Hier verbirgt sich u.a. die größte Juwelensammlung des 18. Jahrhunderts. Ein besonders wertvoller grüner Diamant gab dem "Grünen Gewölbe" auch seinen Namen.
Sendedaten
Sonntag, 7. November 2010