Übersicht
Archiv & Vorschau
Mai 2013
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
29
30
01
02030405
06
07
080910
11
12
13
14
15
16
17
18
1920
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
01
02
© Degeto Lupe
Nachdem er den Thron seines Vaters eingenommen hat, verfällt der machtgierige Commodus (Christopher Plummer, sitzend) zusehends dem Größenwahn.
Der Untergang des römischen Reiches
Kaiser Marcus Aurelius wird vergiftet und um seine Nachfolge entbrennt ein schwerer Konflikt. Regisseur Anthony Mann unterfüttert seine packende Geschichte mit intelligenten Anspielungen auf politische Korruption, Kriegstreiberei und Machtmissbrauch.
Marcus Aurelius verkündet den Pax Romana
Lupe
Prinzessin Lucilla (Sophia Loren) und der Feldherr Livius (Stephen Boyd)
Man schreibt das Jahr 180 nach Christus. Kaiser Marcus Aurelius (Alec Guinness) hat das römische Reich zum mächtigsten Imperium der Welt gemacht. Um seine große Vision von einem Weltreich gleichberechtigter Völker zu realisieren, will der alternde Herrscher seinen besonnenen Ziehsohn Livius (Stephen Boyd) zu seinem Nachfolger ausrufen. Seinen leiblichen Sohn Commodus (Christopher Plummer) hält er für unreif und selbstherrlich. Aber noch bevor Aurel die Entscheidung offiziell verkünden kann, fällt er einem Attentat zum Opfer: Der blinde Cleander (Mel Ferrer), ein Gefolgsmann von Commodus, vergiftet den Kaiser, um seine eigene Machtposition zu sichern.

Commodus beginnt eine Herrschaft des Schreckens
Lupe
Caesar Marc Aurel (Alex Guiness)
Nun besteigt doch Commodus den Thron, macht aber Livius zum Oberbefehlshaber des römischen Heeres. Des toten Kaisers schöne Tochter Lucilla (Sophia Loren) und sein engster Freund Timonides (James Mason) sind entsetzt über diese Entwicklung, wussten sie doch um die wahren Pläne des Kaisers. Am liebsten würde Lucilla mit Livius, den sie schon lange liebt, irgendwo anders ein neues Leben beginnen - doch ihr Vater hatte sie bereits dem armenischen König Sohamus (Omar Sharif) versprochen. Dadurch hoffte er, den Frieden zwischen den beiden Königshäusern zu besiegeln und einen Aufstand der römischen Ostprovinzen abzuwenden.

Unterdessen beginnt Commodus eine Herrschaft des Schreckens. Mit gnadenloser Härte presst er die Provinzen aus, jeder Widerstand wird mit Gewalt niedergeschlagen. Ein Leben in Frieden mit den anderen Völkern rückt damit in weite Ferne. Vergeblich versuchen Livius und Lucilla, ihn zu einem Sinneswandel zu bewegen. Im Senat stellt Livius sich offen gegen seinen alten Freund. Es nützt alles nichts: Der neue Kaiser besticht Senatoren und Soldaten und setzt weiterhin auf eine Politik des Krieges, der Unterdrückung und der Vernichtung. In seinem ausufernden Größenwahn lässt er sich vom Senat sogar zum Gott erklären. Für Livius wird immer deutlicher, dass er Commodus nur mit Gewalt stoppen kann.


Lupe
Die schöne Prinzessin Lucilla (Sophia Loren) kämpft für einen dauerhaften Frieden.
Obwohl "Der Untergang des römischen Reiches" bei seinem Kinostart kein großer Kassenerfolg war, gilt er heute als ein Meisterwerk des Monumentalfilms in der Tradition von "Ben Hur" und "Spartacus". Regisseur Anthony Mann ("Winchester 73"), der ursprünglich auch "Spartacus" inszenieren sollte, unterfüttert seine packende Geschichte mit intelligenten Anspielungen auf politische Korruption, Kriegstreiberei und Machtmissbrauch. Verkörperte Hauptdarsteller Stephen Boyd in "Ben Hur" noch den Bösewicht Massala, überzeugt er hier als Heldenfigur. Zur eindrucksvollen Starbesetzung gehören außerdem Sophia Loren, James Mason, Christopher Plummer, Alec Guinness, Mel Ferrer und Omar Sharif.

Sendedaten
Sonntag, 30. Dezember 2012, 20.15 Uhr
Credits
The Fall of the Roman Empire, Spielfilm, USA 1963
Regie: Anthony Mann
Mit: Alec Guinness, Sophia Loren, Stephen Boyd, Christopher Plummer u.a.