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© SWR/Stephanie Schweigert Lupe
Lukas (Bernhard Schir) und Sonja (Anja Kling) ist es endlich mal wieder gelungen, einen einigermaßen unbeschwerten Abend miteinander zu verbringen, an dem die Erinnerungen stärker sind als die gegenseitigen Vorwürfe.
Vom Ende der Liebe
Sonja und Lukas sind seit 16 Jahren verheiratet und haben zwei prächtige Kinder. Doch ihre Ehe zerbricht und eine neue Familienstruktur muss gefunden werden - eine Geschichte, wie sie alltäglich geschieht. Till Endemann drehte einen Film in leisen Tönen, der es schafft, Gedanken, Gefühle und Handlungen aller Beteiligten lebensnah auszuloten.
© SWR/Stephanie Schweigert Lupe
Jetzt sind Sonja und Lukas, Nele (Lilli Meinhardt) und Tomi (Mika Seidel) auch eine dieser Familien geworden, in denen der Vater am Sonntagabend die Kinder zur Mutter zurückbringt ...
Lukas ist erfolgreicher Redakteur bei der Zeitung, Sonja ist Zahntechnikerin und arbeitet halbtags. Gerade haben sie auf dem Land ein schönes Haus gebaut. Das Paar könnte glücklich und zufrieden sein - ist es aber nicht. Just am Tag, an dem die Familie ins neue Haus einzieht, wird Sonja und Lukas bewusst, dass sie womöglich am Ende ihrer Liebe angelangt sind. Während die vierzehnjährige Nele und der siebenjährige Tomi jede Ecke im neuen Haus erobern, muss Sonja sich allein mit dem Chaos des Umzugs abmühen, weil Lukas sie aus beruflichen Gründen im Stich lässt. Als er endlich ankommt, gelingt es ihm nicht, seine Frau versöhnlich zu stimmen. Anstatt den ersten Abend im neuen Heim gemeinsam zu genießen, ist von Trennung die Rede.

In den Wochen darauf erlebt das Paar immer wieder neue Konflikte, die schon bei Kleinigkeiten aufbrechen. Die beiden streiten, reden dabei aber aneinander vorbei, sprechen sich nie richtig aus und fühlen sich vom anderen nicht verstanden. Nele und Tomi freuen sich sehr über das Leben im neuen Haus auf dem Land. Die Streitereien ihrer Eltern bleiben ihnen aber nicht verborgen und sie fürchten deren Trennung. Tatsächlich schaffen Sonja und Lukas es nicht, ihre Liebe wieder aufleben zu lassen. Bei allem guten Willen werden die Momente der Nähe immer wieder von Streit überdeckt. Nach einigen Wochen zieht Lukas aus und sucht sich eine eigene Wohnung. Das Paar verspricht sich, nichts zu tun, was die Kinder verletzen könnte und sich fair zu verhalten. Trotzdem kommt es immer wieder zu unschönen Szenen, in denen jeder sich ungerecht behandelt vorkommt.


Die einstige Liebe droht in Hass umzuschlagen
© SWR/Stephanie Schweigert Lupe
Bernd (Michael Wenninger) findet Sonja toll. Aber obwohl sie ihm viel Sympathie entgegenbringt - für eine Liebesgeschichte reicht es nicht.
Die pubertierende Nele ist tief enttäuscht von ihren Eltern. Sie verweigert zunächst jeden Kontakt zu Lukas, rebelliert gegen ihre Mutter und versucht, die beiden gegeneinander auszuspielen. Die sind hilflos und vor allem Lukas kann der Situation nichts entgegensetzen. Sonja und Lukas leiden ebenfalls unter der Trennung, besonders unter dem Schmerz der Kinder, finden aber nicht wieder zueinander. Zudem verschärft sich ihre finanzielle Situation, Sonja findet keine Ganztagsstelle, es droht der Verkauf des Hauses. Das trifft vor allem Nele und Tomi ins Herz.

Sonja, die Lukas die Schuld an der Situation gibt, beschließt, ein Angebot in Trier anzunehmen und mit den Kindern umzuziehen. Darauf reagiert Nele mit Wut. Sie will nicht weg, will ihr vertrautes Leben nicht aufgeben. Nele fasst einen Entschluss, von dem sie weiß, dass er ihrer Mutter wehtun wird: Sie will bei ihrem Vater wohnen. Das führt zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Sonja und Lukas über den Verbleib der Kinder. Die einstige Liebe von Sonja und Lukas droht in Hass umzuschlagen. Erst als der traurige Tomi beim Verbrennen von Familienfotos auch das ganze Baumhaus und fast noch sich selbst in Flammen setzt, können Lukas und Sonja wieder konstruktiv miteinander sprechen.


Sendedaten
Dienstag, 4. Dezember 2012, 20.15 Uhr
Credits
Fernsehfilm, Deutschland 2011, 89 Minuten
Regie: Till Endemann
Mit: Anja Kling, Bernhard Schir, Lilli Meinhardt, Mika Seidel, Winnie Böwe u. a.
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