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© BR Lupe
Lisa (Bernadette Heerwagen) hat sich in den charmanten Sharif (René Ifrah) aus Kaschmir verliebt. Doch Sharif gerät ins Visier der Fahnder, weil sein Bruder Mitglied eines terroristischen Netzwerks ist.
Grüße aus Kaschmir
Lisa ist frisch verliebt in Sharif, einen charmanten jungen Mann aus Kaschmir, der seit sechs Jahren als Ingenieur in Deutschland arbeitet. Doch Sharif verheimlicht etwas vor ihr: Sein Bruder verlangt von ihm die Mithilfe bei einem Anschlag. - Preisgekröntes Liebesdrama vor brisantem politischen Hintergrund.
© BR Lupe
Sharif gerät in einen Gewissenskonflikt.
Lisa ist nach München gezogen, um mit ihrem Leben als naives Landei zu brechen. In einem Club lernt sie den gutaussehenden Sharif kennen und geht gleich in die Vollen und landet im Bett des quasi Fremden. Eigentlich sollte es bei dieser einen Nacht bleiben, doch Lisa muss feststellen, dass sie schwanger ist.

Lisa sieht sich mit einer Menge neuer Schwierigkeiten konfrontiert, mit denen sie fertig werden muss. Sie ist neu in der Großstadt, schwanger von einem fast Unbekannten und was es auch nicht einfacher macht: Sharif ist ein Moslem aus Kaschmir, weshalb seine Reaktion schwer einzuschätzen ist. Einzig Tanja, ihre Arbeitskollegin im Tonstudio, weiht sie in ihre turbulenten Lebensumstände ein.

Trotz anfänglicher Bedenken spinnen Lisa und Sharif allmählich zärtliche Fäden zueinander und es entwickelt sich eine Liebe fernab von weltlichen Problemen - wie es scheint. Doch sowohl Lisa als auch Sharif halten ein Geheimnis in sich verschlossen. Für Lisa scheint die Zeit noch nicht gekommen, Sharif von dem wachsenden Kind in ihrem Bauch zu erzählen.


Muss Lisa Sharif verraten, um ihn zu retten?
© BR Lupe
Lisa im Visier der Polizei
Als Sharifs Bruder Tajjab Mishra, Mitglied eines terroristischen Netzwerkes, unerwartet auftaucht, hat die beschwingte Leichtfüßigkeit des Liebespaares ein Ende. Tajjab, der auf der Fahndungsliste der Polizei ganz oben steht, möchte Sharif für einen Rachefeldzug gewinnen. Bei dem Einzug des indischen Militärs in Kaschmir wurden die Eltern der Brüder ermordet. Sharif überlebte das Massaker damals nur, weil Tajjab ihm das Leben rettete.

Sharif gerät in einen Gewissenskonflikt. Unterstützt er seinen Bruder, weil dieser ihn damals vor dem indischen Militär gerettet hat, oder dreht er der Vergangenheit den Rücken zu und lässt sich auf sein neues Leben in München und seine neue Liebe ein? Diese innere Zerrissenheit Sharifs und seine zunehmende Abwendung quälen Lisa. Aus Verzweiflung und aus Angst um den Vater ihres ungeborenen Kindes glaubt sie, selbst handeln zu müssen und unterstützt die Fahnder bei der Suche nach Sharif und hofft, dadurch Schlimmeres zu verhindern. Mit unabsehbaren Folgen beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

Der Fernsehfilm "Grüße aus Kaschmir" wurde 2005 mit dem renommierten Grimme Preis ausgezeichnet. Er greift ein brisantes politisches Thema der heutigen Gesellschaft auf und fragt: Welche Motive hat ein Mensch, der zum Terroristen wird? Dabei wird die Zerrissenheit der Protagonisten zwischen persönlichen und politischen Bindungen eindringlich deutlich.


Sendedaten
Dienstag, 25. September 2012, 20.15 Uhr
Credits
Fernsehfilm, Deutschland 2004, 86 Minuten
Regie: Miguel Alexandre
Mit: Bernadette Heerwagen, René Ifrah, Elena Uhlig, Wolfram Berger, Murat Yilmaz u. a.
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